Am So., 1. Feb. 2026 um 13:13 Uhr schrieb Ingo Tessmann über PhilWeb <philweb@lists.philo.at>:
Wolfram’s Ansatz, nach dem komplexe Systeme algorithmisch nachvollzogen werden können, ist schon vielfach bestätigt worden. Aber was soll das daran ändern, dass Moleküle nicht lernen können?

Wolfram behauptete doch auch, das die Materie auf einen sehr grundlegenden Level sowas ist wie "das Spiel des Lebens" und implizierte an einer Stelle eine Art Evolution. Ein Atomkern st sozusagen ein stabiles Zusammenspiel von Elementarzuständen. Irgendwelche Partikel, die sich sofort wieder annihilieren, sind es nicht.
 
Dass logische und mathematische Prinzipien auf verschiedene Gegenstandsbereiche anwendbar sind, heißt nicht, dass die Gegenstandsbereiche außer in Hinsicht auf diese Prinzipien vergleichbar seien. Noch viel gravierender ist die Gleichmacherei durch Worte; denn in die wird ja hineingelegt, was immer Menschen dabei denken oder fühlen. 

Ich fürchte, dieser Streit ist nur um Worte.