Am 04.01.2026 um 11:11 schrieb tessmann@tu-harburg.de:

Am Mi., 31. Dez. 2025 um 10:01 Uhr schrieb Ingo Tessmann über PhilWeb <philweb@lists.philo.at>:

Paläontologisch können Biss- von Waffenmalen an Knochen unterschieden werden … und in der Altsteinzeit existieren Gewaltspuren, sollen aber selten und meist Einzelfunde sein, so dass sich keine eindeutig massenhaft organisierte Kriegsführung nachweisen lässt.

Kriegerische Auseinandersetzungen kamen erst mit der Sesshaftigkeit in die Welt: „Zur Frage nach den Ursprüngen von Krieg stehen sich zwei Theorien gegenüber: Thomas Hobbes sah Gewalt als natürlichen Zustand des Menschen, während Jean-Jacques Rousseau frühe Gesellschaften als überwiegend friedlich betrachtete. Die Anthropologin Virginia Estabrook untersuchte Skelettfunde aus verschiedenen prähistorischen Epochen und zeigte, dass tödliche Verletzungen im Mesolithikum häufiger waren als in früheren Zeiten. Eine statistische Re-Analyse durch Prof. Dr. Markus Neuhäuser von der Hochschule Koblenz (2025) bestätigte den Anstieg sowie wachsenden Anteil von Projektil- und Klingenverletzungen. Kriege häuften sich erst mit Beginn von Sesshaftigkeit und frühen Ackerbaugesellschaften“: 

https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/23737484.2026.2632974

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