Lieber Ingo T. lieber Arnold,
eine naive Frage: die „Position“ z. B. eines Atoms wird ja an einer fixen Referenz gemessen - dasselbe gilt für den Wechsel der Position als Bewegung: er erfolgt in einem festen räumlichen Rahmen, nun hinzugenommen die Zeit.
Was aber, wenn die künstliche Trennung in zwei Einheiten, den Raum, die Zeit zu Gunsten eines genuin einheitlich agierenden Zeitraums aufgehoben wird? Dieser Zeitraum müsste, da er ja von vornherein Zeit beinhaltet in sich dynamisch und in der Dynamik dennoch bleibend sein, etwa als Pulsieren in gleichbleibender Frequenz.
Mir sind die Minkowski-Modelle etc. oberflächlich vertraut, aber meine Frage zielt vermutlich nicht in eine Richtung, die durch dieses Modell beantwortbar wäre - was sagen die Physiker und weiteren Denkakrobaten unter uns zu meiner naiven Frage?
Und gleich noch eine daran anschließende Frage: welche „Geometrie“ hätte ein solcher Zeitraum? Dabei würde ich Zeit nicht als verräumlichte Dimension akzeptieren. Stattdessen müsste es eine beständig sich wiederholende Entfaltung in einen aaufgeschlossenen und sich dann wieder schließenden Zeitraum hinein sein - spekulativ, falsch, unsinnig?
Danke jedenfalls für den Hinweis auf den interessanten Artikel, ich bin gespannt auf Eure Antwort,
viele Grüße,
Thomas
Am 01.03.2026 um 07:27 schrieb Arnold Schiller über PhilWeb <philweb@lists.philo.at>:
Indeed - Danke!
--
https://arnold-schiller.de/
Am 20.02.26 um 14:41 schrieb Ingo Tessmann über PhilWeb:
Verblüffend: „Ein Atomkern hat keinen exakten Ort, sondern nur eine Aufenthaltswahrscheinlichkeit. Er ist gewissermaßen „überall ein bisschen“. Dadurch ist ein Ameisensäure-Molekül in fast jedem Moment faktisch dreidimensional. Durch diesen winzigen Schritt in die dritte Dimension verliert das Molekül seine Symmetrie, und es lässt sich nicht mehr mit seinem Spiegelbild in Deckung bringen, ähnlich wie das mit unserer linken und rechten Hand ist. Die Ameisensäure ist chiral – sie besitzt in der Hälfte der Zeit eine linkshändige und in der anderen Hälfte eine rechtshändige Form.“
https://arxiv.org/pdf/2503.13318 <https://arxiv.org/pdf/2503.13318>
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