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Am 23.01.2026 um 08:08 schrieb Ingo Tessmann über PhilWeb <philweb@lists.philo.at>:



Am 23.01.2026 um 04:25 schrieb Karl Janssen über PhilWeb <philweb@lists.philo.at>:

Am 20.01.2026 um 09:09 schrieb Ingo Tessmann über PhilWeb <philweb@lists.philo.at>:

Metaphorisch kannst Du so weiter fabulieren. Warum reicht es Dir nicht aus, innenbezogen von Gewissheit anstatt von Wissen zu schreiben? Ich hatte ja schon hinsichtlich außenbezogener Wahrheit angeregt, innenbezogen von Wahrhaftigkeit zu schreiben.  

Wie soll ich diese Frage verstehen?

Und ich verstehe nicht, wieso Du Dich vor sprachlichen Unterscheidungen verschließt, die das Verstehen verbesserten. 

Bezogen auf fachspezifische Verknüpfung, etwa der von Dir erwähnten Überschneidung von Sprache und Alltagswelt, resp. der Kongruenz von Linguistik und Physik in dieser Lebenswelt, ist diese doch deshalb gegeben, weil zuzeiten infrage stehende physikalische Phänomene grundlegend erforscht wurden und daher entsprechend als hinreichend gesichertes, quasi letztgültiges Wissen gelten kann. Diese Erkenntnisse reichen selbstredend zu gewissen Teilen in die Weiten des Weltalls hinein, wie es die forschende, sowie angewandte Astrophysik zeigt und in aktueller Raumfahrttechnologie in Praxis umgesetzt ist.

 

Anders steht es aus um das Wissen über ggf. weitere habitable Zonen dieses Universums. Es gibt bislang keine verifizierten Hinweise auf Lebensformen vergleichbar mit jenen dieser Erde. Man möchte aber doch nicht glauben, dass es in diesem Universum alleine nur auf diesem unseren  Erdenkügelchen Leben der uns bekannten Formen gibt. 

 

Die Zeiten eines ausschließlich auf diese Erde fixierten Denkens sollten überwunden sein, diesem historisch zwar verständlichen, bisweilen poetischen Empfinden von „Himmel und Erde“, als einem Himmel voller Geigen, Engelchen und einem dort residierenden Gott, entgegen einem irdischen Jammertal, angefüllt mit Milliarden diesem Jenseits - eben dem Himmel - hinschmachtenden Menschlein. 

 

Werner Heisenberg zugeschriebenes Zitat „Der erste Schluck aus dem Glas der Naturwissenschaften verwandelt dich in einen Atheisten, doch am Boden des Glases wartet Gott auf dich.“  könnte hilfreich sein, mit einem Blick auf den Boden der Tatsachen die Großartigkeit der evolutionären Entwicklung der Dinge dieser Lebenswelt wahrzunehmen und die durchaus als göttlich zu wertende Ideenvielfalt dieses Naturgeschehens zu bestaunen. 

 

Welch geistiges Agens steht hinter diesem „potentia ad actum“? „Warum ist überhaupt etwas und vielmehr nicht Nichts? fragte Leibniz und wir Heutige können fragen, warum sich nach dem angenommenen Urknall vor ca. 14 Milliarden Jahren nicht ausschließlich nur wahllos im Universum herumfliegende Gesteinsbrocken ergeben, sondern sich habitable Zonen im Umkreis eines Zentralgestirns mit Planeten entwickelt haben, die mit ausgesprochen präziser Feinabstimmung dort geltender Naturkonstanten primordiale Voraussetzung für alles Leben sind. 

 

Alles nur Zufall oder Schöpfungsakt eines Gottes? In meiner Vorstellung - philosophisch gesehen - eher die Umsetzung einer potentiellen Idee: Potentia ad actum. Ähnlich der schöpferischen Idee eines Steinmetzen, der aus Urgestein formgebend Gestalt erschafft. Idee aus Intuition oder Inspiration gewonnen und intelligent in Form gebracht. Geist, Ideen, getragen durch morphische Felder als in den Weiten des Kosmos verschränkte Quantensysteme. 


Das ist meine Vorstellung von Welt und Welten und wo ein Wille, da ein Weg: „Die Welt als Wille und Vorstellung“ (Schopenhauer). So spekulativ, so unwirklich sie auch sein mag: sie liegt mir tausendmal näher als jegliche Art kreationistischer oder naiv religiöser Erzählung; Dieses unbenommen meiner Überzeugung, dass einzig eine transzendente Entität kraft kosmischer, d.h. universaler Intelligenz das Potential besitzen kann, aus Wille (zur Schöpfung) und Vorstellung (Idee) geistige Instanz zu sein, um als Urheber und Ideengeber in die Gestaltung habitabler Lebensräume einzuwirken. Unbewegter Beweger - JAHWE - ICH BIN DA. Wer an meinen Ideen gestalterisch zu partizipieren vermag, ist gewissermaßen schöpferisches, weltgestaltendes Kind Gottes.

 

Mit dem Glauben an, besser in Überzeugung von der Existenz dieser Entität besteht die Möglichkeit zur Partizipation am Prinzip der göttlichen Trinität: Idee - Tat - Wirkung.


KJ