erste antwort auf Deine mail von heute:
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Am 17.03.2025 um 23:44 schrieb waldemar hammel über PhilWeb <philweb@lists.philo.at>:
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trotzdem, warum wird metaphysik nicht einfach in meta-philosophie umbenannt?,
denn zb mich fragen immer wieder mal leute metaphysisches, das sie für physikalische fragen halten,
was mir hanebüchen vorkommt, denn es gibt in dem sinne keine meta-PHYSIK
Metaphilosophie? Was sollte - diesem Begriff folgend - nach der Philosophie kommen, sie gar übersteigen?
Die Begrifflichkeit von Metaphysik ist doch eindeutig definiert und zwar vom Wortstamm her die philosophische Disziplin, die sich mit den Themen befasst, die das konkret Erkennbare, Messbare, Abzählbare dieser Lebenswelt übersteigen, was nach diesem realen Lebensbereich kommt: meta ta physika.
"meta" als wort/begriffs-vorsilbe:
"Meta-" ist ein Zusatz, der den Aussagegegenstand auf eine andere
Ebene hebt oder ihm eine andere Perspektive gibt. Beispiel:
Metakommunikation ist "Kommunikation über Kommunikation"
also heißt meta-physik den ausgangs-gegenstand physik auf einer höheren oder grundlegenderen anderen ebene zu betrachten, und meta-philosophie würde entsprechend als "überphilosophie" = hinterfragen des gegenstandes philosophe, zu philosophie passen
"Meta-" ist eine griechische Vorsilbe, mit der man das drangehängte Wort auf eine andere Stufe, eine höhere Betrachtungsweise, nun ja, auf die Metaebene heben kann: Metadaten sind Daten über Daten, eine Metatheorie ist eine Theorie über eine Theorie
meta- Bedeutungen: [1] vorangestelltes Wortbildungelement, das eine Zwischenstufe oder einen Wechsel betont. [2] vorangestelltes Wortbildungelement, das in einer Hierarchie eine darüberliegende Ebene bezeichnet
Metaebene ist eine lose verwendete Bezeichnung für eine übergeordnete Sichtweise, in der Diskurse, Strukturen oder Sprachen als Objekte behandelt werden. Findet die Metaebene in derselben Struktur statt, über die sie spricht, so liegt ein Fall von Selbstreferenzialität vor. Es können von jeder Ebene wieder neue Metaebenen aufgesucht werden, eine absolute Metaebene gibt es nicht. Was als Metaebene infrage kommt, ist abhängig von der Wahl einer methodischen Perspektive. Wird auf der Metaebene eine systematische Betrachtung durchgeführt, so ist das Ergebnis eine Metatheorie. Eine Neuauswertung des Datenmaterials mehrerer empirischen Studien zu einem Thema ist eine Meta-Studie oder -Analyse.
Auf der Metaebene werden gewöhnlich Generalisierungen und allgemeine Strukturen des Gegenstandsbereichs der zugrundeliegenden Struktur selbst zu Gegenständen gemacht. So wie sich ein Diskurs auf Gegenstände bezieht, die seine Objektebene sind, bezieht sich die Metaebene wiederum auf einen Diskurs. Es werden diejenigen Prinzipien untersucht, nach denen das, was auf der Objektebene als einzelne Instanz auftritt, geschieht. Der Übergang zur Metaebene wird in Anlehnung an Willard Van Orman Quine auch als "semantic acscent" (Semantischer Aufstieg) bezeichnet.
ZB die Wissenschaftstheorie bildet eine Metaebene zur Wissenschaft, indem sie die wissenschaftlichen Methoden untersucht, die der Untersuchung natürlicher Phänomene dienen. Die Phänomene bilden selbst jedoch keine „Ebene“; die Wissenschaft selbst ist also nicht etwa eine Metaebene der Natur.
und:
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Demnach ist das, was man und DU als meta-physik bezeichnen, falsch bezeichnet, und müsste stattdessen richtig meta-philosophie heißen ( philosophie über die grundlagen und bedeutungen der philosophie) !, und so hätte man auch die physik als naturwissenschaft aus dem spiel (denn philosophie ist nunmal KEINE naturwissenschaft, ist vielmehr historisch eine weltlichere ausformung von theologien und esoteriken, aus denen schließlich als verrationionalisiertere form die weltlichere philosophie entstand, die bis heute theologien und esoteriken inkludiert )
wh.