Am 11.03.2023 um 15:18 schrieb Karl Janssen über PhilWeb <philweb@lists.philo.at>:

Und überdies: sind nicht Begriffe wie Schwafeln, Wortaberglauben letztlich auch nur „Pseudokennzeichnungen“?


Moin Karl, 

das klassische Besipiel für eine Pseudokennzeichnung ist „der gegenwärtige König von Frankreich“, dass also etwas „bezeichnet" wird, das es nicht gibt. Das gilt auch für „Planck-Teilchen“ und vieles, vieles, vieles mehr, von dem so geschwafelt wird. Schon insofern Geschwafel Pseudokennzeichnungen enthält, gibt es also Geschwafel. Insgesamt scheint mir das, was es gibt nur ein Tropfen im Ozean des Geschriebenen zu sein. Hoch lebe die Phantasie!? 

Das Wort „Wortaberglaube“ hatte ich dem Buch Hallers entnommen, nach dem nur erkannt werden könne, was formulierbar sei bzw. wofür es keine Wörter gebe, das könne nicht existieren. Haller schreibt auch von „Gedankenwellen", in denen sich Sprache und Mathematik im Gehirn des Beobachters überlagerten. Zudem handelt es sich um „Wortaberglaube“, wenn Pseudokennzeichnungen mit Kennzeichnungen verwechselt und um „Wortideologie“, wenn sie vorsätzlich dafür ausgegeben werden. All das sind doch olle Kamellen. Sollten wir nicht nach Interessanterem, wenn nicht Neuem streben? 

IT