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Am 27.03.2025 um 01:07 schrieb waldemar hammel über PhilWeb <philweb@lists.philo.at>:
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das leben-an-sich spielt im universum überhaupt keine rolle,
nichtmal eine auch nur nebenrolle, wie absolut oberlächerlich
also, dass wir uns in unserer maßlosen einfalt den göttern und
endbegründungen und letztbegründungen nahefühlen ...
Wer sich wie ein Kleinkind im Laufstall solchermaßen isoliert, muss sich nicht wundern, die weite Welt um diesen Hort herum nicht begreifen zu können. Du schreibst von der Macht und Schönheit der Natur und hinterfragst nicht, wie sie zustande kam. Das entspricht Deiner Dir zugestandenen Lebenseinstellung. Andere Menschen fragen sich sehr wohl, warum etwas ist und vielmehr nicht ein Nichts. Unbenommen des Ignoramus et ignorabimus waren es immer Fragen nach dem Grundlegenden, die der Menschheit den mittlerweile erreichten Kenntnisstand ermöglicht haben.
Sollen wir aufhören zu fragen, weil wir uns als maßlos einfältige, nichtig kleine Geschöpfe im Universum zu sehen haben, somit ohnehin keine Rolle spielen? Wenn Du Dich in diesem Sinne aufgegeben hast und gesellschaftlich als Misanthrop die Rolle des Menschen klein redest, ist das Dein Recht und Dein Leben.
So klein der Mensch in diesem Universum (womöglich als eines von vielen) auch sein mag, auch für ihn gilt das Prinzip „wie im Kleinen - so im Großen“. Du warst doch der Alchemie äußerst zugetan, vielleicht hilft Dir die Erinnerung daran weiter, nicht nur die Schönheit der Natur, sondern auch die des Menschen in seiner potenziellen Erhabenheit zu sehen. Aber eben auch seine Fehlbarkeit. Was macht Menschen zu Bastarden? Ist es deren Physis oder missratener Geist?
KJ
wh.
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