Wir sollten durchaus etwas gnädiger auf die Weltsicht unseren Vorfahren blicken. Erkenntnisse aus menschlicher Forschung zu Naturphänomen, wie etwa die Entstehung von Gewittern, konnten doch selbstredend erst gewonnen werden, als hinreichend gesichertes Faktenwissen dieses furiose meteorologische Geschehen erklärbar machten und Menschen somit schrittweise vom Glauben an Donnergötter sowie anderer Gottheiten der polytheistischen Religionen ablassen konnten.
Eigentlich, möchte man sagen, denn bis heute lebt der Bezug auf den Donnergott Donar/Thor in der Namensgebung unserer Sprache für den fünften Wochentag, dem Donnerstag weiter - Im Norden ist‘s der „Türsdei“, in Bayern/Österreich der „Pfinsta“. So erhalten sich mythische Bindungen an frühere Epochen unbeschadet der an die Jetztzeit angepassten Sprache.
was willst du denn von mir?, lieber karl,
ich glaube doch fest an den donnergott, und veranstalte stets donner-stags pünktlich um null uhr beginnend ihm zu ehren feste, genauso wie andere leute bis heute an andere gött:innen:er glauben, zb an freya, und an denjedenfalls feiern diese an übergötter glaubenden ihre natürlich je nach geschmack wiederum unterschiedlichen übergötter in recht seltsamen extra dazu errichteten bauwerken ab, in denen es nur symbolisch und nur abendmahlig zu essen und zu trinken gibt, und die leute unter endlosem aufstehen und wiederhinsetzen beten und singsangen, während sie in den pausen von einem erhöht stehenden irren in rabenschwarz gekleideten vogel ungefragt mit weltfremden bis völlig-bekloppten aber immer endlosen ohrengängigen litaneien zugekübelt werden, und am ende mit dem hitlergruß ähnlicher handhaltung ("manifektation") gesegnet wieder ins normale leben entlassen werden
(das hoscht du beschtimmt awwrer ach no nit gewuscht, oder?)
wh.