Lieber Ingo M.,

nicht entmutigt, sondern beharrlich weiterarbeitend - wunderbar - Danke!

„...das Kohärenz in Texten und Beschreibungen ohne semantische Interpretation misst.“

Das ist der formale und strukturbezogene Zugang, der auf Grund seiner formalen Natur auf verschiedene (im Einzelnen zu interpretierende) Inhalte anwendbar ist - auch das ist sehr gut!

Eine Bitte: kannst Du es uns auch als PDF schicken, so daß die Symbole und die Programmierung direkt wiedergegeben werden?

Viele Grüße

Thomas


Am 20.12.2025 um 14:39 schrieb ingo_mack <ingo_mack@web.de>:

ich habe nur "im zustand der Verärgerung" zum "BS" gegriffen.
selbstredend ist Aufgeben und Hinschmeissen keine Option, noch nie gewesen,..:)
aber dass ich desswegen freiwillig in den Kindergarten der Physik, Chemie, biologie
und Geowisenschaften gehe und dort meine Restlebenszeit mit sensationellen
aber vollkommen unerklärten Lerninhalten verbringe sehe ich abasolut nicht ein.
trotzdem Danke für die Links, (IT) ganz nett so weit aber ich habe etwas
andere Vorstellungen vom "learning by doing":)

als erstes Ergebnis:
ich habe meinem minimalresonator eine Prüfroutine zugefügt
damit solche gräßlichen Fehler wie bei dem "Fallbeispiel Kanonenkugel am seidenen Faden"-Experiment
sofort erkannt werden und zum Kollaps der Cluster führen.
zudem habe ichmir von Chatgpt einen 7-Tage Schnellkurs schreiben lassen
mit dem ich alle notwendigen und zutreffenden Formeln für das "Fadenpendel" semantisch und inhaltlich
begreifen, anwenden und aussprechen kann (falls ich das durchziehe:)

hier der verbesserte MinimalResonator

Ich gehe *in genau der gewünschten Reihenfolge* vor:

1.

  *Algorithmische Pseudocode-Routine* (klar, implementierbar, modelltreu)

2.

  *Formale Publikationsfassung* (wissenschaftlicher Stil, zitierfähig)

Beides ist *streng am Minimal-Resonator orientiert*, ohne Semantik, Ontologie oder externe Annahmen.

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I. Algorithmische Pseudocode-Routine


  Minimal-Resonator mit Bruchdetektion


    Ziel

Automatische Prüfung eines Quellenensembles auf:

*

  Resonanz

*

  Stabilität

*

  strukturelle Brüche

*

  resultierende Trägheit

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  1. Datenstrukturen

|Source s_i: phi_i // ordinale Phase R_i // Menge relationaler Anforderungen sigma_i // stabile innere Komponente (opaque, nicht benutzt) |

|Input: S = {s_1, s_2, ..., s_n} epsilon // Toleranz für Phasennähe |

|Output: ResonanceCluster : Boolean Stability : Boolean Breaks : Set of (i, j) Inertia : {high, low} |

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  2. Hilfsfunktionen


    Phasendistanz

|PhaseDistance(phi_i, phi_j): return ordinal_distance(phi_i, phi_j) |

  *Kommentar:*
  |ordinal_distance| ist *keine numerische Metrik*,
  sondern eine Ordnungsrelation („nah“ vs. „fern“).

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    Verträglichkeitsprüfung

|Compatible(R_i, R_j): if exists configuration satisfying (R_i ∪ R_j): return true else: return false |

  *Kommentar:*
  Keine Interpretation der Anforderungen,
  nur Prüfung auf *gleichzeitige Erfüllbarkeit*.

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  3. Schritt 1: Resonanzprüfung (Definition 1)

|CheckResonance(S, epsilon): for each pair (i, j) in S: if PhaseDistance(phi_i, phi_j) >= epsilon: return false return true |

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  4. Schritt 2: Stabilitätstest (Definition 2)

|CheckStability(S, epsilon): for each source s_k in S: S_prime = small_perturbation(S, s_k) if not CheckResonance(S_prime, epsilon): return false return true |

  *Kommentar:*
  |small_perturbation| verändert *Form, nicht Rolle*
  (z. B. Kürzung, Umformulierung, Detailverlust).

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  5. Schritt 3: Verträglichkeitsmatrix κ

|ComputeCompatibilityMatrix(S): for each pair (i, j) in S: if Compatible(R_i, R_j): kappa[i][j] = 1 else: kappa[i][j] = 0 return kappa |

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  6. Schritt 4: Bruchdetektion (Definition 3)

|DetectBreaks(S, epsilon, kappa): Breaks = empty set for each pair (i, j) in S: if PhaseDistance(phi_i, phi_j) < epsilon and kappa[i][j] == 0: add (i, j) to Breaks return Breaks |

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  7. Gesamtalgorithmus

|MinimalResonator(S, epsilon): ResonanceCluster = CheckResonance(S, epsilon) if ResonanceCluster == false: return { ResonanceCluster: false, Stability: false, Breaks: all, Inertia: low } Stability = CheckStability(S, epsilon) kappa = ComputeCompatibilityMatrix(S) Breaks = DetectBreaks(S, epsilon, kappa) if Stability == true and Breaks is empty: Inertia = high else: Inertia = low return { ResonanceCluster: true, Stability: Stability, Breaks: Breaks, Inertia: Inertia } |

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  8. Algorithmische Kernaussage

|Resonanz ≠ Tragfähigkeit Tragfähigkeit = Resonanz ∧ Stabilität ∧ (keine Brüche) |

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II. Formale Publikationsfassung

/(wissenschaftlicher Stil, minimal, anschlussfähig)/

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  Titel

*Der Minimal-Resonator: Ein formales Verfahren zur Detektion von Kohärenz, Stabilität und strukturellen Brüchen*

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  Abstract

Wir stellen ein formales Prüfverfahren vor, das Kohärenz in Texten und Beschreibungen ohne semantische Interpretation misst. Der Minimal-Resonator operiert ausschließlich auf relationalen Eigenschaften von Quellen und unterscheidet zwischen Resonanz, Stabilität und struktureller Verträglichkeit. Eine Erweiterung erlaubt die Detektion von Scheinkohärenz, bei der phasische Nähe trotz unvereinbarer relationaler Anforderungen vorliegt.

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  1. Quellenmodell

Gegeben sei eine endliche Menge von Quellen

S={s1,s2,…,sn}S = \{ s_1, s_2, \dots, s_n \}S={s1​,s2​,…,sn​}

Jede Quelle sis_isi​besitzt:

*

  eine stabile innere Komponente σi\sigma_iσi​, nicht expliziert,

*

  eine ordinale Phase ϕi\phi_iϕi​,

*

  eine endliche Menge relationaler Anforderungen RiR_iRi​.

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  2. Resonanz (Definition 1)

Ein Resonanzcluster liegt vor, wenn

∃ε>0:∣ϕi−ϕj∣<ε∀i,j\exists \varepsilon > 0 : |\phi_i - \phi_j| < \varepsilon \quad \forall i,j∃ε>0:∣ϕi​−ϕj​∣<ε∀i,j

Resonanz beschreibt phasische Nähe ohne Aussage über Wahrheit oder Bedeutung.

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  3. Stabilität (Definition 2)

Ein Resonanzcluster ist stabil, wenn es unter kleinen Störungen einzelner Quellen erhalten bleibt. Stabilität misst die Trägheit des relationalen Gefüges gegenüber lokalen Variationen.

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  4. Relationale Verträglichkeit

Jeder Quelle ist eine Anforderungsmenge

Ri={ri1,ri2,… }R_i = \{ r_{i1}, r_{i2}, \dots \}Ri​={ri1​,ri2​,…}

zugeordnet. Diese Anforderungen werden nicht interpretiert, sondern ausschließlich auf gleichzeitige Erfüllbarkeit geprüft.

Wir definieren die Verträglichkeitsfunktion

κij={1falls Ri∪Rj erfu¨llbar ist0sonst\kappa_{ij} = \begin{cases} 1 & \text{falls } R_i \cup R_j \text{ erfüllbar ist} \\ 0 & \text{sonst} \end{cases}κij​={10​falls Ri​∪Rj​ erfu¨llbar istsonst​
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  5. Struktureller Bruch (Definition 3)

Ein struktureller Bruch liegt vor, wenn

∃(i,j):(∣ϕi−ϕj∣<ε)∧(κij=0)\exists (i,j): \bigl(|\phi_i - \phi_j| < \varepsilon\bigr) \land (\kappa_{ij} = 0)∃(i,j):(∣ϕi​−ϕj​∣<ε)∧(κij​=0)

Der Bruch kennzeichnet Scheinkohärenz: Nähe ohne Verträglichkeit.

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  6. Trägheit

Trägheit liegt genau dann vor, wenn ein Resonanzcluster sowohl stabil als auch bruchfrei ist. Trägheit ist somit die zentrale Qualitätsgröße des Modells.

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  7. Ergebnisgrößen

Der Minimal-Resonator liefert:

*

  Resonanz (ja/nein)

*

  Stabilität (hoch/niedrig)

*

  Bruchmenge B⊆S×SB \subseteq S \times SB⊆S×S

*

  Trägheit (hoch/niedrig)

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  8. Diskussion

Das Verfahren benötigt weder Ontologie noch Semantik. Bedeutung wird nicht analysiert, sondern strukturelle Tragfähigkeit gemessen. Der Minimal-Resonator ist damit insbesondere geeignet zur Analyse narrativer, erklärender und KI-generierter Texte.

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  9. Schluss

Kohärenz ist nicht Nähe, sondern Nähe ohne Unvereinbarkeit.
Der Minimal-Resonator macht diesen Unterschied formal prüfbar.



Am 20.12.25 um 12:34 schrieb "Dr. Dr. Thomas Fröhlich" über PhilWeb:
nicht verzagen!!! Never give up!!!