Bezug:
Am 07.11.23 um 04:42 schrieb Karl Janssen über PhilWeb
Am 07.11.23 um 10:09 schrieb "Dr. Dr. Thomas Fröhlich" über PhilWeb

Das Geschriebene hat mich sehr gefreut. Nun tue ich jetzt das, was eigentlich verboten ist. Aber alle tun es, und merken es nicht einmal. Auch ich darf ein wenig als Betrachter von oben, unten oder von gleicher Ebene her Sätze schreiben, in einer weiteren Mail kann ich dann auf Teile eingehen. Das hat Karl nicht so gern.

Wenn ein Kind befragt wird, wie das Vorher der Sachen inklusive der Leute, des Geschehens, sein könnte, und eine Antwort gibt, dann sage ich sicher nicht von extern: Was für ein Unsinn. Ich sage auch nicht: Gut, du hast sehr gut auf die Rätsel hingewiesen. Aber ich sage: Das hast du aber ganz schön gesagt. Darf ich mich nicht des Bewertens enthalten? Schönfinden kann man auch Kunstgegenstände, Filme, obwohl man das mit ihnen Gesagte am liebsten nicht sehen, hören, oder gar mit bearbeiten will. Wenn Karl das was das Kind sagt, viel komplizierter sagt, das Thema sogar täglich bedenkt, dann kann ich dieses Denken nicht verwerfen. Auch wenn er demütig sagt, er hätte einen literarischen Zugang. Und nicht einmal, wenn Thomas diesbezüglich ein Wissen im Quadrat dazu hat, mit vielen zusätzlichen Wörtern. Und ich freue mich darüber, dass er nicht nur zitiert, sondern mitmacht, ohne Mondsprache, sondern mit Sprache der Ländereien, in denen wir leben. Ich freue mich jedoch auch, wenn einige die Sprache der Mathematik einsetzen.

Nur habe ich in wirklich schlimmen Auseinandersetzungen niemals gehört, dass das mehr als tausendseitige Wissen über Kommunikation z.B. des Jürgen Habermas irgendwie benutzt wurde geschweige denn, dass es erwähnt wurde. Befragt wurde er schon, nur die Fragesteller konnten die Antworten kaum in die Praxis umsetzen. Die Journalisten wollen einfache Sätze, und wenn ein Kanzler nach einer Sitzung mit den Kommunikationisten einen Satz dazu sagen müsste, wüsste er sicher einen.

Andererseits weist Karl darauf hin, dass das Wissen über die Ursprünge oft "nur" benutzt wird, um Böses damit zu veranstalten. Verschwindet eine Sache aus der Kausalkette, wenn gesagt wird, dass sie nur benutzt wurde? Genügt sie nicht den INUS-Bedingungen und deren Erweiterungen? Einer las in den Büchern der Geist-über-Materie-Personen den Satz "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen." Jeder hier weiß, wer das war. Für Arthur Schopenhauer ging die Kraft von der Materie aus, wenn ich mich nicht irre, er benutzte auch das Wort "Wille", zwar anders als Immanuel Kant. Und wenn ich mich erinnere, gehen viele noch von Kant aus, oder aber sie denken, dass sie durch seine Schule gegangen sind. Es ist aber sehr schwer, über diese Schule hinaus zu gehen. Jeder weiß, wie schwer es ist, als Musiker über die letzten Streichquartette eines Schubert, Beethoven zu gehen, es geht nicht viel komplizierter. Auch wenn es anders gemacht werden kann. Gibt es heute tausende auf dem Niveau eines Immanuel Kant, oder die an seinem Komplikationsgrad ansetzen? Übrig bleiben noch die Unbelesenen, die auch höchst kompliziert denken können, aber nichts produzieren, so wie der Mann von der Straße, wie ich einer bin.

JH