Für einen lupenreinen Positivisten beschränkt sich das geistige Potential des Menschen jedoch ausschließlich auf faktisch objektiv erkennbare, resp. messbare Leistungen des Gehirns, in diesem Zusammenhang also nur allgemeingültig verifiziertes Wissen. Diese wissenschaftstheoretische Grundposition bietet selbstredend keinen Spielraum für jegliche Art von Metaphysik und schränkt somit den mentalen Wissensraum auf gesicherte i.W. naturwissenschaftliche Erkenntnisse ein.
Moin Karl,
"Ich favorisiere zunächst die analytische Handlungstheorie, die unterdessen in der kulturalistischen Handlungstheorie aufgegangen ist.“ Damit hast Du mich zitiert, schreibst aber unverdrossen gegen „lupenreine Positivisten" an. Ich halte nichts von Metaphysik und Mystik, beschäftige mich dennoch mit ihnen. Wer analytische Philosophie und methodischen Kulturalismus für Positivismus hält, hat beide ignoriert und bleibt der Tradition verhaftet. Ich bewege mich entgegen Deiner Unterstellung auch im Spielraum der Metaphysik, indem ich bspw. Strukturen im Akutalunendlichen der axiomatischen Mathematik folge.
Über Gott, kosmische Intelligenzen o.ä. wollten wir hier sowieso nicht mehr reden, ebenso jede Art von kosmischer Ordnung, resp. Feinabstimmung ignorieren und allenfalls einem evolutionär gerichtetem Zufall zuschreiben.
Hast Du Dich je mit Selbstkonsistenzverfahren beschäftigt? In ihnen schaffen Zufallsprozesse ihre eigenen Einschränkungen, die sie wahrscheinlicher machen. Warum wiederholst Du Deine Vorurteile und bemühst Dich nicht um terminologische Klärungen zum besseren Verständnis? Auch über Gott, wie ihn Gödel bewiesen hat, haben wir hier wiederholt geschrieben. Versuch Dich doch mal an einer axiomatischen Metaphysik oder Theologie.
PS: Bezüglich der Handlungstheorie, insbesondere der Handlungsgründe wäre der psychologische Aspekt der Bedürfnisbefriedigung (Dopaminausschüttung) relevant, überhaupt die Triebgebundenheit des Menschen.
Die philosophische Handlungstheorie vermeidet psychologische Argumente. Ich hatte drei Doppel-Ebenen unterschieden, die individuelle, die gesellschaftliche und die galaktische: „Menschen machen konsonant stabilisierte Kognitionen cerebral integrierter Emotionen aus, Gesellschaften systemisch stabilisierte Handlungszusammenhänge sozial integrierter Gruppen und Galaxien materiell stabilisierte Wechselwirkungs-Zusammenhänge gravitativ integrierter Sternhaufen.“ Fällt „Bedürfnisbefriedigung (Dopaminausschüttung)“ nicht unter „cerebral integrierte Emotionen"? Auf selbststabilisierende Integrationen kommt es jeweils an, vom Kosmos über die Menschheit bis zu den Energiequanten.