hallo Waldemar,
diese "MetaPhysik in der Philosophie wird vermutlich
"ewig" weitergehen:).
hier ein Ansatz:
Wir beginnen mit der Betrachtung zweier gängiger Weisen, kritische
Metaphysik zu begreifen. Laut der ersten (und polemischen) Konzeption
analysiert kritische Metaphysik nichts anderes als die Form des Denkens
und verpasst damit den eigentlichen Punkt der Metaphysik, nämlich die
Form der Realität zu untersuchen. Laut der zweiten (und affirmativen)
Konzeption geht kritische Metaphysik von der angenommenen Einsicht aus,
dass die Form der Realität nicht anders sein kann als die Form des
Denkens, und es daher nicht notwendig ist, etwas anderes als diese Form
zu analysieren. Wir argumentieren, dass die erste Konzeption zu schwach
und die zweite zu stark ist. Anschließend skizzieren wir eine
alternative Konzeption der kritischen Metaphysik, die sowohl in Kants
B-Deduktion als auch in der Art und Weise zu finden ist, wie Barry
Stroud kürzlich die Möglichkeiten der Metaphysik untersucht hat. Laut
dieser Konzeption muss eine richtig verstandene kritische Metaphysik in
zwei Schritten vorgehen: Erstens muss sie die allgemeinste und
notwendige Form jeglichen Denkens untersuchen, das überhaupt auf eine
objektive Realität gerichtet ist; zweitens muss sie untersuchen, wie
diese Form des Denkens zu der Realität in Beziehung steht, die sie zu
repräsentieren beansprucht. Im Gegensatz zu Kant bleibt Stroud jedoch
skeptisch gegenüber der Möglichkeit eines zufriedenstellenden Übergangs
vom Denken zur Realität in der Metaphysik. Wir argumentieren, dass diese
Unzufriedenheit auf einer Vorstellung von Objektivität und Realität als
vollständiger Unabhängigkeit vom Geist zurückgeführt werden kann. Dann
skizzieren wir eine alternative Vorstellung von Objektivität und
Realität als Unterscheidbarkeit von Subjekten und Denkvorgängen und
argumentieren, dass es diese Vorstellung ist, die es Kant mit seinem
Transzendentalen Idealismus ermöglicht, den für jede zufriedenstellende
Metaphysik notwendigen Übergang zu vollziehen, nämlich den Übergang von
der Form des Denkens zur Realität.
(Quelle:
https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/dzph-2019-0006/html?lang=de
)
nur kurz, gruss
aus der Diaspora
ingo mack
Am 17.03.25 um 19:02 schrieb waldemar hammel über PhilWeb:
erade die meta-physik ist das geistige sumpfgelände,
aus dem immer
wieder die fast selben methano-philosophen gasblasen aufsteigen,
welche die philosophie vergiften,
und ich empfinde es geradezu als frechheit, den meta-blödsinn immer
noch als meta-PHYSIK zu bezeichnen (auch wenn ich um physik => physis
usw sehr wohl weiß)
meine frage an die metaphysik: wielange soll das noch weiterlaufen,
noch 100 jahre, 500, 1000 ? ewig ?
wh.