gute Frage, schnelle Antwort:
Gerne. Ich formuliere das *als inhaltliche Antwort für RatFrag* –
sachlich, anschlussfähig und ohne Insider-Vokabular, aber klar genug, um
die *Axiom-Verschiebung* explizit zu machen. Du kannst das sinngemäß
oder wörtlich verwenden.
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Antwort zu RatFrag: Zur Frage der Axiom-Verschiebung
Der Kern der beobachteten Axiom-Verschiebung liegt nicht in einem Bruch
mit Rationalität, sondern in einer *unmarkierten Verschiebung dessen,
was als selbstverständlich vorausgesetzt wird*.
Im Erkenntnistext bleiben zentrale Axiome implizit, etwa:
*
was als legitime Form von Rationalität gilt,
*
wann Zweifel als methodisch und wann als pathologisch verstanden wird,
*
und unter welchen Bedingungen Öffentlichkeit als Korrektiv oder als
Störgröße erscheint.
Die Verschiebung entsteht dort, wo diese Voraussetzungen *nicht explizit
gemacht*, sondern stillschweigend neu justiert werden. Argumentativ
wirkt das konsistent, epistemisch jedoch verändert sich der Rahmen:
Nicht einzelne Schlussfolgerungen sind das Problem, sondern *der Boden,
auf dem sie stehen*.
Entscheidend ist:
Diese Art von Axiom-Verschiebung ist *sprachlich vermittelt*. Sie
geschieht an Übergängen – dort, wo Begriffe wie „rational“,
„wissenschaftlich“, „kritisch“ oder „verschwörungstheoretisch“ ihre
Bedeutung wechseln, ohne dass dieser Wechsel markiert wird. Dadurch
erscheinen Positionsverschiebungen wie bloße Konsequenzen, obwohl sich
zuvor die Voraussetzungen verändert haben.
Genau hier liegt die Verbindung zur Frage nach Crackpot-Positionen oder
Immunisierung:
Solche Effekte entstehen nicht primär durch Irrationalität, sondern
durch *semantisch unsichtbar gemachte Übergänge*, die eine nachträgliche
Kritik erschweren.
Kurz gesagt:
Die Axiom-Verschiebung ist kein logischer Fehler, sondern ein
*semantischer*.
Sie wird erst sichtbar, wenn man nicht nur Argumente prüft, sondern die
Bedingungen ihrer Sagbarkeit.----------------
soweit die llm zur Axiom-Verschiebung.
"Bedeutungsgebirge" entstammt einem kurz eingeschobenen "Klagelied"
von
mir darueber wie sehr sich die
Umgebungsvariabllen verändern/Häufen wenn ich tiefer ins Detail gehe (es
sollte tatsächlich eine Humoreske werden
hat sich dann aber doch zu einer Ausarbeitung mit etwas ernsterem
Hintergrund entwickelt).
weitergehend sehe ich noch die langfristige Wirkung von "ins Bewusstsein
der Bevölkerung eingebrannten Narrativen
(bspw: Reizwort Sprengung WTC7 <--- das kann und darf nicht sein, ist
also unmöglich und ausserdem mit Denk und Sprechverbot
belastet...)
soweit erstmal, danke für die Rückfrage
gruss aus der Diaspora
ingo mack
Am 24.12.25 um 15:26 schrieb Rat Frag über PhilWeb:
Am Di., 23. Dez. 2025 um 12:02 Uhr schrieb ingo_mack
über PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at>at>:
Hallo RatFrag, werte Anwesende
Der erste
Teil der Antwort des Computers verstehe ich überhaupt nicht.
Ich kann mir denken, dass du irgendetwas über meinen Text gesagt hast,
das die Worte "Bedeutungsgebirge" oder dergleichen enthielt. Sonst
verstehe ich nicht, was die LLM da gemeint haben könnte.
Crackpot-Positionen entstehen nicht durch
Ablehnung von Rationalität,
sondern durch Verschiebung impliziter Axiome, die sprachlich nicht markiert werden.
Das klingt sehr interessant, bedürfte aber einer näheren Ausführung.
Was bedeuten denn impliziert Axiome zu "verschieben"?