Am 14.11.2025 um 10:51 schrieb Rat Frag
<rat96frag(a)gmail.com>om>:
Am Fr., 7. Nov. 2025 um 15:51 Uhr schrieb tessmann--- über PhilWeb
Etwas in Augenschein nehmen und eine Messung
anstellen sind nicht vergleichbar. Den Augenschein ermöglicht uns einfach der Sehsinn.
Eine Messung dagegen erfordert methodisches Vorgehen.
Jede Messung ist theoriegeladen, d.h. ihre Korrektheit setzt eine bestmmte Theorie
darüber, wie die Dinge funktionieren, voraus.
Das war nicht die Frage; denn ich hatte geantwortet auf Deinen Satz:
„Wenn wir z. B. eine Messung anstellen oder etwas in Augenschein nehmen, dann kommen wir
(abzüglich Fehler) zum selben Ergebnis.“
> Durch Messhandlungen können übereinstimmende
Ergebnisse erzielt werden, wenn sie methodisch korrekt ausgeführt werden. Durch bloßes
Denken können weder Sinnesempfindungen noch Messergebnisse erlangt werden
Relabilität, also die Eigenschaft, bei verschiedenen
Messungen das selbe Ergebnis zu erzielen, ist etwas anderes als Validität, also die
Übereinstimmung zwischen Messergebnis und Wirklichkeit.
Das war nicht die Frage; denn ich hatte geantwortet auf Deine Frage:
„Gibt es Dinge, die man durch Nachdenken und Erkenntnis als „richtig" erfassen kann
oder nicht?“
Ich hatte mich wiederholt zum meth.-konstr. Vorgehen bekannt und beziehe mich darauf, wenn
ich von „methodisch“ schreibe. Du scheinst der analytischen Wissenschaftstheorie zu
folgen, die von den meth.-konstr. Wissenschaftstheoretikern zu Recht als
oberflächlich-affirmativ kritisiert wurde. Insofern werden wir weiter aneinander vorbei
schreiben, solange Du nicht einmal Deinen Rahmen sprengst. Ich kenne die Analytiker
natürlich, halte ihren Ansatz aber für zu eingeschränkt.
IT