Am 24.01.2026 um 14:22 schrieb Arnold Schiller über
PhilWeb <philweb(a)lists.philo.at>at>:
Eine LLM denkt nicht aber ist zweifelsfrei
Mathematik. Sie rechnet mit Sprache.
Aber indem sie das tut, zwingt sie uns, die
einfachsten Fragen neu zu stellen: Was heißt es eigentlich zu denken? Was ist Verstehen?
Und was macht uns als sprechende, fühlende und handelnde Wesen in einer gemeinsamen Welt
aus? Wie viel unseres eigenen „Denkens“ tatsächlich ein Folgen von Sprachmustern und
-regeln ist. Wo die Grenze liegt: Alles, was darüber hinausgeht – die Verwurzelung in
einem Körper, die Begegnung mit der widerständigen Realität, die Fähigkeit, etwas zu
meinen oder zu empfinden – bleibt dem Menschen vorbehalten.
Wir schreiben aneinander vorbei; denn mir geht es nicht um KI, sondern um die die
Lebenswelt übersteigende Mathematik, wobei ihre Methoden in der Physik weit ins Weltall
und tief in den Organismus hineinreichen. Die Umgangssprache dagegen bleibt auf das
verbale Verhalten in der Lebenswelt beschränkt, die ich natürlich anerkenne und nicht
bestritten, sondern ausdrücklich hervorgehoben habe.
IT