Hallo IT, werte Anwesende, hallo Welt
die Unterscheidung zwischen entdeckter und entwickelter Mathematik ist
tatsächlich ein spannendes Thema. Konstruktive Mathematik zeigt, dass
Mathematik durchaus auch entwickelt werden kann, indem wir neue
Strukturen erschaffen, die vorher nicht existierten.
(Die hier von mir getroffenen Aussagen basieren auf einer langen
„Unterhaltung mit KI“; mein Archiv umfasst ca. 1.200 Seiten *pdf der
letzten fünf Monate). KI = „Entdeckung einer Naturkonstante?" :); Spaß
beiseite: KI ist in meinen Händen vermutlich lediglich ein noch
feinabzustimmendes Werkzeug der Mustererkennung und muss nicht zwingend
zur realen Wahrheitsfindung beitragen. Mir macht es Laune, „in etwa“ auf
Augenhöhe den Diskursen im PhilWeb und anderswo folgen zu können.
Im Vergleich zur Technik sehe ich Mathematik ähnlich wie Dessauer: Sie
ist eine Schöpfung aus menschlichem Denken, aber in einer abstrakteren,
formaleren Dimension. Technik wendet Ideen auf die physische Welt an,
Mathematik hingegen fungiert oft als formales, ideales System, das durch
menschliches Denken und Struktur gestaltet wird, ohne direkt an
physische Realitäten gebunden zu sein.
Zentraler Streitpunkt bleibt also: „ohne direkt an physische Realitäten
gebunden zu sein.“ („Qui bono?“ ist hier eine sinnvolle Frage: Auch wenn
Mathematik formal und ohne direkten Bezug zur physischen Realität
existiert, dient sie als Werkzeug zur Erkenntnis, zur Modellierung der
Welt und zur Schaffung von Innovation. Ihr Nutzen liegt weniger in der
materiellen, sondern in der epistemischen und kulturellen Wirkung.)
Vielleicht eine kleine Ausweitung der „komfortablen PhilWeb-Trägheitszone“…
gruss aus der diaspora
ingo mack
Am 02.02.26 um 20:02 schrieb tessmann--- über PhilWeb:
Mathematik wäre analog formales Sein aus Ideen durch
finale Gestaltung und Bearbeitung aus menschlichen Gedanken.
IT