Am 28.03.25 um 08:08 schrieb Ingo Tessmann über PhilWeb:
Am 28.03.2025 um 03:51 schrieb Joseph Hipp über
PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at>at>:
Kann nicht auch gesagt werden, dass dieses implizite Denken, gemäß
dem "die anderen" noch nicht ... angelangt sind, zu vielen
Streitereien führt, die ohne dieses Denken nicht möglich wären? (5)
Hi JH,
„Philosophische Probleme entstehen, wenn die Sprache feiert“, also
führen wir „die Wörter von ihrer metaphysischen wieder auf ihre
alltägliche Verwendung zurück“; denn: „wovon man nicht sprechen kann,
darüber muss man schweigen“, beendete Wittgenstein ja seinen Tractatus
— und entging so sinnlosen Streitereien. Nach Logik und Ethik kam für
ihn das Mystische, das nur noch „gezeigt" werde könne — durch
Mathematik und Musik sowie in den experimentellen Wissenschaften und
bildenden Künsten etwa, wie ich meine. Andererseits gibt es
hinsichtlich der Mathematik, Musik, Poesie und bildenden Künsten keine
ständigen Vorwürfe darüber, ihrem ungewöhnlichen Denken und Tun ggf.
nicht mehr folgen zu können. In der Poesie feiert die Sprache
ebenfalls — und es wird dabei belassen. Sollten auch Philosophierende
mehr Gelassenheit und künstlerische Freiheit zulassen? Warum wird
literarisches Philosophieren engstirniger betrieben als Literatur
allgemein? Liegt es am jeweiligen Verhältnis von Talent, Bildung und
Zufall? Gibt es überhaupt so wie musikalisches etwa genuin
philosophisches Talent? Mir sind keine seriösen Untersuchungen dazu
bekannt.
IT
Die Antwort ist trotz Zitieren der Frage 5 ist auch ein Bezug auf die
erste Frage: In der Antwort des IT ist implizit enthalten, welche
Bereiche nun in den transzendentalen Bereich gehören: Mathematik, das
Mystische, Kunst und vieles mehr. Demnach dürfte er mit KJ einerseits
einverstanden sein, dass Mathematik nicht intelligibel ist, andererseits ...
Die weiteren Fragen von IT sind höchst interessant.
JH