Am 31.03.2025 um 13:39 schrieb ingo_mack über PhilWeb
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werte Leidensgnossisten*innen,
geschätztes Auditorium, hallo Rest der Welt.
ein Gedicht
entstanden aus Ohnmacht und Verständnisunschwangerer "losigkeit
und im Überschwang eines Morituriusses kurz vor Toresschluss
doch noch mal was zu sagen zu haben.. ahmm.. was wollt ich? ah..
Gedicht: Selbstheit, Zweifel und der faustische Pakt:
Selbstheit, ein Gefühl, das tief in uns ruht,
ein stiller Fluss, der uns stets bewegt.
Doch die Gewissheit, die starr in uns wohnt,
führt nicht zum Leben, das in Freiheit lohnt.
Der Zweifel, der uns begleitet im Gehen,
lässt uns immer wieder das Leben verstehen.
Fragt, wo Klarheit regiert,
zeigt uns den Weg, der uns wirklich verführt.
Wahre Stärke liegt im Suchen, im Streben,
nicht im klammern an alternativlosem Leben.
Wo Gewissheit erstarrt und der Geist sich verwehrt,
wird der Mensch in der Starre von Zweifeln verehrt.
Alter mag uns schwächen im Tun,
doch im Denken bleibt in uns ruhende Kraft,
Der Zweifel als unser steter Begleiter,
entbehrt uns der Starre, macht den Weg breiter.
In einem Leben, das in Frage gestellt,
ist Wahrheit immer neu und niemals verkehrt.
So führt furchtloser Zweifel
alle Ängste zum Teufel.
gruss aus der Diaspora
ingo mack
Am 31.03.25 um 11:11 schrieb Ingo Tessmann über PhilWeb:
Selbstheit ist ein unhintergehbares Gefühl, aber
Selbstgewissheit
mündet eher in Starrsinn und Dogmatismus als dass sie zu einem
gelingenden Leben beitrüge. Lebenslanger Selbstzweifel im
Sich-zu-Sich-Verhalten ist es gerade, der den Lebensprozess immer
wieder kritisch in Frage stellend und verbessernd voranbringt.
Natürlich kommt es dabei auf das ausgewogene Verhältnis zwischen
Gewissheit und Zweifel an. Verschlechtert sich auch der physische
Lebensprozess naturgemäß mit dem Altern, kann er denkend dennoch
verbessert werden — und der eingefahrenen Selbstgewissheit weiter mit
Zweifel begegnet werden.
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