Am 29.03.2025 um 04:49 schrieb Karl Janssen über PhilWeb:
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Am 28.03.2025 um 03:51 schrieb Joseph Hipp über
PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at>at>:
Am 28.03.25 um 03:01 schrieb Karl Janssen über PhilWeb:
an Waldemar Hammel:
Gänzlich anders verhält es sich mit jenem
Themengebiet, dass die messbare,
abzählbare, somit empirische Lebenswelt
übersteigt. Menschen wie Du,
die keinen inneren Zugang zu dieser intelligiblen Sphäre haben,
können deren immer nur individuell wahrnehmbare Zeichenbedeutung
letzlich nur als hypersemiotisches System annehmen, da dieses aus pur
positivistischer Perspektive schlichtweg keine „Rechenschaft über
sich selbst“ erkennen lässt.
In der Wendung:
"jenem Themengebiet, dass die messbare, abzählbare, somit empirische
Lebenswelt übersteigt"
ist eine Erweiterung des "messbar, abzählbar" auf "empirische
Lebenswelt". Gemäß einiger oder aller (?) Mathematiker gehört "die
abzählbare Welt" gerade nicht zu der "empirischen Welt", eventuell
sogar zu einem Teil der von dir angesprochenen metaphysischen Welt.
Was sagte Aristoteles dazu?
An Aristoteles habe ich nicht gedacht, als ich diesen Passus (durchaus
salopp und gewohnt verschraubt) schrieb. Diesbezüglich bezog ich die
intelligible Sphäre als jenes Themengebiet, das sich der Gedankenwelt
dieses irdischen Gegenstandsbereichs (platt ausgedrückt: dem
Umgangssprachlichlichen, dem üblichen Alltagsdenken entzieht. Somit
ist dieses Thema in der Metaphysik verortet, dem eigentlich nur
gedanklich, also geistig zugänglichen Bereich dem sog. Intelligiblen.
Diese Sphäre ist demnach keinem (Er)Messen, Abzählen, Erzählen,
sondern oberflächlich nur der Vermutung und unglücklicherweise blindem
Glauben zugänglich.
lieber karl,
ich sehe das obige (als misanthrop und andere misos... hihi) anders:
das messbare, abzählbare usw IST für mich die haptische, odorische etc
welt-an-sich, und NUR davon ausgehend denke ich dann über die welt
"intelligibel" nach, denn mein hirn ist nicht dazu evolutionär
konstruiert, um in "metaphysischen sphären" frei herumzuspinnen, sondern
einzig dafür, mit der welt, so wie sie mir qualitativ, das quantitative
im qualitativen eingeschlossen, vorliegt, möglichst überlebensfördernd
umzugehen und fertigzuwerden - ich nehme die abzählbare usw. welt
sozusagen ernst, und betrachte sie keineswegs als "anreger" zu gedanken,
welche darüber hinausweisen.
von dieser vorliegenden realen welt kann ich mir aber nur durch die
physikalischen SIGNALE, welche von ihr ausgehen und meine
wahrnehmungs-organe involvieren, ein wahrnehmungsorgane-
INFORMATIONELLES abbild machen, dass in meinem hirn dann
nachrichten-über-welt evoziert, die sich mein hirn dann zur
vermeintlichen rundum-kompletten außenwelt zusammensetzt, womit mein
hirnbild von welt NICHT und NIE mit der tatsächlichen welt, so wie sie
tatsächlich ist, eins zu eins übereinstimmt, im gegenteil, meine
körperliche-wahrnehmungs ausstattung und mein hirn sind sogar lediglich
dafür evolutionär konstruiert und optimiert (das liegt an der
funktionsweise der evol. mechanismen), mir aus
welt-so-wie-sie-tatsächlich-ist nur das herauszudetektieren, was für
mich überlebens-relevant sein mag - das ist im grund schon alles
als mensch habe ich dann noch die möglichkeit, physik und verwandtes zu
treiben, was heißt, ich kann die signalewelt so wie sie tatsächlich ist,
mithilfe physikalischer methoden erweitert abfragen, und aus ihren
reaktionen auf meine abfragen so ein erweitertes wissen über
die-welt-an-sich aus ihr "heraus-kitzeln", das ich zu meiner
hirnlich-erlebbaren welt von welt-an-sich hinzufüge, und so ein immer
mehr erweiterbares hirnliches wissen über welt-an-sich erzeuge oder zu
erzeugen glaube - in dem bisher gesagten, steckt erstmal nichts
metaphysisches drin
metaphysik benötige ich erst dann, wenn ich mir das mit physik-methoden
aus welt-an-sich zusätzlich und somit wahrnehmungsfern herausgekitzelte
"rohmaterial" hirn-gedanklich und hirn-logisch konsistent begreiflich
machen will, um zb hirnliche ("kognitive") widersprüche zu vermeiden,
wozu ich eine seit kleinkindheit in mich eingebaute
quasi-zweitsprache/kunstsprache nutze, "mathematik" und verwandte
genannt - daher würde ich mathe als "metaphysischen überbau" der physik
sehen - bedeutet dann, die physik kommt mit ihrer höchsteigenen
metaphysik daher, welche sich von der etwa philosphen metaphysik dadurch
sehr wesentlich unterscheidet, dass physik-metaphysik im rahmen auch
ihrer letztlich begrenzten möglichkeiten tatsächlich "erhellt", aufklärt
und erklärt, während die philosophe metaphysik weitgehend das genaue
gegenteil davon macht, indem sie verdunkelt, ins absurde hineinführt,
immer wieder prinzipiell-unbeantwortbare fragen als DIE eigentlich
wichtigen fragen hervorkehrt usw.
das oben gesagte zusammenfassend könnte man daher mir einigem recht
sagen, ALLE philosophen fragen und probleme sind letztlich auf der
grundlage von physik und verwandten naturwissenschaften beantwortbar und
auflösbar, und alle philosophen fragen, die
physik-nicht-zumindest-grundsätzlich beantwortbar sind, und das sind
unter anderem gerade die philosoph vermeintlich tiefgründigsten, sind
teil der philosophen -unsinnigen- metaphysik, welche zusätzlich
verdunkelt statt aufzuhellen
---
und natürlich hat auch die physik-metaphysik inform mathematik ihre
eigenen probleme, zb gibt es zwei bereiche davon, die nicht 1:1
zusammenpassen: die "ideale mathe" (etwa: idealer kreis), welche sich
sozusagen auch in vorerst-noch unbekanntes terrain hinausdenkt, und die
(von mir sog) "thermodynamische mathe", = anwendungenbezogene
("praktische") mathe, die probleme der wirklichen-welt "beknabbert",
zb
im ing-bereich usw, zb ist der "ideale kreis" nicht gleichzusetzen mit
dem "thermodynamischen kreis", der ein n-eck aus plancklängen
zusammengesetzt ist
Ein anderer Zugang wäre das von mir benannte „in
Resonanz kommen“
durch Kontemplation, für Christen ggf. durch Gebet, für andere durch
Meditation u.ä. Vertiefungen geistiger Art.
physikalisch, in diesem fall physik-medizinisch-neurologisch, lässt sich
diese vermeintliche resonanz-mit-äußeren-entitäten ganz einfach erklären
als tatsächliche funktionale resonanz mit tieferliegenderen
hirnschichten ("quasi-synästhesie"), die im rahmen "illusionäre
verkennung" dann als äussere, ich-ferne entitäten fehlgedeutet werden
(etwa "meditation") = so werden ua "götter" gemacht
Das wird hier nicht gerne gehört, wenn ich von Feldern
spreche, mit
denen man einzig durch mentale Prozesse in Verbindung (quasi
Überlagerung von Wellen) vergleichbar mit der physikalischen sog.
konstruktiven Interferenz. Umgangssprachlich sagt der Volksmund „auf
gleicher Wellenlänge sein“ wenn man sich gegenseitig versteht, wenn
die „Chemie stimmt“. Was anderes als (Informations-)Felder sollten
denn die von mir benannte intelligible Sphare konstituieren? So
jedenfalls stelle ich mir diese geistige Ebene vor. Und wenn die
Menschen von einem Gott reden, sich gar als dessen Ebenbild wähnen,
kann es dabei niemals um materielle, sondern einzig um geistige
Körperlichkeit, eher noch um Geist-Gestalt gehen.
wenn das bewusstsein mit eigenen tieferliegenden hirnschichten zeitweise
in echter zumindest teilresonanz steht, sodass es diese auslesen kann,
ist es nicht erstaunlich, dass man dann auch das erleben von
gemeinsamen, verbindenden "feldern" etc hat, und das mitunter sehr
deutlich sogar - wenn ich zb, durch mein automatisches hirnsystem
instruiert (blutzuckerwert im blut etc), "hunger" im bewusstsein erlebe,
bin ich, der mechanismus mir völlig bewusst-unbekannt bleibend, mit
diesem automat-system meines hirns in resonanz von feld-qualität, und
erlebe das auch entsprechend
und weiter dazu anzumerken: der vergleich solcher neurologischen
vorgänge mit, ums sprachlich ausdrücken zu können, physikalischen
begriffen wie "resonanz", "feld" usw ist ein reiner analogie-vergleich
mit dem ich begriffe gleichsetze, aber nicht die tatsachen, was
bedeutet, ich habe im etwa meditationsfall tatsächlich natürlich keinen
connect, keine resonanz, kein gemeinsames feld mit "höheren
außerhalb-von-mir mächten", sondern das ganze spielt sich lediglich
zwischen unterschiedlichen hirnteilen und im rahmen normaler neurologie
ab, dasselbe etwa eben beim gott-erleben als allgeborgenheitsgefühl usw,
das ganze "informationelle konstrukt" spielt sich zwischen hirnteilen in
meiner medulla-oblongata ("verlängerten rückenmark") und meinem
wachbewusstsein ab, und hat keinerlei zugriff oder kontakt oder resonanz
zu "höheren, außerhirnlichen mächten"
Ich höre es schon wieder: Da spricht einer von
Geistern und Göttern
wie der Blinde von der Farbe. Es ist hier genug zu und über
Gottesvorstellungen geschrieben worden, eigentlich ist alles zum
vielfach wiederholten Mal erörtert und diskutiert. Warum nur verfällt
man immer auf‘s Neue auf diese anthropomorphen Denkmuster?
wir fallen hier immer wieder zum teil auf dieselben themen zurück, weil
man ein jedes davon natürlich unter den verschiedensten aspekten
"beleuchten" kann, nur bei themen wie beim gott-thema sind wir uns als
uneinig-einig fast völlig einig, indem gott für mich im verlängerten
rückenmark sitzt, und für dich irgendwo und irgendwie im weltall oder
sogar jenseits davon, wobei letztere idee ich dir möglicherweise?,
hoffentlich? schon einigermaßen abgewöhnen konnte, mit dem hinweis, dass
ein gott außerhalb der welt befindlich keinerlei ww mit welt hätte und
insofern für welt samt inhalten welt-nicht-existent = irrelevant ist.
vielleicht neigst du deshalb neuerdings eher zur multiversen-auffassung?
mein "theo-logischer rat" wäre weiterhin, das gott-gefühl
(wissenschaftlich korrekt) als hirngemacht anzunehmen, und zwar als
bestandteil unserer lebewesen-notwendigen selbstreferenz, wie etwa auch
unser "ich-gefühl",
[ selbstreferentes ich | hautoberflächen-grenze | dahinter welt | und
dahinter götter und/oder andere höhere wesen ],
alles im ein und selben hirn auf neurologisch-physilologischer basis
produziert, zirkuliert, und wie auch immer verarbeitet.
So eben auch die Möglichkeit, die Bedeutung von
Transzendenz
nachzulesen. Dieser Begriff leuchtete mir sehr schnell ein, als ich
ihn zum ersten Mal richtig zu verstehen hatte. Es geht dabei um ein
Übersteigen der körperlichen Gegenständlichkeit dieser realen
Lebenswelt, eben hinein oder hinaus in das benannte Intelligible.
der begriff transzendenz leuchtet mir als gegenteil von ciszendenz als
begriffsbildung völlig ein, aber auch -nur- als eben sprachliche
begriffsbildung, wie etwa auch "dreieckiges vielhorn-huhn", ich
bestreite nur und lediglich, dass es zum begriff transzendenz
irgendwelche realen referense gibt, weil ich eben nicht mein denken "ins
jenseits-hinein über-denken" kann, mein wahrnehmen nicht
"über-wahrnehmen" kann, usw - ich kann meine eigene neurologische
ausstattung nicht überneurologisch übersteigen, um so in transzendente
bereiche zu gelangen, geht einfach nicht, ist unmöglich = was immer ich
im transzendentalen zu "espern" vermeine, ist ebenfalls teil meiner
normalen neurologie und ihrer funktionen, liegt also diesseits im
ciszendentalen bereich der nur vermeintlichen grenze zwischen cis- und
trans- zendental, anders und ganz primitiv gesagt, ich kann meinen geist
sowenig wie meinen körper verlassen, über-steigen.
wh.
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