Am 01.02.2026 um 12:36 schrieb Rat Frag über PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at>at>:
Am Di., 13. Juli 2021 um 13:58 Uhr schrieb Ingo Tessmann <tessmann(a)tu-harburg.de>de>:
> Warum sollte eine Kausalitätstheorie daran nicht
anknüpfen können?
Ich hatte geschrieben: "der Impulserhaltung entspricht die Homogenität des Raumes,
die Zeitsymmetrie entspricht der Energieerhaltung; dennoch gibt es vielerlei stochastische
Kraftgesetze. Warum sollte eine Kausalitätstheorie daran nicht anknüpfen können?"
Das würde bedeuten, dass man allein aus der Tatsache,
dass es Kausalität gibt, über die Noether-Theoreme schlussfolgern kann auf die Existenz
von Symmetrie-Eigenschaften. Für mich wirkt das doch sehr kantisch.
Ich sehe darin eher einen Strukturrealismus physikalischer Theorien. Nach Noether können
Zeitsymmetrie und Energieerhaltung als äquivalent angesehen werden. Kausalität wird dabei
lediglich als Zeitordnung vorausgesetzt, aus der nicht schon ihre Symmetrie folgt.
Es gibt also verschiedene Konzeptionalisierungen von
Kausalität. Doch was folgt daraus?
Dass es auf den jeweiligen Kontext bzw. die Theorie ankommt, innerhalb derer Kausalität
verstanden wird. Aber gilt das nicht für alle Worte?
IT