hallo thomas,
bezüglich katalyse bist du auf'm völlig falschen schiff, sonst würden
wir hie nicht einmal schreiben können, denn (einfache KI anfrage):
=> Nein, Katalyse in der Natur ist keinesfalls die Ausnahme, sondern
vielmehr*die grundlegende Regel*. Kaum ein (zb) biologischer Prozess in
Lebewesen würde ohne Katalyse funktionieren.
Chemie.deChemie.de +1
Hier sind die wichtigsten Fakten zur Katalyse in der Natur:
* *Enzyme als Motoren:*Die Natur nutzt Enzyme (Biokatalysatoren), um
komplexe chemische Reaktionen mit extrem hoher Präzision und
Geschwindigkeit zu steuern.
* *Grundlage des Lebens:*Nahezu alle lebensnotwendigen Prozesse, wie
Photosynthese, Atmung oder Stoffwechsel (Energiegewinnung aus
Nahrung), basieren auf katalytischen Reaktionen.
* *Effizienz:*Enzyme können Reaktionen um mehr als das Tausendfache
beschleunigen, indem sie die Aktivierungsenergie herabsetzen.
* *Beispiele:*Die Umwandlung von CO2 und Wasser in Sauerstoff und
Kohlenhydrate in Pflanzenblättern ist ein zentrales Beispiel für
natürliche Katalyse.
DocCheck FlexikonDocCheck Flexikon +4
*Zusammenfassend:*Während Katalysatoren in der Industrie als
"Hilfsmittel" eingesetzt werden, sind sie in der Biologie das
fundamentale Prinzip, ohne das Leben nicht möglich wäre. <=
-------
dass in natura stets ALLE "reagierbarkeiten" durchgespielt werden, wenn
aus edukten => produkte entstehen, aus denen erst nachfolgend weitere
ww`s sich einzelne produkte aus der produktewolke zu weiteren ww's
heraus-klauben,
ist genau dem modell entsprechend, dass eine jede ablaufende ww erst
einmal als produkt keine an-sich-realität erzeugt, sondern eine
wahrscheinlichkeiten/potentiale-wolke *(-XXX-)*, aus der (schlicht
geschildert, die sache ist viel komplexer) nachfolgende ww's
einzelne potentiale heraus-picken und weiterverarbeiten /dabei sind ua
ww-widerstände als selektoren wichtig, die ihrerseits "entropisch"
völlig anders funktionieren, wie übliche widerstände, an denen
"abfallwärme" gebildet wird/,
was diesen herausgepickten potentialen dann -stets bereits wieder
vergangene existenz- verleiht, denn die modifizierenden ww`s darauf
laufen ja weiter (wir reden bei "existierendem"
stets und immer nur über existiert-habendes/ = längst schon per weiterer
ww's darauf wieder vergangenes/, und schon auch das ein riesenproblem
beim erkennenwollen von nur-vermeintlich aktueller welt quasi "im status
nascendi"/
zb messproblem, schrödingers unschärfe, "verschränktheiten", uvmehr
eingeschlossen)
[ beispiel: ich will über ein A sprechen, welches eben gerade als
existierende gegenwart aufgetaucht erscheint, doch dieses -ehemalige- A
hat sich währenddessen per 10 hoch 44 planck-ww's pro sekunde darauf
längst in ein A 10 hoch 44
vom ursprünglichen A differentes verwandelt, sodass ich über A sprechend
über eine längst nicht mehr existierende schimäre spreche / krass auch
bei kosmischem, denn ALLES, das wir von und über kosmos wissen und
jemals werden wissen können,
ist ganz schlicht stets vergangenes, von dem wir nicht wissen KÖNNEN,
wie es jetzt/aktuell darum steht, da wir stets und unabwendbar schon
rein raumzeitlich (geschweige denn eigenschaftlich = semantisch) nur in
historischen,
längst vergangenen abfallhaufen herumbuddeln können/ selbst eine
lichtlauf-sekunde (ca bis zum mond) ist bereits (licht unrichtig als
lichtstrahl ansehend) 10 hoch 44 planck_ww's in die längst-vergangenheit
vom aktuellen entfernt -
das problem ist klar: wir MÜSSEN zwangsläufig und IMMER von vergangenem
auf zukünftig-mögliches schließen, dabei ist uns aber oben-XXX im weg,
und zweitens genau unser "geheiligtes" ursache-wirkungs prinzip, denn ww
ist eben
keine noch so nahe beieinander liegende ursache-wirkung (newtons 3.
prinzip "actio=reactio" makrophysikalisch = in unserer mesowelt, richtig
und gültig, mikrophysikalisch aber = (planck)ww = falsch und ungültig) ]
-------
und der begriff "wechselwirkung" ist in meiner sprachwahl IMMER rein
technisch/physikalisch/"planck'sch" gemeint, also genau nicht wie bei
dir, metaphorisch/metaphysisch/alltäglich als ersatz/replace für ursache
und wirkung/, und das,
weil ww etwas völlig anderes ist, als zb das raumzeitiche
fast-zusammenfallen von ursache+wirkung (stelle dir "echte ww" =
"planck-ww", einfach als eigene mikrophysikalische entität vor)
wh.
------------------------------------------
Am 04.03.2026 um 07:58 schrieb "Dr. Dr. Thomas Fröhlich":
Lieber Waldemar,
Danke für Deine Beschreibung. Ich halte sie für zutreffend und schlage
vor, sie um eines zu ergänzen: Wechselwirkung.
Gedankensprung: aber das hast Du doch seit je gesagt!
Ja, und diese Wechselwirkung ist gegenüber den Beteiligten, Solange
sie noch nicht im wechselseitigen Wirken und Bewirkt-Werden engagiert
waren etwas Neues. Dieses Neue, eben die Wechselwirkung oder das
wechseleitige aufeinander Einwirken ist für weiteres Wirken und
Wechselwirken der Nährboden. Es ist – zusammen mit den beteiligten
Aktueren die Quelle für weiteres mögliches Wechselwirken.
Als Chemie-Begeisterter und -Kenner sind Dir die gemischten Ausbeuten
chemischer Synthesen vertraut: es sind fast immer Gemische mit einer
ungefähren Verteilung, so gut wie nie einfache Edukt-Produkt-Folgen.
Die Beteiligten als Quelle erzeugen also Verteilungen. Katalyse
schränkt das Spektrum ein und beschleunigt, aber sie ist in der Natur
die Ausnahme, nicht die Regel.
Die Quellen sind also nicht einfache Ursachen, sondern, wie Arnold (zu
“Atomen”) schrieb, Potenziale, aus denen sich ein Spektrum von
Verwirklichungen im Sinn der Produkt-Verteilungen ergeben.
So viel in Kürze,
Viele Grüße,
Thomas
Am 03.03.2026 um 16:15 schrieb waldemar hammel
über PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at>at>:
hallo in die runde,
das "messproblem" (einer meiner in der physik lieblings-fakes = wir
tun so, als könnte man mikrophysikalisch etwas "messen") stellt sich
für mich sehr viel einfacher dar:
(1) makrophysikalisch ist exaktes messenwollen von irgendetwas
jederzeit möglich, und notfalls, so wird es meist ja auch gemacht,
nimmt man eine ganze messreihe zum selben messobjekt, und mittelt
dann "bruteforce, .
(2) mikrophysikalisch ist indes exaktes messenwollen unmöglich
aufgrund der steten unruhe der untereinander wechselwirkenden
planckquanten, welche ua. dem messobjekt samt der messeinrichtung
überhaupt erst in form ihrer steten wechselwirkungen reale existenz
verleihen. diese reale existenz ist aber nicht primordial gegeben,
sondern besteht primordial lediglich in form einer
wahrscheinlichkeiten-wolke/ potentialewolke, aus der "wechselwirkende
treffer", zb durch messung, dasjenige herausselektieren, was
realisiert wird und gemessen werden könnte, = KÖNNTE, wenn nicht noch
feynmansche pfadintegrale und schrödingersche unschärfen (und die
berühmten auf ca 10 hoch 15 mal auf höherer ebene angesiedelten
ebenfalls planckquanten-unruhe getriebenen
quanten-nullpunkts-schwingungen die ganze "exakt-gewollte" messerei
nochzusätzlich verunmöglichen würden =
jede beliebige messung ist mikrophysikalisch daher unmöglich, weil
die zugänge zu messobjekt und messeinrichtung nicht exakt definierbar
sind, unabhängig davon, dass man natürlich makrophysikalisch in
unserer grobschlächtigen mesowelt alles mögliche mit guten erfolgen
messen kann.
wh.
---------------------------------------
Am 03.03.2026 um 11:33 schrieb "Dr. Dr. Thomas Fröhlich" über PhilWeb:
Lieber Arnold, liebe Ingos, liebe Alle,
/„..die mit der ... Messung den Zustand … herstellen//“/
/„...zweite Messung eine Bestätigung einer Stabilität“.../
Hierzu: taugt folgende Aussage etwas? (Seid bitte gnädig mit meiner
Sprache, das ist halt die, in der ich denke…).
Messen (darunter auch das Messen einer Verschränkung) ist ja kein
Rauschen, sondern ein auf vielen Ebenen in sich zusammenhängender
Vorgang mit deutender Fähigkeit / Kompetenz. In unserem Zugang wäre
er ein Prozessfragment, das mit einem weiteren, dem gemessenen
Prozessfragment – sich wechselseitig deutend, auf kohärente und
damit Kohärenz-erzeugende Weise interagiert.
Die Interaktion zweier oder mehrerer sich wechselseitig
„einvernehmender, inkorporierender“ Prozessfragment-Kohärenzen
erzeugt dann ein in sich kohärierendes, sich überlagerndes,
gemeinsam schwingendes sinngemäßes „Innen“, das /in jedem Fall
zeitlich/, und nur in besonderen Fällen auch räumlich ist.
Dieses /auf jeden Fall zeitliche/, gegebenenfalls auch räumliche
„Innen“ ist ein zeitweilig gemeinsames Pulsieren, dessen beitragende
Prozessfragmente in dieser Binnenhomogenität nicht mehr getrennt
voneinander, sondern eben in aktivem Zusammentun vorliegen.
Das gedanklich ungewöhnliche und bestreitbare, fragwürdige an
unserem Zugang ist, dass wir voraussetzen, dass das zu Messende ohne
Absicht, aber aus sich heraus, ihm immanent einen messbaren Aspekt
anbietet und dessen Gemessen-Werden in das dann nicht mehr ganz
eigene Vorgehen einbaut. Ebenso baut der Messende das am Gegenüber
Gemessene (dessen dem Messen absichtslos sich anbietender Aspekt) in
sein – dann nicht mehr ganz eigenes - Vorgehen ein.
Das Schaffen eines – /in jedem Fall zeitlichen/ „Innen“ aus
wechselseitigem Einbau messender und gemessener Aspekte in das
künftige eigene Geschehen schafft dessen Aspekt-Zeit als Zeitraum.
Dieser wird nicht automatisch und unbedingt verlängert. Er hat
stattdessen eine Begrenzung als Iterations-erzeugte oder
Iterations-gestützte Dauer. Der Zeitraum öffnet sich also als
kohärente Interaktion, und er schließt sich wieder mit deren Ende.
Das Kohärent-Sein und das stets aufs Neue Kohärent-Werden entströmen
dabei (gedanklich unterstellten, alle Zeitformen aufhebenden)
Beständigkeiten, die wir Potenziale nennen. Durch hinreichenden
Horizont ihrer Gleichzeitigkeit grundsätzlich assoziationsfähige
Potenziale erzeugen die Prozessfragmente. Mit ihnen kann eine
Resonanz beginnen. Deren gemeinschaftliche, sich aufeinander
abstimmende und deshalb in sich stimmige Verwirklichung erzeugt dann
besagtes „Innen“.
Viele Grüße,
Thomas
Am 02.03.2026 um 19:27 schrieb Arnold Schiller
<schiller(a)babsi.de>de>:
Lieber Thomas,
ich nehme die Welt so wie sie ist, wohl wissend, dass sie nie so
ist. Mein Indeed war spontan in der Erinnerung an Anton Zeilinger,
den ich mal, als die "Teleportation" neu war, an der LMU hörte und
sein Experimentatorendillema der Beeinflussung durch Messung. Mögen
es hier nur 7 Femtosekunden sein, die mit der ersten Messung den
Zustand erst herstellen, stellt die zweite Messung eine Bestätigung
einer Stabilität her. Das verursachte mein "Indeed".
Viele Grüße,
Arnold
--
https://arnold-schiller.de/
Am 02.03.26 um 11:02 schrieb "Dr. Dr. Thomas Fröhlich":
> Deine Resonanz (um mit Ingo M. zu sprechen, dem ich auch für seine letzte -E-Mail
herzlich danke) trifft und belebt genau das Potenzial, um das es mir geht, herzlichen Dank
dafür!
>
> Unerwarteterweise machst Du in Deiner Antwort zugleich eine zentrale Erfordernis
klar, nämlich die, für ein tieferes Verständnis des Naturgeschehens das Konzept der Potenz
(Du schreibst sogar ausdrücklich, der Potenz im Aristotelischen Sinn) einzuführen. Im
Versuch, ein Natur- und Geisteswissenschaften überbrückendes Modell von fokussierter
Dynamik zu entwickeln, haben meine Mitstreiter und ich vor Jahren hierzu für unsere
englischsprachigen Veröffentlichungen auf das potentia / dynamis-Analog „provider of
dynamic coherence“ zurückgegriffen.
>
> Dieser Rückgriff wiederum stützte sich auf die Forschungsergebnisse des Altphilologen
Arbogast Schmitt, der später mit uns publizierte. Sein Buch „Denken und Sein bei Platon
und Descartes“ hatte mich begeistert, wobei ich es anders ausgelegt und genutzt habe, als
dem Autor bewusst war – aber hat meiner Akzentsetzung in der Folge uneingeschränkt
zugestimmt.
>
> Ein Potenzial hat, wie Du zu Recht anmerkst, keinen fixen Ort und keine fixe Zeit. Es
ist nicht als Gegenstand dingfest zu machen. Es „öffnet“ sich, wobei die Öffnung keine im
fixen Raum ist, sondern stattdessen die Raumzeit gleich mit generiert.
>
> Das Zusammengehen von Potenzialen ist dann keine Addition von festen Brocken, sondern
eine Topologie von über Resonanz vergemeinschaftetem Sich-Öffnen als Zeitraum-Entfaltung.
Diese zusammenströmend sich entfaltende gemeinsame Verwirklichung erfasst in Resonanz
geratende topologische „Aspekte“ der sich entfaltenden Potenzial-Verwirklichungen, sie
fußt auf diesen.
>
> Die Topologie (dieser von Dir genutzte Begriff ist präziser als der der „Geometrie“)
des pulsierenden, Zeitraum-Volumina schaffenden Sich-Öffnens und Schließens ist nach
unserem Entwurf im derzeitigen Stand eine jeweils alleine qua „Geometrie“ (jetzt doch…)
ein Innen im Außen schaffende Potenzial-/ Quellen-zentrierte, also „sphärische“. Hierbei
ist nicht nur die Unterscheidung Innen versus Außen „naturgegeben“, sondern auch deren
beibehaltene bzw. fortgeführte Gleichzeitigkeit im Sinn der Resonanz.
>
> Somit sind die Entfaltungsdynamiken immer in einem Zusammengehen im Gleichzeitigen
bzw. in einer gemeinsamen Erstellung von Gleichzeitigkeit gegründet. Wir bezeichnen die
gedanklich vereinzelten Prozesse, die „einem“ Potenzial entspringen als Prozess-Fragmente.
Erst im Zusammengehen entfaltet sich der Zeitraum und mit ihm die (jeweilige)
Wirklichkeit.
>
> Und, wie Du weiter richtig schreibst: Die Entfaltung ist eine Entstehung, und daher
mehr und anders als ein einfaches Fort- und Weiterlaufen. Ein Werden hat „seine“ Zeit, und
diese Eigenzeit ist eine Zeitraum-Blüte mit Beginn, Dauer und Ende. Diese Form der Zeit
hat somit eine organische Gestalt, sie ist eine aufblühende und wieder zurücksinkende
zeitweilige Fülle, kein Faden, keine Linie, keine durchgängige, monolineare Dimension.
>
> Ihr Innen wird, wie Du schreibst durch ein Sich-aufeinander-Beziehen, sprich durch
Korrelationen erstellt. Der sich öffnende Zeitraum ist ein Gemeinschaftsraum, er besteht
aus Aspekt-gestützter Interaktion von Prozessfragmenten.
>
> Die Korrelationen „kreisen um ein gemeinsames Thema“, könnte man in einem der
sphärischen Geometrie angemessenen Bebilderung sagen. Wir geben dem Kreisen der
Prozessfragmente, wenn es sich um zwei handelt die Gestalt einer sich aufweitenden
Doppelhelix, wobei zusätzliche Fragmente dadurch eingebunden werden, dass die Doppelhelix
mit dem weiteren Prozessfragment ein weiteres Kreisen bildet.
>
> So viel speziell zu Deiner Antwort auf die Schnelle – Du hast das angedachte Modell
in Deinen Worten so beschrieben, wie es treffender nicht sein könnte – daher nochmal
herzlichen Dank dafür.
>
> Thomas
>
> PS: zum „Wir“: das ist aktuell, wie, glaube ich berichtet, eine sowohl in westlicher
als auch chinesischer Philosophie und Denktradition bewanderte Philosophin – wir sind in
kontinuierlichen Austausch.
_______________________________________________
PhilWeb Mailingliste --philweb(a)lists.philo.at
Zur Abmeldung von dieser Mailingliste senden Sie eine Nachricht
anphilweb-leave(a)lists.philo.at
<https://www.avast.com/sig-email?utm_medium=email&utm_source=link&utm_campaign=sig-email&utm_content=emailclient>
Virenfrei.www.avast.com
<https://www.avast.com/sig-email?utm_medium=email&utm_source=link&utm_campaign=sig-email&utm_content=emailclient>
<x-msg://20/#DAB4FAD8-2DD7-40BB-A1B8-4E2AA1F9FDF2>
_______________________________________________
PhilWeb Mailingliste -- philweb(a)lists.philo.at
Zur Abmeldung von dieser Mailingliste senden Sie eine Nachricht an
philweb-leave(a)lists.philo.at
--
Diese E-Mail wurde von Avast-Antivirussoftware auf Viren geprüft.
www.avast.com