Am 08.03.2026 um 12:06 schrieb Rat Frag
<rat96frag(a)gmail.com>om>:
Am So., 1. Feb. 2026 um 13:13 Uhr schrieb Ingo Tessmann über PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at <mailto:philweb@lists.philo.at>>:
Wolfram’s Ansatz, nach dem komplexe Systeme
algorithmisch nachvollzogen werden können, ist schon vielfach bestätigt worden. Aber was
soll das daran ändern, dass Moleküle nicht lernen können?
Wolfram behauptete doch auch, das die Materie auf einen sehr grundlegenden Level sowas
ist wie "das Spiel des Lebens" und implizierte an einer Stelle eine Art
Evolution. Ein Atomkern st sozusagen ein stabiles Zusammenspiel von Elementarzuständen.
Irgendwelche Partikel, die sich sofort wieder annihilieren, sind es nicht.
Auch wenn Naturphänomene kultürlich als Spiel aufgefasst und Atome algorithmisch
entsprechend simuliert werden können, hat das nichts mit dem Lernen der Atome, sondern mit
dem Lernen der simulierenden Menschen zu tun.
Dass logische und mathematische Prinzipien auf verschiedene Gegenstandsbereiche anwendbar
sind, heißt nicht, dass die Gegenstandsbereiche außer in Hinsicht auf diese Prinzipien
vergleichbar seien. Noch viel gravierender ist die Gleichmacherei durch Worte; denn in die
wird ja hineingelegt, was immer Menschen dabei denken oder fühlen.
Ich fürchte, dieser Streit ist nur um Worte.
Es geht nicht nur um Worte. Wer formale und inhaltliche Vergleiche über einen Kamm schert,
ideologisiert. Auch wenn die Evolutionsprinzipien gleichermaßen für Mensch und Tier
gelten, sind Mensch und Tier nicht physisch gleich. Meinem Eindruck nach hattest Du das so
gesehen.
IT