erste antwort auf Deine mail von heute:
Am 26.03.2025 um 00:57 schrieb Karl Janssen über PhilWeb:
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Am 17.03.2025 um 23:44 schrieb waldemar hammel
über PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at>at>:
….
trotzdem, warum wird metaphysik nicht einfach in meta-philosophie
umbenannt?,
denn zb mich fragen immer wieder mal leute metaphysisches, das sie
für physikalische fragen halten,
was mir hanebüchen vorkommt, denn es gibt in dem sinne keine meta-PHYSIK
Metaphilosophie? Was sollte - diesem Begriff folgend - nach der
Philosophie kommen, sie gar übersteigen?
Die Begrifflichkeit von Metaphysik ist doch eindeutig definiert und
zwar vom Wortstamm her die philosophische Disziplin, die sich mit den
Themen befasst, die das konkret Erkennbare, Messbare, Abzählbare
dieser Lebenswelt übersteigen, was nach diesem realen Lebensbereich
kommt: meta ta physika.
"meta" als wort/begriffs-vorsilbe:
"Meta-" ist ein Zusatz, der den Aussagegegenstand auf eine andere Ebene
hebt oder ihm eine andere Perspektive gibt. Beispiel: Metakommunikation
ist "Kommunikation über Kommunikation"
also heißt meta-physik den ausgangs-gegenstand physik auf einer höheren
oder grundlegenderen anderen ebene zu betrachten, und meta-philosophie
würde entsprechend als "überphilosophie" = hinterfragen des gegenstandes
philosophe, zu philosophie passen
"Meta-" ist eine griechische Vorsilbe, mit der man das drangehängte Wort
auf eine andere Stufe, eine höhere Betrachtungsweise, nun ja, auf die
Metaebene heben kann: Metadaten sind Daten über Daten, eine Metatheorie
ist eine Theorie über eine Theorie
meta- Bedeutungen: [1] vorangestelltes Wortbildungelement, das eine
Zwischenstufe oder einen Wechsel betont. [2] vorangestelltes
Wortbildungelement, das in einer Hierarchie eine darüberliegende Ebene
bezeichnet
Metaebene ist eine lose verwendete Bezeichnung für eine übergeordnete
Sichtweise, in der Diskurse, Strukturen oder Sprachen als Objekte
behandelt werden. Findet die Metaebene in derselben Struktur statt, über
die sie spricht, so liegt ein Fall von Selbstreferenzialität vor. Es
können von jeder Ebene wieder neue Metaebenen aufgesucht werden, eine
absolute Metaebene gibt es nicht. Was als Metaebene infrage kommt, ist
abhängig von der Wahl einer methodischen
<https://de.wikipedia.org/wiki/Methodik> Perspektive. Wird auf der
Metaebene eine systematische Betrachtung durchgeführt, so ist das
Ergebnis eine Metatheorie <https://de.wikipedia.org/wiki/Metatheorie>.
Eine Neuauswertung des Datenmaterials mehrerer empirischen Studien zu
einem Thema ist eine Meta-Studie oder -Analyse.
Auf der Metaebene werden gewöhnlich Generalisierungen und allgemeine
Strukturen des Gegenstandsbereichs
<https://de.wikipedia.org/wiki/Diskursuniversum> der zugrundeliegenden
Struktur selbst zu Gegenständen gemacht. So wie sich ein Diskurs auf
Gegenstände bezieht, die seine Objektebene sind, bezieht sich die
Metaebene wiederum auf einen Diskurs. Es werden diejenigen Prinzipien
untersucht, nach denen das, was auf der Objektebene als einzelne Instanz
<https://de.wikipedia.org/wiki/Exemplar> auftritt, geschieht. Der
Übergang zur Metaebene wird in Anlehnung an Willard Van Orman Quine
<https://de.wikipedia.org/wiki/Willard_Van_Orman_Quine> auch als
"semantic acscent" (Semantischer Aufstieg) bezeichnet.
ZB die Wissenschaftstheorie
<https://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaftstheorie> bildet eine
Metaebene zur Wissenschaft <https://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaft>,
indem sie die wissenschaftlichen Methoden untersucht, die der
Untersuchung natürlicher Phänomene dienen. Die Phänomene bilden selbst
jedoch keine „Ebene“; *die Wissenschaft selbst ist also nicht etwa eine
Metaebene der Natur.*
und:
https://www.spektrum.de/lexikon/philosophie/metaphysik/1312#:~:text=(griech….
---
Demnach ist das, was man und DU als meta-physik bezeichnen, falsch
bezeichnet, und müsste stattdessen richtig meta-philosophie heißen (
philosophie über die grundlagen und bedeutungen der philosophie) !, und
so hätte man auch die physik als naturwissenschaft aus dem spiel (denn
philosophie ist nunmal KEINE naturwissenschaft, ist vielmehr historisch
eine weltlichere ausformung von theologien und esoteriken, aus denen
schließlich als verrationionalisiertere form die weltlichere philosophie
entstand, die bis heute theologien und esoteriken inkludiert )
wh.
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