Am 17.03.2025 um 00:57 schrieb Karl Janssen über PhilWeb:
eine Bemerkung Goethes: „Die Wissenschaft wird
dadurch sehr
zurückgehalten, dass man sich abgibt mit dem was nicht wissenswert,
und mit dem was nicht wissbar ist.“ Könnten sich nicht auch
Philosophierende an das halten, was wissenswert und wissbar ist? Und
alles andere für sich behalten?
Wer glaubt, über alle wissbare Erkenntnis von Leben, Welt und Kosmos
zu verfügen, kann selbstredend jedes weitere Hinterfragen, vornehmlich
auch dieses Forum einstellen. Es gibt dann auch kein Staunen mehr,
denn wie könnte man über etwas erstaunt sein, das man schon kennt,
dessen man sich abschließend bewusst ist.
miss(t)verständnis?,
denn das sagt goethe mit seiner obigen bemerkung ja garnicht aus ...,
er sagt nur "nicht wissenwertes beim zirkulieren vermeiden" (zb wann ich
aufs klo gehe), ebenso vermeiden niemals-wissbares (etwa sinn des
weltalls) als problem trotzdem (endlos) zu "disputieren",
und beides erscheint vernünftig, und dies zu beachten wäre, insbesondere
auch in philosophie mehr als sinnvoll
Goethe hat eine Farbenlehre entworfen, die zu seiner Zeit durchaus als
maßgeblich gelten konnte, allerdings dem heutigen Erkenntnisstand
nicht mehr gerecht wird, somit historisch zwar als beachtliche
subjektive Leistung zu werten ist, aus heutiger
naturwissenschaftlicher Sicht eben ihre Gültigkeit verloren hat; Dabei
ging Goethe mit Sicherheit davon aus, dass seine Farbenlehre den
wissbaren Fakten zu diesem Themenbereich entspricht. Mit der Zeit als
entropisches Phänomen gehen nicht nur Dinge zu Ende, sondern es
entsteht Neues und damit neues Wissen, resp das Erfordernis, immer
wieder Wissen neu zu erwerben.
goethe war diesbezüglich ein phänomenologisch erlebender
"magisch-animistisch" denk-fühlender mensch, und (nicht nur) seine
farbenLEHRE hat sich als LEHRE schlicht als falsch erwiesen,
und der rattenschwanz darum herum "tja, anders gesehen ist doch etwas
dran und drin" ist einfach nur blödsinn
goethes farbenlehre steht zu newtons farbenlehre genau im verhältnis der
von mir so bezeichneten "magischen umkehrung", bei der gilt:
im fall goethe-newton: magisch-animistisch erlebtes (goethe) a/b geht
rational-denkend (newton) in b/a über,
also der unterschied zwischen magisch-animistischem welterleben und
rationalem ganz zentral eine einfache, simple inversion,
wenn mir jemand magisch-erlebend erklärt, etwas sei a, kann ich direkt
schließen, dass es also rational gesehen irgendetwas richtung 1/a sein muss
das liegt ganz einfach und simpel daran, dass im magisch-anim.
welterleben semantiken (eigenschaften) als syntaxen (welt-hardware)
erlebt werden,
während es im rationalen welterleben/welt-DENKEN genau umgekehrt läuft
(wobei beide welt-zugangsweisen sich als nicht-adäquat bzgl welt erweisen!)
Was nun die Philosophie als wissenschaftliche
Disziplin anbelangt ...
tut mir leid, phil. als wissenschaftliche disziplin, und das in 2025,
kann ich nicht nachvollziehen - einfach erklärt:
die wirklichen wissenschaften "schreiten" wissensmässig tatsächlich
vorwärts, unsere zb ganze heutige techne-umwelt beweist das,
während die philosophie seit jahrtausenden und letztlich output-frei um
immer dieselben themen kreist (sie genügt sich selbst, und das ist kein
zeichen für wissenschaft,
sondern für kunst und kleinkunst) - der typische philosoph ist
gedanken-kleinkünstler
... Königsdisziplin, die Philosophie ...
??? - das bestreite ich aber komplett, mit einer einzigen ausnahme:
die philosophische 2000jährige forschung hat nämlich als mittlerweile
gesichert herausgefunden, dass man platons höhlengleichnis auch an der wand
eines beliebigen zimmers ablaufen lassen kann, was einen quantensprung
philosopher forschung darstellt
(edu/nonsense_proceedings/auch-ein-blindes-huhn/höhlenwandkrümmung_
gegen-planare-zimmerwand/zur_topologie_höhlengleichnis.xyz)
Das gilt natürlich auch für die Metaphysik als
Teildisziplin der
Philosophie! Lächerlich, in einem Forum wie philweb, die Berechtigung
derselben infrage zu stellen.
gerade die meta-physik ist das geistige sumpfgelände, aus dem immer
wieder die fast selben methano-philosophen gasblasen aufsteigen, welche
die philosophie vergiften,
und ich empfinde es geradezu als frechheit, den meta-blödsinn immer noch
als meta-PHYSIK zu bezeichnen (auch wenn ich um physik => physis usw
sehr wohl weiß)
meine frage an die metaphysik: wielange soll das noch weiterlaufen, noch
100 jahre, 500, 1000 ? ewig ?
wh.
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