Am So., 1. Feb. 2026 um 14:14 Uhr schrieb Ingo Tessmann über PhilWeb
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Von der biologischen Grundlage geht der Naturalismus
aus, der Kulturalismus dagegen von handelnden Menschen. Und insofern die Biologie
menschengemacht ist, wäre es biologistisch, mit dem zu beginnen, was erst durch Biologie
erforscht werden kann.
Natürlich ist es unwiderlegbar wahr, dass unsere Theorie über das
Leben falsch sein können und das man daher zur Vorsicht gemahnt ist,
wenn man diese Theorien zur Grundlage einer politischen Ideologie oder
Philosophie machen will.
Das Problem ist jedoch, das selbe Problem stellt sich auch z. B. mit
DNA-Analysen zur Feststellung der Vaterschaft oder zum Finden eines
Mörders. Es könnte theoretisch sein, dass unsere Naturwissenscahften
sich täuschen. Das selbe gilt übrigens schon für Fingerabdrücke!
Es kann sich natürlich im Jahre 3026 herausstellen, dass z. B. die
Methode der Fingerabdrücke oder der DNA-Analysen falsch ist. In diesem
Fall wären alle Gerichtsurteile, die ihre faktische Feststellung auf
DNA-Proben usw. aufbauen, zumindest sehr zweifelhaft.
Ich denke aber, hier unterscheidet sich der Rationalist vom Skeptiker.