hallo Thomas, hallo Listige
Am 09.03.26 um 17:06 schrieb "Dr. Dr. Thomas Fröhlich" über PhilWeb:
Ratten sind mir allerdings wohlvertraut und
sympathisch, weil ich
zeitweilig als Aushilfstierpfleger viele Laborratten versorgen musste.
Als ich später Experimente machen sollte, die das Töten von Ratten zur
Voraussetzung hatten, habe ich gekündigt und bin wieder in die Medizin
zurückgekehrt.
da zieh ich mal den Hut vor!:)
ich habe vor ca 40 Jahren meinen Beamtenstatus "BAss.z.A"
Bundesbahnbeamter im mittleren nichttechnischen Dienst, gekündigt und
auf Tischler umgeschult
weil dem Bahnhofsvorsteher , Amtmann Herr Schulz, die Länge meiner Haare
unpassend (nichtkopplungsfähig)
zu der Bundesbahnuniform samt uniformkonformer Schirmmütze erschienen sind.
(also entweder "haare ab" oder "Sanktionen").
noch eine Bemerkung zu Weltlinien (Weltbezug) und normativer Geltung:
Naturwissenschaftliche Theorien wie die Evolutionstheorie beschreiben
Prozesse der Natur. Normative Verantwortung entsteht erst dort, wo
Menschen ihre Welterfahrungen interpretieren und daraus Handlungsregeln
ableiten. Deine Kündigung ist daher kein wissenschaftliches Argument
gegen Tierversuche, sondern eine praktische Konsequenz aus Deinem
persönlichen Weltbezug. Indem Du den institutionellen Kontext verlässt,
überlässt Du die normative Rechtfertigung dieser Praxis anderen.
gruss aus der Diaspora
ingo mack