Am So., 4. Jan. 2026 um 11:11 Uhr schrieb tessmann--- über PhilWeb
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Die antiken Krieger- waren stets auch
Sklavengesellschaften, da die Gefangenen der Kriege versklavt, wenn nicht getötet wurden,
so auch im antiken Ägypten. Dem widerspricht nicht, dass es sich zudem um
Tempelwirtschaften handelte.
Das stimmt. Die Frage ist aber, welche wirtschaftliche Bedeutung diese
Sklaven hatten.
Im antiken Rom haben wohl zu einem bestimmten Zeitpunkt
Slavenplantagen den Kleinbauer (der Antike Mittelstand, wenn ich es
richtig verstehe) abgelöst. Zufällig zu dem Zeitpunkt, als die
Dekadenz einsetze, die Sitten verfielen und Rom in Richtung Cäsarismus
verfiel.
In Ägypten, Babylon etc. scheint diese Entwicklung nicht stattgefunden zu haben.
Aber ist die heutige strukturelle Gewalt im
Kapitalismus mit der körperlichen Gewalt in den antiken Sklavenhalter-Gesellschaften
vergleichbar?
Ich muss ein Bankkonto haben, ob ich will oder nicht.
Das aber mit antiker Sklaverei gleichzusetzen, bringt uns das nicht in
unwillkommene Nähe zu Verschwörungstheoretikern? ;-)
Das Atmen als Verhaltensweise aufzufassen, wäre so als
ob Du auch den Herzschlag dazu zähltest. Autonome Lebensvorgänge sollten nicht mit
variablem (psychischem) Verhalten gleichgesetzt werden.
Die Grenzen sind fließend. Ist das Bedürfnis zu Atmen soviel anders
als das Bedürfnis nach Nahrung?
Wir wissen aus Experimenten von Verhaltensforschern (Ethologen,
Behavioristen) und Primatologen, dass es erstaunliche biologische
Hintergründe gibt. Ich empfehle mal das Buch "Der Affe in Uns" von
Frans de Waal. Selbstverständlich sollte es nicht bei der Lektüre nur
eines Buches bleiben, wenn man sich einhalbwegs sicheres Urteil
erlauben will.
"In the minds of some, bonobos compete with
chimpanzees as the best nonhuman primate model of our species. Given that there can only
be one best model, and that chimpanzees were known first, bonobos are at a disadvantage.
Moreover, anthropologists seem heavily invested in the chimpanzee as a model for human
social evolution.“
Die Bonobos sind, meines Wissens, nur in einem bestimmten Gebiet im
Kongo heimisch, in dem zudem relativ günstige Umweltbedingungen
herrschen.
Das Buch hatte ich Dir schon einmal empfohlen. Warum
wohl wird im Kapitalismus die Herkunft des Menschen eher auf die Schimpansen als auf die
Bonobos bezogen?
Da Schimpansen eher entdeckt wurden.
Die Idee eines hobbesianischen Einzelgängers wurde durch japanische
Forscher widerlegt.
I will take a look.
Dein Verständnis von „rational“ ist zu eingeschränkt.
Gemeinhin wird unter rational ein Denken verstanden, das bewusst, reflexiv und sprachlich
nachvollziehbar ist.
Ich habe ein Problem mit bewusst, möglicherweise auch reflexiv.
denn die Evolution optimiert nichts und verfolgt auch
keine Strategien. So verstehen nur Menschen rational, was evolutionär nach dem
Darwin-Algorithmus verstanden werden kann.
Das ist natürlich sehr grob von mir, ich weiß.
Die natürliche Selektion ist eine Art Filter oder eine Verteilung mit
"Ziehen und Zurücklegen".
Dennoch führten Fluchtbewegungen in bereits besiedelte
Gebiete offenbar zu Auseinandersetzungen.
Wenn man vom Teufel spricht:
https://www.derstandard.de/consent/tcf/story/3000000302408/uralter-scheiter…