Am 18.03.2025 um 08:08 schrieb Ingo Tessmann über
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Einstein war auch Metaphysiker, indem er Invarianzforderungen zu Grundprinzipien der
Physik erklärte. Bei Görnitz ist die Protyposis grundlegend und Wehrli erhebt die
Chiralität zu einem Grundprinzip.
Passend zur Chiralität mit Anwendungen in der Sensorik wurde am Max-Planck-Institut für
die Physik des Lichts ein neuer Hohlkernwellenleiter entwickelt, „der einen starken
helikalen Dichroismus aufweist. Das bedeutet, dass die optische Dämpfung vom
Bahndrehimpuls des geführten Lichts abhängt. Somit überträgt der Wellenleiter optische
Wirbel mit einer bestimmten Helizität und dämpft Wirbel mit entgegengesetzter Helizität
weitgehend. Die Hohlkernfaser kann auch für Spektralbereiche ausgelegt werden, die für
andere optische Systeme nicht zugänglich sind, und wenn er mit flüssigen oder gasförmigen
Medien gefüllt wird, können Untersuchungen der Licht-Materie-Wechselwirkung über größere
Entfernungen durchgeführt werden. Diese helikal dichroitischen Wellenleiter versprechen
daher die Realisierung neuer Geräte mit außergewöhnlichen Unterscheidungsfähigkeiten –
vergleichbar mit denen, die für die lineare Polarisation mit kristallbasierten
Polarisatoren erzielt werden, und sogar darüberhinausgehend. Sie bieten potenzielle
Anwendungen in der chiralen Sensorik, der Erzeugung von Wirbelmoden und der optischen
Kommunikation.“ So steht es in der Pressemitteilung zur Untersuchung: "Giant Helical
Dichroism in Twisted Hollow-Core Photonic Crystal Fibers“:
https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acsphotonics.4c02019
<https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acsphotonics.4c02019>
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