Am 28.03.2025 um 03:01 schrieb Karl Janssen über PhilWeb:
Wir sollten durchaus etwas gnädiger auf die Weltsicht unseren
Vorfahren blicken. Erkenntnisse aus menschlicher Forschung zu
Naturphänomen, wie etwa die Entstehung von Gewittern, konnten doch
selbstredend erst gewonnen werden, als hinreichend gesichertes
Faktenwissen dieses furiose meteorologische Geschehen erklärbar
machten und Menschen somit schrittweise vom Glauben an Donnergötter
sowie anderer Gottheiten der polytheistischen Religionen ablassen
konnten.
Eigentlich, möchte man sagen, denn bis heute lebt der Bezug auf den
Donnergott Donar/Thor in der Namensgebung unserer Sprache für den
fünften Wochentag, dem Donnerstag weiter - Im Norden ist‘s der
„Türsdei“, in Bayern/Österreich der „Pfinsta“. So erhalten sich
mythische Bindungen an frühere Epochen unbeschadet der an die
Jetztzeit angepassten Sprache.
was willst du denn von mir?, lieber karl,
ich glaube doch fest an den donnergott, und veranstalte stets
donner-stags pünktlich um null uhr beginnend ihm zu ehren feste, genauso
wie andere leute bis heute an andere gött:innen:er glauben, zb an freya,
und an den
ganz großen übergott, einfach deshalb nur "einziger gott" genannt, wobei
offenbleiben muss, ob sie dabei an ihr geld oder eine "höhere instanz"
oder beides glauben, und dessen weihefest nicht am achten wochentag
begangen wird,
sondern "sonnen-tags", obwohl dieser tag eigentlich (und zudem
physikalisch richtiger) der sonne als gottheit geweiht sein sollte, denn
ohne sonne gäbe es immerhin garkeine anbeter überhaupt irgendwelcher
götter (wie es vom atomefeuer
im kern der sonne zu den göttern kommt, ist eine andere geschichte, die
irgendwann einmal noch erzählt und vor allem auch philosophisch
ab+auf-geklärt werden müsste/sollte/könnte)
jedenfalls feiern diese an übergötter glaubenden ihre natürlich je nach
geschmack wiederum unterschiedlichen übergötter in recht seltsamen extra
dazu errichteten bauwerken ab, in denen es nur symbolisch und nur
abendmahlig zu essen und zu trinken gibt, und die leute unter endlosem
aufstehen und wiederhinsetzen beten und singsangen, während sie in den
pausen von einem erhöht stehenden irren in rabenschwarz gekleideten
vogel ungefragt mit weltfremden bis völlig-bekloppten aber immer
endlosen ohrengängigen litaneien zugekübelt werden, und am ende mit dem
hitlergruß ähnlicher handhaltung ("manifektation") gesegnet wieder ins
normale leben entlassen werden
mein donnergott ist für mich mein höchster gott, und wenn donnerstags
zufällig gewitter stattfindet, habe ich die besonders hohe zeit dieses
gottes zu feiern, und darf den ganzen tag auch nichts essen, denn ein
dauerspruch meiner mutter:
"den während gewitter fresser erschlägt der blitz", sodass ich ihren
ewigen spinat mit kartoffelbrei schon aus diesem grund und zum höheren
lob des donnergottes getrost stehenlassen konnte
* im hunsrücker platt hier: donnerstag/donnerstags =
dunnerschdaag/dunnerschdass
(das hoscht du beschtimmt awwrer ach no nit gewuscht, oder?)
wh.
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