Am 24.03.2026 um 14:43 schrieb ingo_mack über PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at>at>:
zusammenfassend dazu frage ich:
warum hat die "Evolution" bislang (seit LUCA) ausnahmslos rechtsdrehende
Doppelhelixen (DNA) verwendet?
Die Evolution ist kein handlungsfähiges Subjekt, das etwas verwenden könnte. Aber Du hast
es wohl metaphorisch gemeint. Der Symmetriebruch durch eine Händigkeit ist nicht erst mit
dem Leben verbreitet worden, er kommt bereits in der schwachen Wechselwirkung der Materie
vor, die anteilig die Spiegelsymmetrie bricht. Im Zusammenwirken der Biomoleküle hat sich
eine Händigkeit wohl zufällig als stabiler erwiesen als Kombinationen aus beiden.
Womöglich ist die „Händigkeit“ bzw. Chiralität in den Lebensvorgängen durch die schwache
WW „getriggert" worden. Damit wird das Geheimnis aber nur verlagert worden; wobei die
schwache WW auch die Ladungssymmetrie (Materie/Antimatier) verletzt; aber wieder CP’T
invariant ist, d.h. Zeitumkehrinvarianz „kompensiert" anteilig (in der mathematischen
Struktur der Quantenfeldtheorie) Spiegel- und Landungssymmetriebrechung. Das CPT-Theorem
folgt aus Kausalität, Energiepositivität und Lorentz-Invarianz.
und Zusatzfrage: welchen Sinn macht die Forschung, ob
es möglich ist linksdrehende Doppelhelixen zu züchten?
Um bspw. reproduzieren zu können, wie das Zusammenwirken rechts- und linksdrehender
Bakterien vor sich geht und ob eine Variante systematisch oder zufällig die andere
dominiert. Zudem wird an „falsch“ drehenden Biomolekülen geforscht, um Medikamente vor dem
Immunsystem zu schützen.
IT