Am 23.12.2025 um 15:44 schrieb ingo_mack über PhilWeb:
*[Zeno von Elea – Logik vor Physik]*
Vor über zweieinhalbtausend Jahren stellte Zeno von Elea das Paradoxon
der Schildkröte vor: Achilles kann sie niemals einholen. Auf den
ersten Blick eine absurde Vorstellung – auf den zweiten Blick ein
tiefer Einblick in die menschliche Intuition für *unendliche Teilung
und asymptotische Prozesse*.
Mathematisch konnte dieses Paradox bereits durch *geometrische Reihen*
gelöst werden: die Summe unendlich vieler Teilstrecken konvergiert zu
einer endlichen Distanz. Experimentell, würden wir Achilles auf seine
Reise schicken, würde er die Schildkröte *ohne weiteres einholen*.
Zeno lehrt uns, dass die Grenzen des Denkens oft über die Grenzen der
realen Welt hinausgehen.
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irrtum, denn achilles = A kann als A die schildkröte =
B in
physikalischer realität wirklich niemals überholen, weil er durch
eigenkörperliche und wechselwirkungen mit der umgebung bedingt, alle
ca 10^-44 sec in =>A' =>A'' =>A''' usw übergeht, was
seinen
{eigenschaftencluster} jeweils verändert, sodass der achilles am ende
der laufstrecke nicht mehr der achilles am beginn der laufstrecke ist
(übertrieben ausgedrückt würde gegen ende der laufstrecke ein
achilles-skelett laufen), und für die schildkröte gilt dasselbe
ausserdem laufen beide auf zwei unterschiedlichen raumzeit-trajektorien
welche, ebenfalls wechselwirkungen-bedingt, auseinanderdriften.
das hat mit der mathematik, die man dem ganzen überstülpen kann,
überhaupt nichts zu tun. mathe und physik sind dabei unterschiedliche
welten, wobei die mathe ( = achilles überholt die schildkröte
selbstverständlich) die physikaliscche realität nur scheinbar richtig
beschreibt.
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*[Von klassischen Formeln zu den Sternen]*
Jahrtausende später lernen wir, dass Bewegung und Energie *nicht mehr
beliebig* sind. Einstein formuliert die *Lichtgeschwindigkeit als
fundamentale Grenze*. Betrachten wir unseren Gedankenexperiment-Zug:
ein Radfahrer auf einem fast lichtschnellen Cluster. Aus Sicht eines
Ruhenden vergeht die Zeit für den Radfahrer extrem langsam. Und egal,
wie viel Energie von außen hinzugefügt wird – der Cluster kann die
Lichtgeschwindigkeit *nicht überschreiten*.
Hier treffen wir erneut auf eine Grenzbedingung – diesmal
physikalisch, experimentell belegbar. Die Parallele zu Zeno ist
verblüffend: *Es gibt etwas, das „nicht eingeholt werden kann“*, nur
dass die Ursache nun nicht in der Mathematik, sondern in den
fundamentalen Gesetzen der Natur = RICHTIG, und genau das sollte uns
bezüglich heute praktizierter mathe zu denken geben !
der radfahrer könnte als materielles objekt die lichtgeschwindkeit nicht
einmal erreichen (ohne vorher zu "zerstrahlen")
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*[Die Planckskala – Träume jenseits des Messbaren]*
Und dann kommen wir an die Schwelle dessen, was wir heute
„Planckskala“ nennen: 10−35 Meter, 10−44 Sekunden. Raum und Zeit
könnten aus unteilbaren Mosaikteilchen bestehen. Hier endet die
experimentelle Zugänglichkeit – wir betreten ein Gebiet, in dem
*Logik, mathematische Konsistenz und spekulative Modelle* unser
einziges Werkzeug sind.
Wir stehen also erneut vor Grenzen: diesmal sind sie *theoretisch*,
nicht logisch oder experimentell. Wir wissen nicht, wie die Zeit
wirklich tickt, wenn man die Planckuhr betrachtet, oder wie der Raum
„gefüllt“ ist mit Planck-Mosaiken.
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die planck-skala ist keine träumerei, keine einbildung, keine
"esoterische" theoretische ausdenkung, sondern die ganz reale absolute
unterste grenze für alles, kleiner gehts nicht., und daraus folgt wegen
der unmöglichkeit für reale (aussermathematische) unendlichkeiten, dass
es auch eine grenze fürs größte gibt (nochmals gesagt: mathe und
physikalische realität sind zwei verschiedene welten, oder anders:
übliche mathe ist, genau wie sprache (beispiel: "ein fliegendes pferd"),
sogenannt "überdefiniert", weshalb ich mir eine
wechselwirkungs-operatoren-zumindest-geschwerpunktete mathe wünsche
(weil die prinzipien der ww elementar sind), und nicht wie bis heute
eine fast reine operanden-mathe
diese ganze welt ist keine 2-mal 10^-44 sek dieselbe
wh.
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