Am So., 15. März 2026 um 09:09 Uhr schrieb Ingo Tessmann über PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at>at>:
Und wie weit verbreitet ist dieser Kult?
Das ist jetzt mehr ein Gedakenexperiment. Es scheint aber wirklich
eine Religion mit solchen Regeln zu geben.
Der Punkt ist, wenn es wirklich so ist, dass nur derjenige Fleisch
essen "darf", der im Zweifelsfall auch bereit wäre, die Tiere selbst
zu schlachten etc., dann würde das den Vegetarismus zwar voranbringen,
aber es würde auch zu einer gewisse "Brutalisierung" führen.
Du scheinst gerne mit Ausnahmen gegen die Regeln zu
argumentieren; aber führt das weiter?
Du behauptest, dass solche Dinge wie Unterdrückung, Krieg etc. erst
durch die Jungsteinzeit ihren Anfang nahmen. Ich führe Beispiele aus
der Geschichte (und von anderen Lebewesen) auf, um das in Zweifel zu
ziehen.
Dass der Konflikt zwischen zwei Gruppen mit insgesamt vielleicht 100
Mitgliedern anders aussieht als der Konflikt zwischen zwei Staaten mit
tausenden jungen Männern, die sich "opfern" müssen, ist mir klar. Der
Effekt basiert aber darauf, dass Ackerbau eine höhere
Bevölkerungsdichte erlaubt und daher auch mehr "Spezialistien". Somit
kann man auch mehr Leute für kriegerische Tätigkeiten freistellen.
Wir wissen nicht, wie brutal oder friedlich es in der Altsteinzeit
vorgegangen ist.
Ich könnte mir Sachen vorstellen, dass sehr indirekt abzuleiten, aber
es hätte natürlich "Errormarge".
Die das Internet kontrollierenden Oligopole machen
seit Jahren soziale Experimente zur Steigerung ihrer Profite und die Mrd. User machen auch
noch gerne dabei mit.
Ich vertehe nicht ganz, was du meinst. Solche Organisationen wie IANA
etc. scheinen mir einen guten Job gemacht zu haben. Ein Beispiel
dafür, dass Expertokratie funktioniert.
Was vielleicht euch damit zusammenhängt, dass die Regelung von
Zugriffsprotokollen nicht so entscheidend ist wie das Strafgesetz.
Wo man kritisch sein sollte, ist die Entstehung von Monopolen wie eben
Google durch Netzwerkeffekte und andere Dinge.
Die Dominanz, die YouTube zum Beispiel über Internet-Video hat, ist
bestimmt ein Problem. Eine Anpassung des Algorithmus dort beeinflusst,
was Millioenn sehen. Genauso auch, was in der Suchmaschine nicht
auftauscht, da "verschwindet"; in ein paar Jahren werden wir das
Problem mit KIs haben.
Hier sind es aber die Internet-User, die eben dafür sorgen, dass
solche Plattformen soviel Einfluss bekommen.
Ich bezog mich auf den Übergang von der prädynastischen auf die dynastische Phase.
Okay, möglicherweise hast du da deutlich mehr Ahnung als ich.
Am So., 15. März 2026 um 20:26 Uhr schrieb ingo_mack über PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at>at>:
Die heutige Sitzung, die
sich über Astronomie, Mathematik, historische Artefakte und persönliche
Anekdoten spannte, lieferte ein faszinierendes Beispiel dafür, wie
interdisziplinäre Neugier zu Erkenntnisgewinn führen kann.
Hier ist ein Bezug, den wir gar nicht verstehen können. "Die heutige
Sitzung" wird wohl ein Chat zwischen dir und der LLM gewesen sein,
möglicherweise ChatGPT.
Anekdotisch bemerkte der Nutzer scherzhaft: „ja, wäre
identisch mit
einem 12-Stunden-Zifferblatt… :)“ – ein Moment, der das rein technische
Thema auf eine menschlich anschauliche Ebene hob und das intuitive
Erfassen von geometrischen Prinzipien verdeutlichte.
Die Aufteilung in 360° ist übrigens auch interessant. Hat was mit der
Kulturgeschichte Babylons zu tun. Die haben wohl ein Zahlensystem zur
Basis 60 gehabt, während die Ägypter schon ein Dezimalsystem hatten.
In einer weiteren, scheinbar unerwarteten Schleife
verband die Sitzung
kulturelle und historische Punkte: die Euro-Einführung 2002 wurde mit
persönlichen Erlebnissen über den CSD 2001 in Berlin verknüpft. Diese
Anekdoten illustrierten, wie Menschen historische Ereignisse im Alltag
erfahren und erinnern – etwa Tochter fährt mit 15 allein nach Berlin,
Vater organisiert DM für die Rückfahrt.
:-D
Geduld, Präzision, die
Fähigkeit zur wiederholten Rekapitulation und die Verknüpfung von
Feynman-Ellipsenkonstruktion, Himmelsscheibe, Euro-Einführung und
persönlichen Anekdoten machten die KI zu einem „mehrwertigen
Studienpartner“.
Ich muss zugeben, dazu taugt die KI.