Am 04.11.2025 um 01:45 schrieb Karl Janssen über
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Für einen lupenreinen Positivisten beschränkt sich das geistige Potential des Menschen
jedoch ausschließlich auf faktisch objektiv erkennbare, resp. messbare Leistungen des
Gehirns, in diesem Zusammenhang also nur allgemeingültig verifiziertes Wissen. Diese
wissenschaftstheoretische Grundposition bietet selbstredend keinen Spielraum für jegliche
Art von Metaphysik und schränkt somit den mentalen Wissensraum auf gesicherte i.W.
naturwissenschaftliche Erkenntnisse ein.
Moin Karl,
"Ich favorisiere zunächst die analytische Handlungstheorie, die unterdessen in der
kulturalistischen Handlungstheorie aufgegangen ist.“ Damit hast Du mich zitiert, schreibst
aber unverdrossen gegen „lupenreine Positivisten" an. Ich halte nichts von Metaphysik
und Mystik, beschäftige mich dennoch mit ihnen. Wer analytische Philosophie und
methodischen Kulturalismus für Positivismus hält, hat beide ignoriert und bleibt der
Tradition verhaftet. Ich bewege mich entgegen Deiner Unterstellung auch im Spielraum der
Metaphysik, indem ich bspw. Strukturen im Akutalunendlichen der axiomatischen Mathematik
folge.
Über Gott, kosmische Intelligenzen o.ä. wollten wir
hier sowieso nicht mehr reden, ebenso jede Art von kosmischer Ordnung, resp.
Feinabstimmung ignorieren und allenfalls einem evolutionär gerichtetem Zufall zuschreiben.
Hast Du Dich je mit Selbstkonsistenzverfahren beschäftigt? In ihnen schaffen
Zufallsprozesse ihre eigenen Einschränkungen, die sie wahrscheinlicher machen. Warum
wiederholst Du Deine Vorurteile und bemühst Dich nicht um terminologische Klärungen zum
besseren Verständnis? Auch über Gott, wie ihn Gödel bewiesen hat, haben wir hier
wiederholt geschrieben. Versuch Dich doch mal an einer axiomatischen Metaphysik oder
Theologie.
PS: Bezüglich der Handlungstheorie, insbesondere der
Handlungsgründe wäre der psychologische Aspekt der Bedürfnisbefriedigung
(Dopaminausschüttung) relevant, überhaupt die Triebgebundenheit des Menschen.
Die philosophische Handlungstheorie vermeidet psychologische Argumente. Ich hatte drei
Doppel-Ebenen unterschieden, die individuelle, die gesellschaftliche und die galaktische:
„Menschen machen konsonant stabilisierte Kognitionen cerebral integrierter Emotionen aus,
Gesellschaften systemisch stabilisierte Handlungszusammenhänge sozial integrierter Gruppen
und Galaxien materiell stabilisierte Wechselwirkungs-Zusammenhänge gravitativ integrierter
Sternhaufen.“ Fällt „Bedürfnisbefriedigung (Dopaminausschüttung)“ nicht unter „cerebral
integrierte Emotionen"? Auf selbststabilisierende Integrationen kommt es jeweils an,
vom Kosmos über die Menschheit bis zu den Energiequanten.
IT