auch vorweg, bevor ich eine Mail schicke, tue ich das nur an
philweb(a)lists.philo.xn--at-x2t. dh. ich lösche alle weiteren, sonst kommt bei
ihnen alles doppelt an, das ist wohl sicher so, und zweimal dasselbe zu
bekommen ist lästig.
Am 17.07.22 um 17:31 schrieb Karl Janssen:
(JH:) Lachen ist erlaubt. Vielleicht habe ich auch
eine Antwort auf
die Frage: "Wie viele Kilogramm sind zwischen Madrid und Rom?".
Wäre durchaus interessant, wenn Du auf dieser Strecke Gold, Silber
oder gar Lithium aufspüren und uns kilogrammweise auflisten
könntest😊😊dann hätten wir aber nichts mehr zu lachen, da Du dann von
Mining-Companies und Aktiengesellschaftern vereinnahmt sein würdest
und überhaupt keine Zeit mehr für philweb hättest.
Ich muss enttäuschen: Ich werde auch von der Geldmaschinerie
vereinnahmt, ohne andere, erfolgreich, obwohl mir Geld egal ist.
(JH:) 1. Der Wunsch nach der Weltverbesserung, die
darauf hinaus
läuft: "Wir sind für die Wegnahme der Fabriken, auch der Kühe und der
Felder von denjenigen, die sie besitzen, und dass sie auf diejenigen,
die sie nicht besitzen, verteilt werden.
Ist’s wirklich ein soziales Verteilungsproblem oder doch eher ein
Zuviel an Fabriken und Kühen und vor allem an Geld, was von wenigen
stinkreichen Leuten untereinander verschoben wird? Noch nie und auch
künftig nicht wird man an das Geld jener herankommen, die es sich
nicht durch harte Arbeit erwerben, sondern schlichtweg ergaunern. Das
zu glauben ist realitätsferne Sozialromantik.
Auch deine Antwort geht an der Sache vorbei. Ich habe ziemlich
sorgfältig zu Wirtschaft und Co. überlegt. Ich könnte jetzt schreiben:
Alles ist Gaunerei, mit oder ohne Krawatte. Aber das würde den Nagel
auch nicht auf den Kopf treffen. Harte Arbeit, karger Lohn, das sang
Freddy Quinn, klingt mir nach "Im Schweiße deines Angesichts", er wurde
auf Bewährung verurteilt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Freddy_Quinn.
Wenn es um Wirtschaftswissenschaft geht, schreibe ich nicht im
Konjunktiv, was mir Ingo im anderen Bereich vor hielt, sondern sage
einmal krass: Es gibt nur eine Geld-Wirtschaftswissenschaft. Die
Referenz ist immer Geld. Auch Karl Marx kam ohne Geld als theoretisches
Mittel nicht aus. Dann bewertete er Arbeit sehr hoch. Die "immaterielle"
Annahme von Geld als Begriff und Referenz ist für mich ein Aberglaube.
Es gibt keine Materie-Wirtschaftswissenschaft. Ich habe Versuche in die
Richtung gemacht, aber bleibe immer nur Ährenleser. Handel ist auch eine
immaterielle Sache. Ist Handel gut? Einige zweifeln korrekterweise
mittlerweile am internationalen Handel. Meine Frage geht auch an die
Spezialisten, die für vieles eine Lösung haben oder vorgeben, sie in
Papers vorliegen zu haben, auf einfache Fragen, die ich stellen kann,
und keine Antwort habe. Die Entgegnung, die ich erwarten dürfte, ich
könne doch nicht einen Tauschhandel als Ideal ansehen, wäre für mich
lächerlich. Darum geht es nicht. Hier höre ich damit auf, wiederhole
aber meine Frage bzw. Aussage, die missverstanden wurde, die in folgende
Richtung ging: Diejenigen, die immer sagen: Die Armen werden immer ...
usw. trennen Produktionsmittel und Konsummittel nicht, die
Produktionsmittel könnten bestenfalls umgebaut werden, aber eine
Verteilung bewirkt nicht viel, es wird dasselbe produziert wir vorher.
Wer reich an Produktionsmitteln ist, konsumiert meist auch mehr, aber
auch die Politiker konsumieren gerne Kaviar. Es stimmt, dass statt
Yachten zu bauen etwas anderes getan werden könnte. Aber die Armen
wollen auch in den Urlaub fliegen, und ihre Leute besuchen. Womit denn?
Nicht nur die Sozialromantiker trennen die zwei Arten Reichtum nicht,
den an Produktionsmitteln, und den für den Konsum.
Wissen jedoch zu „verteilen“ wäre eine machbare
Aufgabe.
Ideal gedacht, aber die Verwertungsgesellschaften, die Paper-Schreiber,
die Lehrer, und viele andere verhindern das. Wie wäre es denn machbar,
gegen diese Zünfte anzukommen? Ich finde auf die einfachsten Fragen
keine Antworten, und muss ständig von Null aus anfangen. Und wenn jemand
etwas weiß, wird es von den Obrigkeiten abgewiesen. Wie dumm werde ich
doch bei der Bedienung von technischen Geräten gehalten! Einmal muss
einmal geklickt werden, ein andermal zweimal, und dann kommt immer noch
nicht das Gewünschte. Es ist so, als wollte ich ein Getränk nehmen, dann
stellt sich mir eine Glastür in den Weg, die ich nicht sah, und dann
bekomme ich ein Stück Fleisch, das ich wegschieben muss, und wenn ich
das tue, kommt noch die Frage, ob ich mir sicher bin, das Fleisch nicht
zu nehmen. Dann habe ich den Durst schon vergessen. Den Programmierern
könnte ich auch ganz einfache Programme vorgeben, wenn ich nur Zeit
hätte. Zumindest habe ich ein sehr einfaches Zeiterfassungsprogramm
machen lassen. Ein einfaches Menüprogramm wie zu Beginn der
Computerverteilung gibt es nicht. Wer stellt eins her?
Doch was wird zum Abwinken verteilt? Information mit
äußerst geringem
Informationsinhalt (wie zuletzt hier beschrieben). Es ist keine
Wissensgesellschaft künftig zu erwarten, sondern eine der
Informationsflut überdrüssigen und dennoch durch entsprechendes
„framing“ gespaltene Gesellschaft.
Es wird so kommen, wie es in vergangenen Jahrhunderten immer war:
einige Wenige verfügen über relevantes Wissen und manipulieren damit
den Pöbel. Pöbel ist nicht meine übliche Wortwahl aber es fällt mir
Bismarck dazu ein: „Gut, dass der Pöbel nicht weiß, wie die Würste und
die Gesetze gemacht werden!“
So ungefähr ist es. Nietzsche ging ein Stück weiter, indem er mehr auf
darauf pochte, sich nicht belügen zu lassen als das Lügen zu rügen. Und
wenn die Obrigkeiten selbst Pöbel sind, was dann? Obwohl sie
Naturwissenschaft, Philosophie, Wirtschaft, Jura studiert haben? Ist es
nicht wie bei den Finanzwissenschaftlern, die komplexe Sachen wie
Zertifikate erfanden, so wie Zauberlehrlinge. Danach "immaterielle"
Währungen, noch immaterieller als Geld.
Das ist die erste Lektion der Ökonomie. Ökonomie sollt
ihr studieren,
nicht Philosophie!
Ich denke, die Lehrsverantaltungen der Wirtschaftswissenschaften sind
um Größenordnungen mehr besucht, als die der Philosophie. Um wirkliche
Philosophen sollte man froh sein, doch was sich da in unserem
Gesellschaftsumfeld als Philosoph ausgibt und als solcher medial
vermarktet wird - ja da könnte man tatsächlich anraten, besser
Ökonomie studiert zu haben.
So weit bis bald.
Ich komme zurück auf etwas anderes, mit Bezug auf Information. Vorab:
Ich habe nicht die Aufteilung der Sachen einerseits in materielle
Gegenstände, Geschehnisse usw., andererseits in Beschreibung dieser, so
als wäre da eine beschreibende Sprache extern zu diesen gegebenen
Erlebnissen. Trotzdem erlaube ich mir die Parallelität zu denken und
darauf hin die Frage zu stellen. Ich hatte diese Frage schon hier
gestellt, ein wenig anders, hatte aber keine Antwort bekommen. Also hier
noch einmal, ein wenig anders gestellt. Vorab ein Beispiel: Es gibt
Spekulanten, die auf Charttechnik spezialisiert sind. Sie beschreiben
den Verlauf mit ihren Diagrammen, und extrapolieren die Preise mit
Regeln. Nun können sie trotzdem nicht sagen, da wären Regeln, so wie
Naturgesetze, an die sich die Aktienkurse nun halten. Übertragen auf die
"echten" Naturgesetze ist die Frage: Fügen sich die materiellen
Geschehnisse denn wirklich den Naturgesetzen? Fällt der Apfel wegen
Newton? Scheint die Sonne wegen Einstein? Die einfache Antwort ist
bekannt, die sagt: Naturgesetze sind auch nur Beschreibungen. Wie ist es
mit Information? Kann es sein, dass die durchaus guten Berechnungen mit
der technischen Definition von Information die Breite von
Nachrichtenkanälen perfekt errechnen kann, und trotzdem nur auf einer
anderen Ebene vorhanden ist, und nicht in Kontakt mit den Geschehnissen
ist. Wo? In den Köpfen, oder in den Formeln. Aber auch hier wirken die
geschriebenen Formeln nicht auf die Realität. Und die in den Köpfen auch
nicht. Die Vorhersage wird möglich, einmal sehr, ein andermal
stochastisch, würde Ingo vielleicht sagen, und das könnte sogar auch
schon sehr erfolgversprechend sein. Ich gehe nicht von Beschreibung aus,
sondern von parallelen Sachen, bzw. von Sachen, die parallel gedacht
werden können. So ist eine kleindimensional kopierte Stadt genauso real
wie die wirkliche Stadt. Warum sollte das eine eine Beschreibung sein,
das andere die Realität? Der Plan wirkt nicht immer auf die Realität und
die Realität bringt nicht immer die richtigen Sätze hervor. Dies geht
auch in die Richtung des Denkens, dass die Aufteilung in
materiell-immateriell obsolet sein könnte, und die Frage einfach so eine
Kilometer-Kilogramm-Frage ist, wie ich sie gestellt habe. (Ich bin nicht
der Urheber dieser Frage, ich fand sie vor langer Zeit bei Assimil). Und
wenn ich in diese Richtung tendiere, kann ich nicht mitreden.
Ich habe hier die Vaihingerfiktion weggelassen, und auch die
Betrachtersituation. Schon bei der Definition zum Wort Nachricht muss es
zwei Sachen oder Personen geben, einen Sender und einen Empfänger, und
noch dazu einen Betrachter. Eine der anderen Definitionen von
Information kann nicht in Übereinstimmung mit der vorherigen gebracht
werden. Mit dem Wort Kommunikation wird es noch schwieriger. Und das
Wort Gewalt und noch dazu das Wort frei dazugefügt, da brauchen wir den
Jürgen Habermas, die Semantiker, und warum nicht noch viele andere, die
etwas dazu sagen können. Dann laufe ich so schnell ich kann, und schreie
ganz laut: Philosophie hat mich noch nie interessiert! Ach so, die
Mikro-Kenner wie die Makro-Kenner habe ich vergessen.
JH