Hallo,
wieder eine summarische Antwort:
Am Mo., 5. Jan. 2026 um 17:17 Uhr schrieb Ingo Tessmann über PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at>:
>Da im Kapitalismus (zumindest ideologisch) eher auf Konkurrenz denn auf Kooperation gesetzt wird, werden die Menschen natürlich eher auf die Schimpansen bezogen; wobei die Bonbons bereits 1929 entdeckt wurden! Zudem scheint mir die Moral eine wesentliche Rolle zu spielen; denn Menschenaffen, die Konflikte friedfertig durch Sex beilegen, können doch wohl für Moralisten kein Vorbild sein …
Ist das so?
Also ich sehe Kapitalismus als hochkooperatives System.
Nur eben eine Kooperation auf Basis von letztlich egoistischen
Interessen, mit allen damit verbundenen Problemen.
> Riedl schreibt von Lernschichten, die von der molekularen bis zur kulturellen Ebene aus Erwartungs-/Erfahrungskreisläufen bestehen. Dir scheint ein ähnliches Rationalitätsverständnis vorzuschweben (und Karl ein ähnliches von Intelligenz).
Nein.
Moleküle "lernen" in dem Sinne nichts. Sie sind auch nicht rational
oder irrational, jedenfalls sofern Wolfram's Ansatz nicht bestätigt
wird.
Es ist nun mal so, dass die selben abstrakten Prinzipien in zwei
verschiedenen Gebieten gelten können:
"Alle Menschen sind sterblich; Sokrates ist ein Mensch; Sokrates ist sterblich".
und
"Alle Primzahlen sind Natürliche Zahlen; 7 ist eine Primzahl; 7 ist
eine natürliche Zahl".
Das sind sehr, sehr unterschiedliche Sätze, auch über völlig andere
Gegenstandsbereiche. Der eine Satz beinhaltet einen theologisch sehr
aufgeladenen Begriff, den Begriff der "Sterblichkeit" durch den
Menschen sich von den Göttern unterscheiden. Der andere behandelt
unanschauliche Objekte unseres Denkens, Zahlen.
Das Prinzip, dass diese beiden Sätze "applizieren" ist jedoch das
selbe: Der Modus Ponens Die Aussage, dass ein Element einer Menge, die
eine echte Teilmenge einer anderen Menge ist, damit auch Element der
anderen Menge ist -- sozusagen.
Genau das selbe gilt auch für Spieltheorie und evolutionäre
Spieltheorie. Die selben abstrakten Prinzipien, die für rationale
Agenten beim Spiel miteinander gelten, gelten dann auch für Lebewesen,
die sich in Konkurrenz fortpflanzen müssen.
Du gibst selbst gute Beispiele:
Ein kluger Kaufmann folgt dem Gebot der Sparsamkeit, deshalb sucht er
für seine Logistik den kürzesten Weg. Photonen scheinen ebenfalls den
kürzesten Weg zu suchen.
Am Mo., 19. Jan. 2026 um 03:09 Uhr schrieb Karl Janssen über PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at>:
> Glasperlenspiel: [...]
In Hesses Utopie gibt es 5 Schulen in der Gelehrtenprovinz Kastalien:
Jeweils eine Schule für Musik, Altphilologie, Mathematik und
"aristotelisch-scholastische Denkmethoden" (Hesse scheint die damals
aktuelle Entwicklung der Algebraisierung der Logik nicht mitgemacht zu
haben). Die 5. Schule war dem geheimnisvollen "Glasperlenspiel"
zugeordnet. Wobei die Glasperlen nur ein Platzhalter für eine
Abstraktion sind.
Das Glasperlenspiel scheint aber Konzepte nicht selbst zu
konstruieren, sondern fügt neue Spielsteine nach Entscheidung des
Direktoriums hinzu.
Am Do., 22. Jan. 2026 um 20:02 Uhr schrieb tessmann--- über PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at>:
> Ja, wann und warum hat es wesentliche Fehlentwicklungen gegeben in der Menschheitsgeschichte?
Hier sieht man das ideologische Moment der Idee des Fortschritts.
Theorien beschreiben normalerweise nur, wie eine Sache ist.
Beispielsweise beschreibt die Evolutionstheorie, wie verschiedene
Lebensformen durch einen Prozess der natürlichen Selektion entstanden.
Auf der anderen Seite haben wir normative Aussagen, deren Wahrheit
oder Geltung wesentlich schwammiger sind.
Die Idee des Fortschritts jedoch vermengt diese beiden Bereiche. Sie
wird von Beschreibung zur Ideologie.
Anstatt also nur zu sagen, dass ein gesellschaftlicher Zustand, eine
Epoche 1 zu einer anderen Epoche 2 geführt hat, dann der Gläubige des
Fortschritts behaupten, dass eine bestimmte Entwicklung oder ein
bestimmtes Ereignis EIGENTLICH ein Rückschritt war. Damit ist der
Progressive dann nicht unähnlich den Dekadenztheoretiker. Beides
Geschichtsphilosophien. Beide unterliegen der selben elementaren
Kritik, die sich auf die Frage "woher weiß ich, ob das stimmt?"
reduzieren lässt.
Die Fortschrittsideologie hat ihre Wurzeln im 18. Jahrhundert und wird
aktuell besonders in ihrer marxistischen Form vertreten, jedenfalls im
Mainstream. Auch wenn konservative oder liberale Autoren den Marxismus
arg beuteln, um ihn in "Passform" zu kriegen.
Man sieht an dieser Ideologie sehr schön, zu welchen Absurditäten sie führt.
Marx & Engels haben beispielsweise Kinderarbeit als historischen
notwendigen Entwicklungsschritt in der Entwicklung der Produktivkräfte
gewesen. Ihnen war nämlich klar, dass sie zugleich einen tatsächlichen
Ablauf und eine normative Wünschbarkeit beschreiben.
Ihr Modell war klar, vom matriarchischen Urkommunismus, über die
verschiedenen Stufen wie Sklavenhaltergesellschaft, Feudalismus und
endlich Kapitalismus wieder hin zum eigentlich Kommunismus, in dem die
Produktionskräfte dann endlich befreit und zum Wohle der Menschheit
arbeiten. (Ist es nicht ein komischer Zufall, dass wir ausgerechnet am
Ende dieser Entwicklung uns befinden sollen, wo wir das alles dann
"erkennen"?)
Wir stellen also fest, dass eigentlich skandalöse Zustande mit der
Idee des Fortschritts gerechtfertigt werden kann, sofern er im
Ergebnis zu einem besseren Zustand führt.
Fortschritt ist damit hochgradig normativ.
Doch wie stellt der Anhänger der Fortschrittsidee fest, welche
Entwicklung eigentlich "progressiv" und welche "regressiv" sind?
Die üblichen Kriterien, wie Gefühle oder eine rationale Grundlage
fallen im Grunde aus. Eine z. B. kantische oder utilitaristische Ethik
würde ihre Werturteile nicht in Abhängigkeit von Zeitumständen
verändern.
Für den Anhänger des Fortschritts ist dieser so etwas wie die
Vorsehung Gottes. Mystisch und nicht vollständig rational
rekonstruierbar.
Es verbleibt,
der Ratlose.
Hallo Liste,
ich habe mir das folgende PDF-Dokument jetzt mal durchgelesen:
>
https://www.unil.ch/files/live/sites/philo/files/shared/DocsPerso/EsfeldMic…
(Stellenweise überflogen, sei es drum.)
Was mir aufgefallen ist: Wenn man Kausalität als das aufeinanderfolgen
naher Ereignisse definiert, wie kann man dann solche Fernwirkung wie
Gravitation oder gewisse Hypothesen der Quantenphysik damit vereinbaren?
Ich spreche jetzt von so etwas wie Verschränkung oder bohmsche Mechanik.
Gruß
der, wie immer, Ratlose.
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> Am 13.12.2025 um 10:10 schrieb tessmann--- über PhilWeb <philweb(a)lists.philo.at>:
>
>
>
>> Am 10.12.2025 um 11:11 schrieb Ingo Tessmann über PhilWeb <philweb(a)lists.philo.at>:
>>
>> Inspiriert durch Wittgenstein haben der Philosoph Covoni und der Physiker Rovelli einen "Tractatus Quanticum“ verfasst: …
>
> Zum Ende des Jahres hin bin ich hier offensichtlich zum Alleinunterhalter bzw. -langweiler geworden.
Keinesfalls! Weder zum Alleinunterhalter, noch zum Langweiler bist Du geworden. Letzteres könntest Du ohnehin niemals sein. Zudem hat Ingo Mack einen Beitrag hier eingestellt, der jedoch nicht durch den philweb-Server kam, da er zu umfangreich ist. Lieber Ingo Mack, teile Deinen Mail-Beitrag einfach in zwei Teile und wir können dann alle darauf eingehen. Mit der Begrenzung einzelner Textbeiträge, insbesondere auch die Abweisung von Attachments soll listentechnisch verhindert werden, dass der Server z.B. mit externem Spam zugeschüttet wird.
Meiner längeren Abwesenheit hier liegt definitiv kein Desinteresse zugrunde, sondern zum einen gehäufte familiäre und gesellschaftliche Aktivitäten, zum anderen eine gewisse geistige Blockade, die u.a. womöglich dem unguten geopolitischen Geschehen geschuldet ist; Angesichts dessen scheint es bisweilen schwierig zu sein, in philosophischen, gar metaphysischen Gedankenwelten zu schwelgen, wenn in einigen hundert Kilometern Entfernung Menschen zu Tode kommen in einem so sinnlosen Krieg, modulo der Tatsache, dass Kriege im Grunde immer sinnlos, wenngleich offensichtlich unausweichlich sind.
Notwendige Differenz - das Plus und Minus - allen Lebens. Muss die Beherrschung dieses Spannungsfelds unausweichlich immer in kriegerischer Auseinandersetzung enden?
In Natur-, resp. Tierfilmen sieht man auf eindrucksvolle Weise, wie essentiell das Prinzip „Fressen und Gefressenwerden“ offensichtlich ist.
„Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf, kein Mensch“. Geht es somit nach Hobbes‘ Beschreibung des menschlichen Wesens, ist dieses im Grunde triebbestimmt, damit also im Kern ausgelegt für den (Überlebens-)Kampf aller gegen alle.
Schopenhauer setzt diesem Trieb eine ebenso dem Menschen innewohnende Fähigkeit zum Mitgefühl entgegen, über welches aber offensichtlich längst nicht alle Menschen verfügen. Was anderes als ein Regelwerk - wie selbstredend Gesetze - so auch die Religion, könnte der egoistischen, triebgesteuerten Wesenhaftigkeit des Menschen entgegenwirken?
„Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf, kein Mensch“ - Hobbes’ Feststellung trifft vornehmlich insoweit zu, als sich Menschen nicht innig verbunden fühlen oder sich schlichtweg nicht hinreichend gut kennen.
Wir hier in philweb kennen uns sehr gut und das seit Jahrzehnten, somit ist eigentlich alles Sangbare erzählt, ausgetauscht. Müssen Beiträge allenfalls hier demzufolge zum langweiligen Monolog geraten? Ich denke und hoffe das nicht.
„Entschuldige die Länge - zur Kürze fehlte mir die Zeit“, so drückte Goethe sein Bedauern über einen länglich geratenen Brief aus. Das scheint auch oft mein Problem hier zu sein: Tausende Gedanken schwirren im Kopf umher, kreisen um ungelöste Fragen, selbst der banalsten Art und lassen in mir zunehmend Du Bois-Reymonds Diktum gnadenlos aufscheinen: „Wir wissen es nicht und wir werden es niemals wissen.“
Aber ich will wissen und nicht glauben müssen. So folgt dann doch wieder dieses Hineinstürzen in den Wust ungeklärter Fragen, gleichwohl doch auch immer auf’s Neue in die hochinteressanten Zusammenhänge zum Ursprünglichen allen Lebens, gleichermaßen das Kleinste, wie das Größte in Betracht ziehend, nicht minder das hier jetzt angeführte Phänomen der Chiralität.
Danke also für den Link und beste Grüße in die Runde!
Karl
> Dabei endet das Quantenjahr nicht nur mit dem "Tractatus Quanticum“, sondern auch mit einer viel interessanteren Arbeit zum Ursprung der molekularen Händigkeit in Lebewesen — als makroskopischem Quanteneffekt: "Chirality-Induced Orbital Selectivity through Linear-Orbital Coupling“ aus dem Institut für Theoretische Physik der Uni Ulm. Darin wird gezeigt, wie die Händigkeit der Biomoleküle aus dem spinabhängigen Elekronentransport in ihnen hervorgehen und die Quanten-Biophysik zur Grundlage der Biologie werden könnte.
>
> An den frühen Nachweis eines makroskopischen Quanteneffekts hatte ja schon das Nobelkomitee in diesem Jahr erinnert, in dem es die Urheber der Quantenelektronik ehrte. Das Abenteuer begann um 1980 mit Arbeiten von Antony Leggett, der 1978 vorgeschlagen hatte, die Anwendbarkeit der Quantentheorie auf die makroskopische Phasendifferenz in einem Josephson-Kontakt zu untersuchen: "Influence of Dissipation on Quantum Tunneling in Macroscopic Systems“. Dabei stehen Teilchenzahl (Cooper-Paare) und Phase in einem ähnlichen Unschärfeverhältnis wie Ort und Impuls eines Teilchens, woraus sich eine interessante Analogie zwischen elektrischen und mechanischen Größen ergibt. Es entsprechen sich Ort und Phase, Masse und Kapazität, Impuls und Ladung, Kraft und Strom zwischen mechanischen Teilchengrößen im Potential und elektrischen Größen im Josephson-Kontakt.
>
> Quanten- und Lebenswelt überlappen sich in den Lebens- und Technikgrundlagen gleichermaßen. Aber wie sieht es mit den Horizonterweiterungen ins Weltall aus? Welche Quantenprozesse bei der Entstehung des Universums eine Rolle spielten, ist trotz vielversprechender Ansätze eine noch offene Frage. Der Ansatz Valenkins nimmt 1984 ein Quantentunneln buchstäblich aus dem Nichts an: CREATION OF UNIVERSES FROM NOTHING. Um Mikro- und Makrokosmos zu überlappen, wächst das sphärische Universum aus der fluktuierenden Vakuum-Energiedichte kontinuierlich auf die Größe an, die mindestens erforderlich ist, um den Einstein-Gleichungen zu gehorchen. Eine Entstehung aus dem „Nichts“ ist das natürlich nicht, aber warum wird es so umschrieben?
>
> Ebenso wie die Händigkeit aus der Perspektive der Lebewesen aus dem „Nichts" zu kommen scheint, ist es die Gravitation, wenn sie aus der 5. Dimension wirkend angenommen oder ein Universum, das aus den Vakuumfluktuationen heraus zu verstehen versucht wird. Das „Nichts“ oder die „Leere“ kann dabei als abstrahiert bezüglich äquivalenter Gefäße, Schalen oder Formen gedacht werden, die leer sind bzw. in denen nichts ist. Hinsichtlich der makroskopischen Form in der Quantenkosmologie können die Einstein-Gleichungen herhalten, bzgl. derer die aus den Vakuumfluktuationen herausgetunnelten Quanten aus dem „Nichts“ zu kommen scheinen.
>
> IT
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Am 25.01.2026 um 00:32 schrieb waldemar hammel:
> der haken auch an c ist, wie bei allem vermeintlichen wissen, die/eine
> gültige letztbegründung = auch daher: wissen = scheinwissen
hier diskutieren zb. vier schon etwas ältere herrschaften auf typische
weise ohne wirklich tiefer einzusteigen , warum/wieso/weshalb 2+2=4 sind:
https://www.youtube.com/watch?v=bY3ZMOn
1)
> daher neues zu hammelkörnchen:
>
> (a)
>
> falls die kosmische mittlere wechselwirkungsdichte auf
> planck-ww-niveau nicht stabil ist, sondern mit dem altern des weltalls
> driftet, und ich würde in erster nährung (aus gründen) vermuten dass
> ja, können auch die heute als fest angesehenen sog. naturkonstanten
> wie zb "c" keineswegs im raumzeitverlauf feste werte haben, unabhängig
> davon, dass sie im menschlichen zeitrahmen gemessen als feste
> numerische werte erscheinen, mit denen man getrost rechnen, techniken
> erbauen usw kann (glasperlenspiele aller arten treiben), solange man
> eben nicht auf weit größeren raumzeitlichen skalen unterwegs ist
>
> (b)
>
> zb "c" mit dem licht vermeintlich von A nach B durch den raum
> propagiert, das macht es aber garnicht, es folgt vielmehr der
> (feymanschen) pfadintegral-methode, die sowohl in der sache sehr
> einfach als auch thermodynamisch völlig konkludent ist, zudem "läuft"
> licht überhaupt nicht, sondern ist einfach eine energetische störung
> der raumzeit, welche wenn, dann in alle raumzeit-richtungen und auf
> alle möglichen weisen gleichzeitig propagiert (wie die
> wasserwellenbildung um einem ins wasser fallenden stein, nur dass im
> fall licht die störung nicht von außen kommt, sondern das
> raumzeit-gefüge aufgrund der eingetragenen energie selbst die ursache
> ist), vorwärts, rückwärts, im kreis, usw usw => die störung des
> raumzeitgefüges geht über ALLE pfade, und erst die summe aller
> konstruktiven und destuktiven interferenzen ("pfade-integration")
> ergibt dann den einen "lichtstrahl", welcher scheinbar genau von A
> ausgehend dann genau in mein auge fällt (höchst verblüffend für mich,
> dass dies zb in der astronomie scheinbar völlig unberücksichtigt bleibt)
>
2a)
gut, die feynmansche pfadintegral-methode und feymans physik-reihe
sollten uns seit den zeiten als feynman und "väterchen" smirnow, beide
klassiker, unsere bibeln waren, mehr oder weniger bekannt sein
https://www.amazon.de/Lehrgang-h%C3%B6heren-Mathematik-Teil-Smirnow/dp/3326…https://de.wikipedia.org/wiki/Feynman-Vorlesungen_%C3%BCber_Physikhttps://www.thphys.uni-heidelberg.de/~wolschin/qms13_12s.pdfhttps://www.uni-muenster.de/Physik.TP/archive/fileadmin/lehre/teilchen/ss12…
pfadintegrale allgemein (zb für quantenfeldtheorie):
https://de.wikipedia.org/wiki/Pfadintegral
mit der bemerkung am ende "... wodurch eine vollständig operatorwertige
Behandlung der Quantenmechanik möglich wird und damit ein alternativer
Zugang zur Quantenfeldtheorie geschaffen ist", und um "operatoren" als
junktoren, um überhaupt zu math. ergebnissen gelangen zu können, soll es
gehen ...
2 (plus-operator) 2 (gleich-operator) numerisch: 4, aber
operator-sichtweise, (rechts und links unterscheiden): 2+2 | 4 eben nicht
2b)
vor einiger zeit fand ich es eine gute idee, mich zu fragen, ob und
inwieweit die mathematische methode des pfadintegrals auch auf
mathematische strukturen selbst angewendet werden könnte, denn damit
könnte ich evtl. meiner "thermodynamischen mathematik mit schwerpunkt
auf die operatoren" näher kommen, indes, es war "in vain", da diese
methode schon seit jahrzehnten in allen möglichen bereichen der
mathematik zumindest heute teilentwickelt ist
chat-AI: "Ja — die *Pfadintegral-Methode* lässt sich sinnvoll auf
verschiedene *mathematische Strukturen* anwenden, allerdings meist in
verallgemeinerter oder abstrahierter Form. Ursprünglich aus der
Quantenmechanik stammend, wurde sie stark *mathematisiert* und in
mehreren Disziplinen etabliert. Im Folgenden eine strukturierte
Übersicht." usw blahblah ...
beispiel:
3. Algebraische & topologische Strukturen
Topologische Quantenfeldtheorien (TQFT)
Pfadintegrale werden hier als Funktoren interpretiert:
Z:Cobn→VectZ : \text{Cob}_n \to \text{Vect}
Z:Cob(n)→Vect
*Strukturen:*
*
Kategorien und Funktoren
*
Bordismuskategorien
*
Monoidale Kategorien
Beispiel:
*
Chern–Simons-Theorie → Knoteninvarianten (Jones-Polynom)
*
https://de.wikipedia.org/wiki/∞-Chern-Simons-Theorie
wh.
8
> https://de.wikipedia.org/wiki/Pfadintegral
:
https://de.wikipedia.org/wiki/Pfadintegral
2b)
die pfadintegral-methoden sind mathematische strukuren, welche ua zb auf
die physik angewendet werden und anwendbar sind -- nun hatte sich der
alte hammel vor einiger zeit "als neue idee von ihm selbst" überlegt, ob
und wie pfadintegrale auch auf die mathematik-selbst angewendet werden
könnten (leider aber keine neue idee vom hammel, sondern schon seit
jahrzehnten bekannt und längst hintergründig "in der mache")
--
Diese E-Mail wurde von Avast-Antivirussoftware auf Viren geprüft.
www.avast.com
Hallo,
zum Jahresausklang erlaube ich mir, einmal einige Gedanken mit der
Liste zu teilen, die mir in den vergangenen Wochen so kamen.
Jede Schlussfolgerung erfolgt auf Basis von Prämissen. Manche
Schlussfolgerungen auf Basis von Enthymem präsentiert, das heißt,
gewisse "triviale" Prämissen werden als stillschweigende
Voraussetzungen nicht explizit genannt. Bei einer nachträgliche
Rekonstruktion kann es zu Mehrdeutigkeiten kommen, wenn mehrere
implizite Prämissen zur Komplettierung der Schlussfolgerung in Frage
kommen.
Ein großer Konsens besteht darin, "gesichertes Wissen" als eine Form
der Schlussfolgerung anzugeben. Häufig geschieht diese
Schlussfolgerung dabei freilich implizit.
Demzufolge müssen auch die empirischen Wissenschaften sich solcher
Schlussfolgerungen bedienen (denn sie zielen ja auf "gesichertes
Wissen" ab), wobei gewisse Prämissen stillschweigend vorausgesetzt
werden.
Um diese Voraussetzungen möglichst non-willkürlich zu gestalten, gilt
es, so in höchsten Grade voraussetzungsfrei zu sein.
Man wird also bei der Rekonstruktion der Voraussetzungen der
empirischen Wissenschaften so vorgehen, dass man möglichst wenig
gehaltvolle Prämissen macht und nur das absolut notwendige
voraussetzt.
Man könnte auch sagen, man setzt die notwendigen Bedingungen oder auch
"Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis" auf einem Gebiet voraus.
Werden diese zurückgewiesen, so der Hintergedanke, dann ist kein
gesichertes Wissen auf dem jeweiligen Gebiet der Erkenntnis mehr
möglich.
Man könnte diese Bedingungen der Möglichkeit auch als "erste
Prinzipien" des Gebietes bezeichnen oder als "Axiome".
Die Naturwissenschaften haben einige Voraussetzungen, die bereits seit
Jahrhunderten eingehend diskutiert werden. Es scheint zum Beispiel
eine Art "Pauschalisierungsaxiom" zu geben, das postuliert, dass wir
unsere Empirie, sei sie durch Experiment oder durch passive
Beobachtung gewonnen, verallgemeinern dürfen.
Andernfalls wäre das Aufstellen von allgemeingültigen Naturgesetze auf
Basis von singulären Beobachtungen nicht möglich.
Weitere Axiome scheinen die Forderung nach möglicher Einfachheit oder
die ceteris-paribus-Klausel zu sein.
Würde man diese Axiome in Zweifel ziehen, könnte man z. B. einfach
annehmen, unsere bisherigen Erkenntnisse in Sachen chemischer Bindung
gelten nur, weil wir als Beobachter uns grade durch einen bestimmten
Bereich des Universums bewegen, in dem ein besonderes Kraftfeld wirkt,
welches diese Regeln erzwingt. Ohne die Wirkung dieses Kraftfeldes
würden chemische Prozesse völlig anders ablaufen.
Für gewöhnlich gehen wir davon aus, dass die Ursache A zur Wirkung B
führt. Die hier als Beispiel vorgetragene Behauptung aber lautet, dass
zusätzlich zur Ursache A noch eine unbekannte Bedingung X erfüllt sein
muss, damit es zu B kommt. Wir konnten den Effekt des Ausbleibens von
X bisher nur nicht beobachten, weil X einfach zufällig bei jeder
unserer Experimente und Observationen erfüllt war!
Es kann rein logisch nicht ausgeschlossen werden, dass unser gesamter
"Ereignishorizont", also der Bereich von dessen Wirkung wir noch
betroffen sind, sich innerhalb der Gültigkeit eines solchen Kraftfeld
X befindet. In der Tat scheinen manche Modelle der kosmischen
Inflation (false vacuum) oder Theorien über andere Universen mit
anderen Naturgesetzen genau das zu implizieren.
Die historischen Wissenschaften, gleichgültig ob Altphilologie,
Philosophie- oder politische Geschichte, setzen in der Tat so eine
Pauschalisierung nicht voraus.
Ihnen geht es nicht um das Aufstellen universeller Naturgesetze,
sondern um die Rekonstruktion der singulären Vergangenheit.
Die historische Wissenschaft als rationale Unternehmung versucht ein
möglichst wahrscheinliches Bild der Vergangenheit auf Basis von
hinterlassenen Evidenzen zu zeichnen. Dabei wird natürlich
stillschweigend vorausgesetzt, dass das wahrscheinlichste Bild auch
wirklich der Wahrheit am Näherten kommt.
Dies wird übrigens nicht nur in den Wissenschaften vorausgesetzt,
sondern etwa auch in einer Detektivgeschichte. Hier versucht der
Protagonist ein Verbrechen durch Rekonstruktion des Tathergangs auf
Basis von übriggebliebenen Spuren aufzuklären. Verletzt man das Axiom
von oben, so wäre es denkbar, dass nur zufällig Fingerabdrücke des
Verdächtigen an der Tatwaffe waren, nur zufällig der Verdächtige ein
Motiv hatte etc.
Es könnte dann einen großen Unbekannten geben, der die Situation nur
ausgenutzt hat, um die Ermittlungsbehörden zu täuschen.
Das ist im Einzelfall zwar extrem unwahrscheinlich, jedoch belehrt uns
die Erfahrung, dass sehr unwahrscheinliche aber mögliche Ereignisse ab
und an stattfinden. Es gewinnt immer mal wieder jemand im Lotto.
Manche Wissenschaften, wie die Politologie, setzen zudem noch voraus,
in ihren Feld Erkenntnisse auf Basis öffentlich verfügbarer Fakten
gewinnen zu können. Das also, im Umkehrschluss, keine entscheidenden
Informationen existieren, die aber geheim sind.
Wird diese Annahme in Frage gestellt, gelangen wir häufig in das Feld
der Verschwörungstheorie als Erklärung für politische und soziale
Ereignisse.
Wir gelangen auf Basis unserer bisherigen Überlegungen zu einem
Paradox. Nehmen wir als Beispiel etwa die Personen, die die Flachheit
der Erde annehmen. Sie scheinen die Axiome der Naturwissenschaften an
sich nicht zu leugnen und nehmen weiterhin an, dass ihre Beobachtungen
sie zur Schlussfolgerung allgemeingültiger Naturgesetze berechtigen.
Vielmehr scheinen sie den Konsens der Experten auf geheime Absprachen,
Machtmechanismen und dergleichen zurückzuführen.
Wir beobachten dieses Schema erstaunlich häufig im Bereich des sog.
Crackpottums.
Was denkt ihr darüber?
/Werte Anwesende, Hallo Welt./
/Zum Jahreswechsel hab ich da mal was vorbereitet../
/und irrtümlich nur an Karls Email gesendet./
/Im Phiweb builletin board/
/https://lists.philo.at/hyperkitty/list/philweb@lists.philo.at//
/sehe ich grade, dass meine kleine Rundreise/
„/einmal Sedna und zurück“/
/NICHT als neuer Thread (wie beabsichtigt) sondern garnicht vorhanden ist./
/Ich denke, diese kleine Rundreise ist es wert gesehen zu werden,/
/da auch Prof.Dr. Gerd Ganteför zur Zeit thematisch damit umgeht./
/(seine Bücher dazu, speziell „das rätselhafte Gewebe unserer
Wirklichkeit und die Grenzen der Physik“ habe ich auf ganz altmodische
Art haptisch gelesen sowie seine Vorlesungsreihe „das Weltbild der
Physik“in sehr vielen Einzelvorlesungen via Internet angesehen)./
/Mir ist bekannt, dass Herr Ganteför hier im Forum gelegentlich auch in
Frage gestellt wird, was aber nichts daran ändert, dass ich seine
Ansichten (soweit ich sie inhaltlich begriffen habe)/
/teile und oder nachvollziehen kann./
/Dieses Jahr 2025 war auch hier im Philweb zu großen Teilen „Das Rätsel
unserer Wirklichkeiten“/
/Thema für Ausflüge in so gut wie alle Bereiche der Sprache, warum also
nicht mal/
„/einmal Sedna und zurück“ als Gruß an -auch – die „stillen Teilnehmer“
in dieser Runde?:)/
/für mich jedenfalls ist ein gewisses Maß an „Erkenntniszugewinn“ zu
verzeichnen und mein kritisches Verhältnis zu KI wird weiterhin zwischen
Medusenhaupt und Religionsführerschaft hin und herpendeln./
/Genug der „lorem Ipsum“ möge Cicero ein sanftes Nachsehen mit
meinereiner haben./
/Here we go/
/(im Anhang PDF „Einmal Sedna und zurück)/
/gruss aus der diaspora/
/ingo mack/
Wieder ein Unfall kann kommentiert werden, hier, an folgendem Link zu
lesen:
https://www.watson.ch/international/deutschland/560856174-unfall-bei-poseid…
Haben die Medien hierbei korrekt berichtet, spielt der Kapitalismus beim
Geschehen eine Rolle, gibt es schon Verschwörungstheorien? An Gutachten
wird vermutlich schon gearbeitet. Wie lange sollen sich die Köpfe in
diesem Fall noch erhitzen, bis hin zu denjenigen des Philweb?
Eine Bemerkung: Der bekannte Unfall im Tunnel in Paris wurde hier noch
nicht behandelt. War dort ein bestimmter Geheimdienst kausal beteiligt?
JH
Hallo,
ich lagere die für mich spannende Frage mal aus. Ich weiß nicht, ob die
Listenteilnehmer an der Diskussion überhaupt ein vertieftes Interesse haben
werden:
Am Mo., 25. Aug. 2025 um 13:31 Uhr schrieb Ingo Tessmann über PhilWeb <
philweb(a)lists.philo.at>:
> > Am 24.08.2025 um 11:55 schrieb Rat Frag <rat96frag(a)gmail.com>:
> >
> > "Der Zweite Unvollständigkeitssatz wird zumeist so aufgefasst, dass
Hilberts Programm, die Widerspruchsfreiheit der Mathematik oder wenigstens
der Arithmetik zu beweisen, nicht durchführbar und das zweite Problem aus
Hilberts Liste von 23 mathematischen Problemen unlösbar sei. Allerdings
bezieht sich diese Schlussfolgerung auf Gödels natürliche arithmetische
Darstellung der Beweisbarkeit, das Beweisbarkeitsprädikat Bew(x). Bei
bestimmten künstlichen
> > Modifikationen von Gödels Beweisbarkeitsprädikat gilt der Zweite
Unvollständigkeitssatz nicht mehr. Eine solche Modifikation wurde zuerst
von John Barkley Rosser bald nach Gödels Veröffentlichung vorgeschlagen;
inzwischen versuchen Spezialisten zu klären, worin der Unterschied zwischen
natürlich und künstlich eigentlich besteht."
> Neben der innenmathematischen Behandlung des zweiten
Unvollständigkeitssatzes gibt es noch die Fülle der außermathematischen
Interpretationen. Beispielhaft verweise ich auf Enzenbergers 43-zeiliges
Gedicht „Hommage à Gödel“ und die musikalische Interpretation dieses
Gedichtes durch Henze in seinem 2. Violinkonzert. Das ist auch Thema in der
Diss. „action music“ von Sang Myung Han, S. 117ff:
Dir ist sicherlich die Modallogik vertraut mit Box [] und Diamant <>. Diese
beiden Symbole werden aufeinander bezogen definiert.
Für gewöhnlich wird [] dabei eine Bedeutung wie "Notwendig" zugewiesen, was
in metaphysische Höhen (oder Abgründe) führt. Es gibt auch andere
Interpretationen wie z. B. "Es ist geboten, dass..."
(Die Verwendung der Modallogik hat gegenüber einer Lösung mittels
Prädikaten offenbar eine Reihe von Vorteilen. Kurz gesagt, meidet man die
Prädikatenlogik 2. Stufe.)
Jetzt kann man diese Modaloperator auch deuten als "Es ist bewiesen, dass
x".
Wie wir dem Text, den ich zitierte, entnehmen können, ist es jetzt offenbar
so, dass dieser Operator, dieser Ausdruck, leicht modifiziert werden kann.
Mit dem Ergebnis, dass er andere Schlussfolgerungen erlaubt.
Aber nehmen wir weitere Beispiele:
*"Mathematik ist eigentlich eine ziemlich klare Wissenschaft, und
üblicherweise gelangen die Mathematikhistoriker zu Schlussfolgerungen, die
von ihren Kollegen geteilt werden. Aber gelegentlich liegen die Dinge
schwieriger. Es scheint inmanchen Fällen eine gewisse Vagheit oder
Zweideutigkeit in den mathematischen Tatsachen zu geben."*
(Herbert Breger in seinem Aufsatz "Ebenen der Abstraktion - Benoulli,
Leibniz und Barrows Theorem", Seite 193, aus "Form,Zahl, Ordnung: Studien
zur Wissenschafts- und Technikgeschichte"
Link: https://books.google.de/books?id=WjnTAmVR6qUC&lpg=PA195&hl=de&pg=PA193
)
Dort heißt es:
*"unter dem Gesichtspunkt der Vorstellungen des 17. Jahrhunderts über
mathematische Strenge wäre ein geometrischer Kalkuel sogar besser."* (Seite
195)
Diese Aussage impliziert zumindest, dass sich die Vorstellung über
mathematische Strenge im Laufe der Zeit geändert haben.
Ist das nicht zumindest ein Indikator dafür, dass bei der Lehre des
Begriffes möglicherweise nicht bei jedem Studenten die selbe Vorstellung
geweckt wurde?
The Summer School Mereology and Beyond will take place at USI, Lugano (Switzerland) from 15 to 19 June 2026. The main instructors will be Achille Varzi (Columbia) and Claudio Calosi (Ca’ Foscari).
Deadline for applications: February 15, 2026.
The summer school provides a thorough survey of both classical mereology and beyond. ‘Beyond’ is articulated in three different ways: by providing alternatives, strengthenings, and extensions of classical mereology. All the sessions investigate both technical details and metaphysical issues that arise from those technical details.
How to apply: Application is open to graduate students and early career researchers. Please send a copy of your CV, a one-page motivation letter and a reference letter from a supervisor or colleague to summerschool.isfi(a)usi.ch.
Accepted participants will have the possibility to send a short abstract for consideration to present some of their research at the summer school.
For more information and the provisional schedule: www.usi.ch/mereology<https://www.usi.ch/en/education/summer-winter-school/mereology>
For any questions: summerschool.isfi(a)usi.ch<mailto:summerschool.isfi@usi.ch>