Hallo IT, Hallo Rest der Welt:)
ist es tatsächlich eine Frage nach der universalität der verwendeten
Begriffe oder geht es jetzt in Richtung Bedeutungsdarwinismus?
ich hab das mal nach meinem Verständnisvermögen untersuchen lassen und
die vorläufigen Ergebnisse
in 3 Pdfs mit "KI-Geschwurbel" gepackt.
Am 08.04.26 um 14:41 schrieb tessmann--- über PhilWeb:
> Das sind Bezüge auf die zufälligen, gewählten oder erzwungenen
Lebenspfade eines Menschen im Raum seiner Möglichkeiten. Aber wie
universell sind sie? D.h. wie geht umgangssprachliche Metaphorik in
mathematische Physik über? Und inwieweit entsprechen Metaphorik der
Lebenswelt und Mathematik dem Weltall?
keine ahnung ob ich damit dem Kern deiner Frage näher gekommen bin
oder ob es Dir nicht doch um etwas ganz anderes geht?
gruss aus der Diaspora
ingo mack
3 Anhänge 240 KB
1.:Minimalaxiomensystem für Bedeutungsdarwinismus & gekoppelte Domänen
(69,2KB)
2.:präzise formale Darstellung meines Modells – so formuliert,
dass sie vortragsfähig bleibt und nicht in reine Symbolik kippt (94,3KB)
3.:Formale Einordnung des „Bedeutungsdarwinismus“ als gekoppeltes
Systemmodell (76,4KB)
Dunkle Materie als Schatten der anderen Zweige
/Fortsetzung zu: Warum das Universum vielleicht ein Baum ist/
/Warum das Baummodell vielleicht doch falsifizierbar ist — und was das
mit den 95% des Universums zu tun hat, die wir nicht sehen können./
Im ersten Artikel habe ich eingestanden, dass mein Modell noch nicht
falsifizierbar ist. Kein Experiment, kein Test, keine Möglichkeit es zu
widerlegen — damit ist es streng genommen keine Physik. Aber dann fiel
mir etwas auf, das ich im ersten Artikel noch nicht zu Ende gedacht hatte.
01 · Das Unbehagen hinter dem Unbehagen
Karl Popper hat das Kriterium formuliert, das gute Wissenschaft von
Metaphysik trennt: Eine Theorie muss falsifizierbar sein. Sie muss eine
Vorhersage machen, die prinzipiell scheitern kann. Einsteins
Lichtkrümmung durch die Sonne war genau das — man hätte sie nicht messen
können, und dann wäre die Allgemeine Relativitätstheorie widerlegt
gewesen. Man hat sie gemessen. Sie stimmte.
Eine Theorie, die alles erklären kann, erklärt nichts. Das Universum
könnte aus einer Schildkröte entstanden sein — oder einem Elefanten,
oder einem rosa Einhorn. Plausibel im Sinne von „nicht widerlegbar“.
Aber das ist Glaube, nicht Physik.
Mein Baummodell hatte dieses Problem. Es ist konsistent mit allem, was
wir beobachten — aber es sagt nichts voraus, was die Standardkosmologie
nicht auch sagt. Andere Sprache, gleiche Ergebnisse. Das ist unbefriedigend.
„Eine Theorie, die sich allem anpasst, passt zu nichts.“
Und dann dachte ich weiter. An die Normierung. An die
Wahrscheinlichkeitssumme. Und plötzlich war da ein Gedanke, der sich
anders anfühlte.
02 · Was wir sehen — und was wir nicht sehen
Wir sehen etwa 5% des Universums direkt. Sterne, Galaxien, Gas, alles
was leuchtet oder Licht absorbiert. Die restlichen 95% sind unsichtbar:
27% Dunkle Materie, 68% Dunkle Energie. Man nennt sie „dunkel“, weil man
nicht weiß, was sie ist — nicht weil man weiß, dass sie dunkel ist.
Das ist keine Kleinigkeit. Wir haben ein Modell des Universums, in dem
wir 95% des Inhalts nicht kennen. Das sollte jeden stören.
*Für die Putzfrau erklärt:* Stell dir vor, du machst eine Inventur
deines Hauses und findest heraus, dass du nur 5% deiner Möbel sehen
kannst. Die restlichen 95% existieren offenbar — Wände biegen sich,
Türen lassen sich nicht öffnen, irgendetwas ist da — aber du kannst es
nicht direkt ansehen. So geht es Physikern mit dem Universum.
03 · Der Kerngedanke: Energie verteilt sich auf alle Zweige
Im Baummodell gilt an jedem Verzweigungspunkt: Die Summe aller
Wahrscheinlichkeiten ergibt 1. Die Gesamtenergie ist erhalten. Aber
diese Energie verteilt sich auf alle Zweige — auf alle möglichen
Realisierungen des nächsten Zustands.
Wir leben in einem dieser Zweige. Wir messen nur die Energie, die sich
in unserem Zweig realisiert hat. Die Energie der anderen Zweige ist für
uns nicht zugänglich — sie liegt in Realisierungen, die ebenso wirklich
sind wie unsere, aber kausal von uns getrennt.
Wenn das stimmt, dann ist die Frage nicht: Wohin ist die Energie
verschwunden? Sondern: Wie viel Energie entfällt strukturell auf unseren
Zweig?
Summe aller |psi_i|^2 = 1
→ Gesamtenergie erhalten, verteilt auf alle Zweige
E_sichtbar = |psi_unser_Zweig|^2 * E_gesamt
→ Wir messen nur unseren Anteil
E_dunkel = (1 - |psi_unser_Zweig|^2) * E_gesamt
→ Der Rest: strukturell unsichtbar
Beobachtung: Wir sehen rund 5% der Energie. Das bedeutet, unser Zweig
trägt etwa 5% des Gesamtgewichts. Die restlichen 95% verteilen sich auf
die anderen Realisierungen — die wir Dunkle Materie und Dunkle Energie
nennen, weil wir sie nicht direkt messen können.
04 · Und jetzt kommt der entscheidende Schritt
Wenn unser Zweig rund 5% des Gewichts trägt, und der Verzweigungsfaktor
b beschreibt wie viele gleichwahrscheinliche Zweige an jedem Schritt
entstehen, dann folgt eine konkrete Zahl:
1/b ungefaehr 0.05
→ unser Energieanteil
b ungefaehr 20
→ das Universum verzweigt sich in etwa 20 gleichwahrscheinliche
Zustaende pro Planck-Zeitschritt
H = log(b) ungefaehr log(20) ungefaehr 3.0
→ die daraus folgende Expansionsrate
Das ist eine konkrete Zahl. Keine freie Anpassung, kein Drehen an
Parametern. Wenn b ungefähr 20 aus der kosmologischen Expansionsrate
unabhängig bestimmbar ist — und es kommt nicht 20 heraus — dann ist das
Modell widerlegt.
*Das ist der Poppersche Test:* Das Modell macht eine Vorhersage, die
scheitern kann. Wenn die unabhängig gemessene Expansionsrate einen
Verzweigungsfaktor b ergibt, der nicht mit dem 5%-Anteil der sichtbaren
Materie übereinstimmt — Modell falsch. Wenn beides zusammenpasst —
Modell interessant.
05 · Der Haken — und warum er lösbar sein könnte
Es gibt ein ernstes Problem. Dunkle Materie wirkt gravitativ. Sie formt
Galaxien, erklärt warum sich Galaxien schneller drehen als sie dürften,
hinterlässt Spuren im kosmischen Mikrowellenhintergrund. Das setzt
voraus, dass die „unsichtbare“ Energie irgendwie in unsere Raumzeit
hineinwirkt.
Im Baummodell sind die anderen Zweige aber kausal getrennt. Keine
Verbindung, keine Wechselwirkung. Wie kann etwas gravitativ wirken, das
per Definition nicht erreichbar ist?
Hier liegt die entscheidende Weggabelung. Zwei mögliche Antworten:
*Antwort 1 — Die Hintergrundmetrik:* Die realisierten Zweige der
Vergangenheit sind zwar kausal abgeschlossen — aber ihre Struktur hat
die Geometrie des Raumes geformt, in dem wir uns bewegen. Die Dunkle
Materie wäre dann kein Objekt, sondern eine geometrische Eigenschaft des
Graphen selbst — ein Abdruck der Verzweigungsgeschichte.
*Antwort 2 — Schattenwirkung an der Verzweigungsfront:* Nur die aktive
Front des Baumes — die gegenwärtigen Verzweigungen — erzeugt Gravitation
im üblichen Sinn. Die vergangenen Strukturen bilden eine Art
Hintergrundfeld, das sich wie Dunkle Energie verhält: gleichmäßig
verteilt, nicht direkt messbar, aber in der Expansion wirksam.
*Zur Klarheit:* Diese beiden Antworten sind Skizzen, keine Beweise.
Welche davon — wenn überhaupt eine — mathematisch konsistent
ausformuliert werden kann, weiß ich nicht. Das ist die Arbeit, die ich
nicht leisten kann.
06 · Was ein Experiment messen müsste
Wenn das Modell stimmt, gibt es drei konkrete Signaturen, die es von der
Standardkosmologie unterscheiden würden:
*1. Die Verteilung der Dunklen Materie* sollte der Verzweigungsstatistik
des Graphen folgen — nicht zufällig, sondern mit einer spezifischen
Korrelationsstruktur, die aus der Graphtopologie folgt. Aktuelle Surveys
wie Euclid oder DESI kartieren genau diese Verteilung. Wenn die
Filamentstruktur des Universums eine andere statistische Signatur hat
als die Standardkosmologie vorhersagt — und diese Signatur mit einer
Graphstruktur übereinstimmt — wäre das ein Hinweis.
*2. Die Diskretisierungssignatur:* Eine diskrete Raumzeit auf
Planck-Skala sollte hochenergetische Gammastrahlen minimal
unterschiedlich schnell ankommen lassen — energieabhängige
Lichtgeschwindigkeit. Das Fermi-Teleskop sucht seit Jahren danach.
Bisher kein Befund — aber die Grenzen werden enger. Wenn das Modell eine
spezifische Dispersionsrelation vorhersagt, ist das testbar.
*3. Der Verzweigungsfaktor b aus zwei unabhängigen Messungen:* Einmal
aus der kosmologischen Expansion — wie schnell wächst das Universum?
Einmal aus dem Verhältnis sichtbarer zu unsichtbarer Energie. Wenn beide
denselben Wert b ergeben, ohne dass man einen angepasst hat, ist das
kein Beweis — aber ein außerordentlich starkes Indiz.
Der Test in Kurzform:
b aus Expansionsrate =?= b aus Energieverhältnis
log(b) = H_eff (Expansion impliziert b)
1/b = Omega_sichtbar ungefaehr 0.05 (Energieanteil impliziert b)
Wenn beide b gleich → Modell konsistent
Wenn nicht → Modell widerlegt
07 · Was das bedeutet — und was nicht
Ich behaupte nicht, dass dieses Modell richtig ist. Ich behaupte, dass
es — wenn die drei fehlenden Teile aus dem ersten Artikel ausgefüllt
werden — prinzipiell falsifizierbar wäre. Das ist der Unterschied zur
Schildkröte.
Die Schildkröte macht keine Vorhersage. Sie erklärt alles, also erklärt
sie nichts. Das Baummodell, wenn es fertig wäre, würde sagen: b muss
ungefähr 20 sein. Es würde sagen: die Verteilung der Dunklen Materie
muss diese statistische Struktur haben. Es würde sagen: die Dispersion
hochenergetischer Photonen muss diesen Wert haben.
Drei Vorhersagen. Drei Möglichkeiten zu scheitern. Das ist Physik.
„Es reicht nicht, dass eine Theorie stimmen könnte. Sie muss auch
scheitern können.“
Ob sie tatsächlich stimmt — das weiß ich nicht. Aber die Frage ist jetzt
schärfer gestellt als vorher. Und das ist, glaube ich, das Beste, was
ein Laie tun kann: eine Frage so stellen, dass sie beantwortbar wird.
------------------------------------------------------------------------
/Dies ist die Fortsetzung von Warum das Universum vielleicht ein Baum
ist
<https://arnold-schiller.de/warum-das-universum-vielleicht-ein-baum-ist/>.
Die formalen Grundlagen finden sich im Addendum des ersten Artikels.
Rückmeldungen von Menschen mit Hintergrund in Quantengravitation,
Kosmologie oder Graphentheorie sind ausdrücklich willkommen./
--
https://arnold-schiller.de/
Hallo,
wieder eine summarische Antwort:
Am Mo., 5. Jan. 2026 um 17:17 Uhr schrieb Ingo Tessmann über PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at>:
>Da im Kapitalismus (zumindest ideologisch) eher auf Konkurrenz denn auf Kooperation gesetzt wird, werden die Menschen natürlich eher auf die Schimpansen bezogen; wobei die Bonbons bereits 1929 entdeckt wurden! Zudem scheint mir die Moral eine wesentliche Rolle zu spielen; denn Menschenaffen, die Konflikte friedfertig durch Sex beilegen, können doch wohl für Moralisten kein Vorbild sein …
Ist das so?
Also ich sehe Kapitalismus als hochkooperatives System.
Nur eben eine Kooperation auf Basis von letztlich egoistischen
Interessen, mit allen damit verbundenen Problemen.
> Riedl schreibt von Lernschichten, die von der molekularen bis zur kulturellen Ebene aus Erwartungs-/Erfahrungskreisläufen bestehen. Dir scheint ein ähnliches Rationalitätsverständnis vorzuschweben (und Karl ein ähnliches von Intelligenz).
Nein.
Moleküle "lernen" in dem Sinne nichts. Sie sind auch nicht rational
oder irrational, jedenfalls sofern Wolfram's Ansatz nicht bestätigt
wird.
Es ist nun mal so, dass die selben abstrakten Prinzipien in zwei
verschiedenen Gebieten gelten können:
"Alle Menschen sind sterblich; Sokrates ist ein Mensch; Sokrates ist sterblich".
und
"Alle Primzahlen sind Natürliche Zahlen; 7 ist eine Primzahl; 7 ist
eine natürliche Zahl".
Das sind sehr, sehr unterschiedliche Sätze, auch über völlig andere
Gegenstandsbereiche. Der eine Satz beinhaltet einen theologisch sehr
aufgeladenen Begriff, den Begriff der "Sterblichkeit" durch den
Menschen sich von den Göttern unterscheiden. Der andere behandelt
unanschauliche Objekte unseres Denkens, Zahlen.
Das Prinzip, dass diese beiden Sätze "applizieren" ist jedoch das
selbe: Der Modus Ponens Die Aussage, dass ein Element einer Menge, die
eine echte Teilmenge einer anderen Menge ist, damit auch Element der
anderen Menge ist -- sozusagen.
Genau das selbe gilt auch für Spieltheorie und evolutionäre
Spieltheorie. Die selben abstrakten Prinzipien, die für rationale
Agenten beim Spiel miteinander gelten, gelten dann auch für Lebewesen,
die sich in Konkurrenz fortpflanzen müssen.
Du gibst selbst gute Beispiele:
Ein kluger Kaufmann folgt dem Gebot der Sparsamkeit, deshalb sucht er
für seine Logistik den kürzesten Weg. Photonen scheinen ebenfalls den
kürzesten Weg zu suchen.
Am Mo., 19. Jan. 2026 um 03:09 Uhr schrieb Karl Janssen über PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at>:
> Glasperlenspiel: [...]
In Hesses Utopie gibt es 5 Schulen in der Gelehrtenprovinz Kastalien:
Jeweils eine Schule für Musik, Altphilologie, Mathematik und
"aristotelisch-scholastische Denkmethoden" (Hesse scheint die damals
aktuelle Entwicklung der Algebraisierung der Logik nicht mitgemacht zu
haben). Die 5. Schule war dem geheimnisvollen "Glasperlenspiel"
zugeordnet. Wobei die Glasperlen nur ein Platzhalter für eine
Abstraktion sind.
Das Glasperlenspiel scheint aber Konzepte nicht selbst zu
konstruieren, sondern fügt neue Spielsteine nach Entscheidung des
Direktoriums hinzu.
Am Do., 22. Jan. 2026 um 20:02 Uhr schrieb tessmann--- über PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at>:
> Ja, wann und warum hat es wesentliche Fehlentwicklungen gegeben in der Menschheitsgeschichte?
Hier sieht man das ideologische Moment der Idee des Fortschritts.
Theorien beschreiben normalerweise nur, wie eine Sache ist.
Beispielsweise beschreibt die Evolutionstheorie, wie verschiedene
Lebensformen durch einen Prozess der natürlichen Selektion entstanden.
Auf der anderen Seite haben wir normative Aussagen, deren Wahrheit
oder Geltung wesentlich schwammiger sind.
Die Idee des Fortschritts jedoch vermengt diese beiden Bereiche. Sie
wird von Beschreibung zur Ideologie.
Anstatt also nur zu sagen, dass ein gesellschaftlicher Zustand, eine
Epoche 1 zu einer anderen Epoche 2 geführt hat, dann der Gläubige des
Fortschritts behaupten, dass eine bestimmte Entwicklung oder ein
bestimmtes Ereignis EIGENTLICH ein Rückschritt war. Damit ist der
Progressive dann nicht unähnlich den Dekadenztheoretiker. Beides
Geschichtsphilosophien. Beide unterliegen der selben elementaren
Kritik, die sich auf die Frage "woher weiß ich, ob das stimmt?"
reduzieren lässt.
Die Fortschrittsideologie hat ihre Wurzeln im 18. Jahrhundert und wird
aktuell besonders in ihrer marxistischen Form vertreten, jedenfalls im
Mainstream. Auch wenn konservative oder liberale Autoren den Marxismus
arg beuteln, um ihn in "Passform" zu kriegen.
Man sieht an dieser Ideologie sehr schön, zu welchen Absurditäten sie führt.
Marx & Engels haben beispielsweise Kinderarbeit als historischen
notwendigen Entwicklungsschritt in der Entwicklung der Produktivkräfte
gewesen. Ihnen war nämlich klar, dass sie zugleich einen tatsächlichen
Ablauf und eine normative Wünschbarkeit beschreiben.
Ihr Modell war klar, vom matriarchischen Urkommunismus, über die
verschiedenen Stufen wie Sklavenhaltergesellschaft, Feudalismus und
endlich Kapitalismus wieder hin zum eigentlich Kommunismus, in dem die
Produktionskräfte dann endlich befreit und zum Wohle der Menschheit
arbeiten. (Ist es nicht ein komischer Zufall, dass wir ausgerechnet am
Ende dieser Entwicklung uns befinden sollen, wo wir das alles dann
"erkennen"?)
Wir stellen also fest, dass eigentlich skandalöse Zustande mit der
Idee des Fortschritts gerechtfertigt werden kann, sofern er im
Ergebnis zu einem besseren Zustand führt.
Fortschritt ist damit hochgradig normativ.
Doch wie stellt der Anhänger der Fortschrittsidee fest, welche
Entwicklung eigentlich "progressiv" und welche "regressiv" sind?
Die üblichen Kriterien, wie Gefühle oder eine rationale Grundlage
fallen im Grunde aus. Eine z. B. kantische oder utilitaristische Ethik
würde ihre Werturteile nicht in Abhängigkeit von Zeitumständen
verändern.
Für den Anhänger des Fortschritts ist dieser so etwas wie die
Vorsehung Gottes. Mystisch und nicht vollständig rational
rekonstruierbar.
Es verbleibt,
der Ratlose.
We are pleased to announce that on Friday, March 20 at 4.30pm (CET), Béatrice Lienemann (University of Fribourg) will give the talk The Explanatory Role of Forms in Definitions in Plato as part of the Lugano Philosophy Colloquia Spring 2026 organised by the Institute of Philosophy (ISFI) at USI.
This hybrid talk will take place in Room Multiuso FTL Building (USI west campus) and online via Zoom. If you are interested in joining online, please write to events.isfi(a)usi.ch.
Here is the abstract of the talk:
The talk addresses the complex relation between Forms and definitions in Plato. A straightforward conjecture about this relation might be that to define things like justice or beauty one must refer to the corresponding Forms, i.e. the Form of Justice or the Form of Beauty. In other words, Platonic Forms fulfil the role of the definientia in a proper definition. But even if this conjecture goes in the right direction, at least in so far as the middle and later dialogues are concerned, neither did Plato present this view out of the blue in these dialogues nor has he ever unfolded it in full detail and as explicitly as one may wish. In this talk, I examine in more depth why Forms are well suited, according to Plato, to be definientia, or even to be the only appropriate definientia whatsoever. I start by asking what motivates Plato to develop an interest in definitions in the early dialogues. I submit that it is through the various unsatisfying answers offered by his interlocutors that Plato’s Socrates first develops a substantial conception of the conditions that must be met by a satisfactory definition. This reveals also the need for the explanatory priority of the definiens in good definitions and paves the way for asking why and to what extent, according to Plato, only Forms turn out to be suited to fulfil this explanatory role in definitions.
For more information: https://www.ftl.usi.ch/it/feeds/15142
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> Am 13.12.2025 um 10:10 schrieb tessmann--- über PhilWeb <philweb(a)lists.philo.at>:
>
>
>
>> Am 10.12.2025 um 11:11 schrieb Ingo Tessmann über PhilWeb <philweb(a)lists.philo.at>:
>>
>> Inspiriert durch Wittgenstein haben der Philosoph Covoni und der Physiker Rovelli einen "Tractatus Quanticum“ verfasst: …
>
> Zum Ende des Jahres hin bin ich hier offensichtlich zum Alleinunterhalter bzw. -langweiler geworden.
Keinesfalls! Weder zum Alleinunterhalter, noch zum Langweiler bist Du geworden. Letzteres könntest Du ohnehin niemals sein. Zudem hat Ingo Mack einen Beitrag hier eingestellt, der jedoch nicht durch den philweb-Server kam, da er zu umfangreich ist. Lieber Ingo Mack, teile Deinen Mail-Beitrag einfach in zwei Teile und wir können dann alle darauf eingehen. Mit der Begrenzung einzelner Textbeiträge, insbesondere auch die Abweisung von Attachments soll listentechnisch verhindert werden, dass der Server z.B. mit externem Spam zugeschüttet wird.
Meiner längeren Abwesenheit hier liegt definitiv kein Desinteresse zugrunde, sondern zum einen gehäufte familiäre und gesellschaftliche Aktivitäten, zum anderen eine gewisse geistige Blockade, die u.a. womöglich dem unguten geopolitischen Geschehen geschuldet ist; Angesichts dessen scheint es bisweilen schwierig zu sein, in philosophischen, gar metaphysischen Gedankenwelten zu schwelgen, wenn in einigen hundert Kilometern Entfernung Menschen zu Tode kommen in einem so sinnlosen Krieg, modulo der Tatsache, dass Kriege im Grunde immer sinnlos, wenngleich offensichtlich unausweichlich sind.
Notwendige Differenz - das Plus und Minus - allen Lebens. Muss die Beherrschung dieses Spannungsfelds unausweichlich immer in kriegerischer Auseinandersetzung enden?
In Natur-, resp. Tierfilmen sieht man auf eindrucksvolle Weise, wie essentiell das Prinzip „Fressen und Gefressenwerden“ offensichtlich ist.
„Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf, kein Mensch“. Geht es somit nach Hobbes‘ Beschreibung des menschlichen Wesens, ist dieses im Grunde triebbestimmt, damit also im Kern ausgelegt für den (Überlebens-)Kampf aller gegen alle.
Schopenhauer setzt diesem Trieb eine ebenso dem Menschen innewohnende Fähigkeit zum Mitgefühl entgegen, über welches aber offensichtlich längst nicht alle Menschen verfügen. Was anderes als ein Regelwerk - wie selbstredend Gesetze - so auch die Religion, könnte der egoistischen, triebgesteuerten Wesenhaftigkeit des Menschen entgegenwirken?
„Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf, kein Mensch“ - Hobbes’ Feststellung trifft vornehmlich insoweit zu, als sich Menschen nicht innig verbunden fühlen oder sich schlichtweg nicht hinreichend gut kennen.
Wir hier in philweb kennen uns sehr gut und das seit Jahrzehnten, somit ist eigentlich alles Sangbare erzählt, ausgetauscht. Müssen Beiträge allenfalls hier demzufolge zum langweiligen Monolog geraten? Ich denke und hoffe das nicht.
„Entschuldige die Länge - zur Kürze fehlte mir die Zeit“, so drückte Goethe sein Bedauern über einen länglich geratenen Brief aus. Das scheint auch oft mein Problem hier zu sein: Tausende Gedanken schwirren im Kopf umher, kreisen um ungelöste Fragen, selbst der banalsten Art und lassen in mir zunehmend Du Bois-Reymonds Diktum gnadenlos aufscheinen: „Wir wissen es nicht und wir werden es niemals wissen.“
Aber ich will wissen und nicht glauben müssen. So folgt dann doch wieder dieses Hineinstürzen in den Wust ungeklärter Fragen, gleichwohl doch auch immer auf’s Neue in die hochinteressanten Zusammenhänge zum Ursprünglichen allen Lebens, gleichermaßen das Kleinste, wie das Größte in Betracht ziehend, nicht minder das hier jetzt angeführte Phänomen der Chiralität.
Danke also für den Link und beste Grüße in die Runde!
Karl
> Dabei endet das Quantenjahr nicht nur mit dem "Tractatus Quanticum“, sondern auch mit einer viel interessanteren Arbeit zum Ursprung der molekularen Händigkeit in Lebewesen — als makroskopischem Quanteneffekt: "Chirality-Induced Orbital Selectivity through Linear-Orbital Coupling“ aus dem Institut für Theoretische Physik der Uni Ulm. Darin wird gezeigt, wie die Händigkeit der Biomoleküle aus dem spinabhängigen Elekronentransport in ihnen hervorgehen und die Quanten-Biophysik zur Grundlage der Biologie werden könnte.
>
> An den frühen Nachweis eines makroskopischen Quanteneffekts hatte ja schon das Nobelkomitee in diesem Jahr erinnert, in dem es die Urheber der Quantenelektronik ehrte. Das Abenteuer begann um 1980 mit Arbeiten von Antony Leggett, der 1978 vorgeschlagen hatte, die Anwendbarkeit der Quantentheorie auf die makroskopische Phasendifferenz in einem Josephson-Kontakt zu untersuchen: "Influence of Dissipation on Quantum Tunneling in Macroscopic Systems“. Dabei stehen Teilchenzahl (Cooper-Paare) und Phase in einem ähnlichen Unschärfeverhältnis wie Ort und Impuls eines Teilchens, woraus sich eine interessante Analogie zwischen elektrischen und mechanischen Größen ergibt. Es entsprechen sich Ort und Phase, Masse und Kapazität, Impuls und Ladung, Kraft und Strom zwischen mechanischen Teilchengrößen im Potential und elektrischen Größen im Josephson-Kontakt.
>
> Quanten- und Lebenswelt überlappen sich in den Lebens- und Technikgrundlagen gleichermaßen. Aber wie sieht es mit den Horizonterweiterungen ins Weltall aus? Welche Quantenprozesse bei der Entstehung des Universums eine Rolle spielten, ist trotz vielversprechender Ansätze eine noch offene Frage. Der Ansatz Valenkins nimmt 1984 ein Quantentunneln buchstäblich aus dem Nichts an: CREATION OF UNIVERSES FROM NOTHING. Um Mikro- und Makrokosmos zu überlappen, wächst das sphärische Universum aus der fluktuierenden Vakuum-Energiedichte kontinuierlich auf die Größe an, die mindestens erforderlich ist, um den Einstein-Gleichungen zu gehorchen. Eine Entstehung aus dem „Nichts“ ist das natürlich nicht, aber warum wird es so umschrieben?
>
> Ebenso wie die Händigkeit aus der Perspektive der Lebewesen aus dem „Nichts" zu kommen scheint, ist es die Gravitation, wenn sie aus der 5. Dimension wirkend angenommen oder ein Universum, das aus den Vakuumfluktuationen heraus zu verstehen versucht wird. Das „Nichts“ oder die „Leere“ kann dabei als abstrahiert bezüglich äquivalenter Gefäße, Schalen oder Formen gedacht werden, die leer sind bzw. in denen nichts ist. Hinsichtlich der makroskopischen Form in der Quantenkosmologie können die Einstein-Gleichungen herhalten, bzgl. derer die aus den Vakuumfluktuationen herausgetunnelten Quanten aus dem „Nichts“ zu kommen scheinen.
>
> IT
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This hybrid talk will take place in Room Multiuso FTL Building (USI west campus) and online via Zoom. If you are interested in joining online, please write to events.isfi(a)usi.ch.
Here is the abstract of the talk:
The talk addresses the complex relation between Forms and definitions in Plato. A straightforward conjecture about this relation might be that to define things like justice or beauty one must refer to the corresponding Forms, i.e. the Form of Justice or the Form of Beauty. In other words, Platonic Forms fulfil the role of the definientia in a proper definition. But even if this conjecture goes in the right direction, at least in so far as the middle and later dialogues are concerned, neither did Plato present this view out of the blue in these dialogues nor has he ever unfolded it in full detail and as explicitly as one may wish. In this talk, I examine in more depth why Forms are well suited, according to Plato, to be definientia, or even to be the only appropriate definientia whatsoever. I start by asking what motivates Plato to develop an interest in definitions in the early dialogues. I submit that it is through the various unsatisfying answers offered by his interlocutors that Plato’s Socrates first develops a substantial conception of the conditions that must be met by a satisfactory definition. This reveals also the need for the explanatory priority of the definiens in good definitions and paves the way for asking why and to what extent, according to Plato, only Forms turn out to be suited to fulfil this explanatory role in definitions.
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Am 12.03.2026 um 14:52 schrieb waldemar hammel:
>
> unsere gesamte geometrie (hier meso-geometrie genannt) leidet
> darunter, mikro-mathematisch (und damit auch mikrophysikalisch) die
> schiere existenz und die auswirkungen/bedeutungen der ALLEM
> fundamental zugrunde liegenden planck-welt zu ignorieren
>
> so kann ich etwa mesosmathematisch einen schönen kreisbogen von einem
> meter länge mit dem zirkel zeichnen, und dabei aussagen, der
> zirkelstrich des kreisbogens auf dem papier sei dabei als unendlich
> dünn zu denken, dasselbe kann ich mit dem sog "einheitskreis" machen
> (kreis mit dem dimensionslosem radius = 1, der ua sinus und cosinus
> gut erklärt), und immer und ewig wird dabei die zugrunde liegende
> existenz der planckwelt, insbesondere der planck-länge, ignoriergerade
> die planck-länge darf als "realie" nicht aber ignoriert werden, weil
> sie beim mit zirkel gezeichneten und insofern nur-ausgedachten kreis
> und meso-mathematisch/physikalisch zwar überhaupt keine rolle spielt,
> sehr wohl aber mikro-mathematisch + mikrophysikalisch, wo es zum
> tragen kommt, dass die plancklänge das kleinstmögliche längenmaß ist,
> und außerdem eine raumzeitliche komponente mitführt, was heißt,
> "kreise" sind mikro-mathematisch keine kreise, sondern müssen als aus
> plancklängen mit zudem raumzeitlicher ausdehnung der kreisbogenlinie
> zusammengesetzte N-ecke vorgestellt werden, das bedeutet, ein kreis
> mit dem kreisbogen von 1 meter besteht in schnöder planckscher
> wirklichkeit aus
> ca.
>
> 61,87 trilliarden plancklängen
> (ca 6,187 mal 10^22) von jeweils 1,616255 mal 10 hoch minus 35 metern
> länge
>
>
> und das ernstgenommen, hat natürlich mikromathematisch die auswirkung,
> dass es alle konventionellen kreisrechnereien mikromath über den
> haufen wirft, darunter eben auch den berühmten goldenen schnitt
> (konventioneller numerischer wert:
>
> 1,6180339887
>
> , die damit eng verknüpfte fibonnaci-sache, und tief in die
> zahlentheorie eingreift
>
> der koeffizient der plancklänge 1,616255.. (den ich als korrekt
> wiedergegeben ansehe) stimmt NICHT mit dem numerischen wert des
> goldenen schnittes 1,6180339887...... überein, dies könnte man für
> eine spitzfindigkeit halten, hat aber mikro-mathe große bedeutung,
> weil eine verkleinerung des goldenen schnitts auf planckebene das
> problem nicht beseitigt, sondern im gegenteil beweist, dass erdachte
> meso-math-kreise in mikromathe (real) unrichtiig sind, und an exakten
> kreisenfunktionen hängt in meso- und mikro- mathe sehr viel weiteres
>
> wenn man hingegen einen konventionellen meso-math kreis mit einer sog
> retardierten potential-funktion beaufschlagt und berechnet (ich habs
> grob durchgerechnet),
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Retardiertes_Potential
>
> stimmen beide werte als 1,616255.. (als "unterer" mittelwert) überein,
> was mikro- physikalisch und -mathematisch bedeutet, es gibt keinen
> glatten kreisbogen von zb 1 meter länge, sondern der kreisbogen
> besteht aus einer (endlos)-schwingung oberhalb der N-eck bildenden
> plancklängen um den kreismittelpunkt herum, einer bestimmten frequenz,
> deren amplitude (ca 0,002) durch die retardierung festgelegt ist,
> womit die schwingung-selbst oberhalb des kreisbogens und um die den
> kreisbogen bildenden plancklängen herum verschieblich wird (die
> goldene schnitt schwingung "tanzt" um den keisbogen herum, anders
> gesagt, schrödingers unschärfe lässt grüßen).
>
der goldene schnitt kann somit als spinoff (und erweiterung) der
plancklängenfunktionen angesehen werden. QED !!!
wh.
>
--
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www.avast.com
We are pleased to announce that on Thursday, March 12 at 4.30pm (CET), Thomas Sattig (University of Tuebingen and USI) will give the talk Temporal Consciousness: The Non-Locality Problem as part of the Lugano Philosophy Colloquia Spring 2026 organised by the Institute of Philosophy (ISFI) at USI.
This hybrid talk will take place in Room Multiuso FTL Building (USI west campus) and online via Zoom. If you are interested in joining online, please write to events.isfi(a)usi.ch.
Here is the abstract of the talk:
The non-locality problem concerns the foundations of phenomenal consciousness. The problem consists in the tension between two aspects of human perceptual experiences. First, the local temporal horizon. In our conscious perceptual experiences, the world around us seems to evolve through brief changes on the order of milliseconds to seconds. When asked about the temporal profile of our perceptual experiences, we report that we seem to be “stuck in the present”. Second, the global temporal order. We are usually awake and conscious for minutes to hours. During long streams of consciousness, we experience all processes as having a global temporal order. According to standard order theory, a strict linear temporal order is based on a non-local relation of precedence. But this means that our consciousness lacks a local temporal horizon. Philosophers and cognitive scientists have not yet addressed this problem systematically. In this talk, the problem will be introduced by reference to a precise visual case. Then a solution to the problem will be developed. The solution will part with long-held assumptions in philosophy of time and philosophy of consciousness.
We are pleased to announce that on Thursday, March 12 at 4.30pm (CET), Thomas Sattig (University of Tuebingen and USI) will give the talk Temporal Consciousness: The Non-Locality Problem as part of the Lugano Philosophy Colloquia Spring 2026 organised by the Institute of Philosophy (ISFI) at USI.
This hybrid talk will take place in Room Multiuso FTL Building (USI west campus) and online via Zoom. If you are interested in joining online, please write to events.isfi(a)usi.ch.
Here is the abstract of the talk:
The non-locality problem concerns the foundations of phenomenal consciousness. The problem consists in the tension between two aspects of human perceptual experiences. First, the local temporal horizon. In our conscious perceptual experiences, the world around us seems to evolve through brief changes on the order of milliseconds to seconds. When asked about the temporal profile of our perceptual experiences, we report that we seem to be “stuck in the present”. Second, the global temporal order. We are usually awake and conscious for minutes to hours. During long streams of consciousness, we experience all processes as having a global temporal order. According to standard order theory, a strict linear temporal order is based on a non-local relation of precedence. But this means that our consciousness lacks a local temporal horizon. Philosophers and cognitive scientists have not yet addressed this problem systematically. In this talk, the problem will be introduced by reference to a precise visual case. Then a solution to the problem will be developed. The solution will part with long-held assumptions in philosophy of time and philosophy of consciousness.
Dreaming of a PhD in Philosophy? The Master in Philosophy (MAP) at USI is a research-oriented two-year master’s degree designed to prepare students for the most demanding international PhDs in philosophy.
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Study with a clear disciplinary focus on four core areas: Metaphysics, Philosophy of Mind, Logic, Philosophy of Physics
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9/10 graduates interested in an academic career have continued with a funded PhD
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Learn from some of the most eminent scholars in the world, such as Achille Varzi, Timothy Williamson, Kathrin Koslicki, Francesco Berto, and many others.
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Improve your research skills through dedicated courses.
If you are interested, join us online or on campus on March 17 to attend our open lecture “Abstraction and abstract objects” held by Prof. Øystein Linnebo.
The open lecture is born to be a safe and friendly space for every student who wants to have a taste of one of our classes. To attend either in person or online on Zoom, please register by filling out the form on this page: https://join.usi.ch/en/master-philosophy-open-lecture
Here is the abstract of the lecture:
"The language of mathematics abounds with apparent reference to abstract objects, such as sets, numbers, and directions. Are there really such objects? If so, what are these objects, and how are they related to abstraction operations? This opening lecture considers an Aristotelian approach to these questions, based on the idea that the world contains quantities, which come in different magnitudes. This idea is developed using mereology and an equivalence relation. The resulting account promises a pleasing unification of various kinds of magnitudes as well as good account of how mathematics is applied.”
We look forward to your participation in the open lecture!