Am 08.04.2026 um 14:41 schrieb tessmann--- über
PhilWeb <philweb(a)lists.philo.at>at>:
Am 08.04.2026 um 13:23 schrieb ingo_mack über
PhilWeb <philweb(a)lists.philo.at>at>:
PS: In Bezug auf die Baummetapher, : Ja, die Verästelungen der Nutzenden gleichen sich
den Strukturen des Netzes an. Man könnte sagen, die Gehirne bilden die Kronen, das
Internet die Wurzelgeflechte – doch wie die Äste sich entwickeln, hängt von jeder
individuellen Messung, jeder bewussten Aufmerksamkeit ab.
Das sind Bezüge auf die zufälligen, gewählten oder erzwungenen Lebenspfade eines Menschen
im Raum seiner Möglichkeiten. Aber wie universell sind sie? D.h. wie geht
umgangssprachliche Metaphorik in mathematische Physik über? Und inwieweit entsprechen
Metaphorik der Lebenswelt und Mathematik dem Weltall? Hinsichtlich des Internets
vermittelt Technik Lebenswelten und Weltall. Aber das technisch Mögliche wird eher durch
Geld und Macht bestimmt anstatt mehr Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zu ermöglichen.
Kurz nach Jürgen Habermas ist auch einer seiner langjährigen Freunde, Alexander Kluge,
gestorben; die beiden schätzten einander, obwohl Habermas vornehmlich auf die Vernunft und
Kluge eher auf das Gefühl setzte. In einem seiner dctp-Beiträge mit Oskar Negt vergleicht
Kluge den Geiz mit einem schwarzen Loch; denn so wie das schwarze Loch nur bis auf
einzelne Strahlungsquanten fast alles zurückhalte so halte auch der Geizige nicht alles
Geld zurück. Fluktuationen spielen im (mathemtisch-symolischen) Weltall wie in der
(sprachlich-symbolischen) Lebenswelt eine Rolle und können als metaphorisch-mathematisch
übergreifendes Thema für Lebenswelt und Weltall gleichermaßen entwickelt werden.
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