Am Di., 24. März 2026 um 12:12 Uhr schrieb tessmann--- über PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at>at>:
Primzahlen existieren, insofern sie konstruiert werden
können und mathematische Strukturen sind so universell wie sie formal nachvollziehbar,
technisch simulierbar oder experimentell bestätigbar sind. Darunter fallen auch die
logischen und hydrodynamischen Gesetze.
Bei mathematischen Objekten handelt es sich um die einzigen Fälle, bei
denen ich einen gewissen Platonismus zulassen würde.
Es geht mehr darum, dass sie sich drastisch von anderen Konstrukten
des menschlichen Verstandes unterscheiden:
Die Aussagen "Pegasus kann fliegen" scheint sich mir von der Aussage
"7 ist eine Primzahl" zu unterscheiden und zwar so sehr, dass man eine
Art "unabhängige Existenz" des 7-Beispiels postulieren kann. Salopp
formuliert: Zahlen verhalte sich zum Teil wie "reale Objekte", von
denen wir Eigenschaften entdecken. Pegasus auf der anderen Seite mag
neue Eigenschaften bekommen, aber es wirkt stark nach einer Erfindung!
Ja, vermutete menschliche Universalien in den
Kulturbeschreibungen sind gemäß historisch-faktischer Genese jeweils mit den Verhaltens-
und Handlungsweisen abzugleichen. Je weiter in der Menschheitsgeschichte zurückgegangen
wird, desto vager werden die Interpretationen der jeweiligen Kultur, etwa hinsichtlich der
Höhlenmalereien, der Venusfigurinen, der Sternenkuh …
Man merkt es schon, dass die Wissenschaftler teilweise ihre eigene
Weltanschauung in die Prähistorie hineininterpretieren.
Am Di., 24. März 2026 um 14:43 Uhr schrieb ingo_mack über PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at>at>:
Hallo RatFrag,
zusammenfassend dazu frage ich :
warum hat die "Evolution" bislang (seit LUCA) ausnahmslos rechtsdrehende
Doppelhelixen (DNA)
verwendet?
Die Frage ist nicht schlecht, aber ich befürchte sie nicht beantworten
zu können.