Am Mo., 16. März 2026 um 08:08 Uhr schrieb Ingo Tessmann über PhilWeb <
philweb(a)lists.philo.at>gt;:
> Du
scheinst gerne mit Ausnahmen gegen die Regeln zu argumentieren; aber
führt das
weiter?
Du behauptest, dass solche Dinge wie Unterdrückung, Krieg etc. erst
durch die
Jungsteinzeit ihren Anfang nahmen. Ich führe Beispiele aus der
Geschichte (und von anderen Lebewesen) auf, um das in Zweifel zu ziehen.
Ich hatte mich auf archäologische Untersuchungen bezogen; zuletzt auf den
"Case Report" von Markus Neuhäuser: "Violence and warfare in the European
Mesolithic and Paleolithic: A re-analysis“. Und grundsätzlich bestätigen
Ausnahmen die Regel! Ich verstehe nicht, weshalb Du immer wieder dagegen
anschreibst.
Ich halte die Anahme, dass...
... andere Lebewesen selbstverständlich Territorialstreitigkeiten haben,
Kampf um Brunft etc.
... der Mensch dann zunächst die große Ausnahme war.
... dann die Jungsteinzeit den Menschen wieder Territorialstreitigkeiten
etc. gegeben hat.
Für weniger plausibel als einfach zu sagen: Der Mensch macht keine Ausnahme.
Die IANA arbeitet technisch und nicht inhaltlich wie
die sog. sozialen
Medien, in denen wenige Firmen die Daten von Mrd. Nutzern verwenden, um
bspw. Wahlen zu manipulieren oder Ideologien zu verbreiten.
In letzter Konsequenz partizipieren die Mitglieder freiwillich daran.
Die Mechanismen, mit denen sozialen Medien Ideologien verbreiten sind dabei
keineswegs neu. Es gibt selbst in der seriösen Wissenschaft Beispiele. Eine
offensichtlich falsche Aussage wird von allen möglichen Quellen zitiert, um
sie zurückzuweisen und Kontroverse macht eine Position bekannt.
Der Manipulation von Wahlen, um ehrlich zu sein, sehe ich gelassener
entgegen. Auch die klassischen Medien manipulieren Wahlen, indem sie die
Bürger mit gewissen Argumenten und Ansichten konfrontieren.
Schon die französische Revolution wäre ohne Jean Paul Marat
<https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Jean_Paul_Marat&oldid=262531835>
und seine Zeitung, *in der u. a. Falschinformationen verbreitet wurden*,
nicht so verlaufen wie sie historisch verlief. Auch vor der französischen
Revolution scheinen einige erfundene Lügengeschichten eine Rolle gespielt
zu haben.
In den USA waren die Wahlen von Thomas Jefferson und später Lincoln mit
intensiven Pressekampagnen verbunden gewesen.
Eigentlich war selbst der amerikanischen Unabhängigkeitskrieg teilweise
durch Zeitungen und Flugschriften ausgelöst.
Das einzige, was man leider feststellen muss, ist, dass die Idee, das
Internet könnte zur Demokratisierung beitragen, heute naiv erscheint.