Am 07.06.2026 um 19:50 schrieb Rat Frag über PhilWeb
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Am Mi., 13. Mai 2026 um 18:46 Uhr schrieb Herr Tessmann über PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at>at>:
Kriege
erfordern nicht nur materielle, sondern auch intellektuelle Voraussetzungen, die bei
Tieren nicht vorhanden sind.
Wir steiten hier letztlich um Worte. Wenn wir die etablierte, umgangssprachliche
Begriffsbildung zum Vorbild nehmen, dann:
https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schimpansenkrieg_von_Gombe&o…
„Der Schimpansenkrieg von Gombe in den Jahren 1974 bis 1978 war eine gewalttätige
Auseinandersetzung“. Dass Biologen anthropomorphisieren, habe ich wiederholt kritisiert
und Philosophierende sollten es ebenso tun. Warum es nicht bei „gewalttätiger
Auseinandersetzung“ belassen? Ich halte mich eher an die polit- und sozialwiss. Quellen
zum Krieg, die wir hier wiederholt behandelt hatten.
Watergate war
schon ein Skandal und wurde nicht skandalisiert, sondern bekannt gemacht.
Das bedeutet, dass etwas ein Skandal ist oder nicht steht bereits fest und die
Berichterstattung macht den Rezipienten nur mit den Fakt vertraut?
Vieles was den Insidern, Geheimdiensten oder Journalisten als skandalös bekannt ist, wird
nicht allgemein bekannt gemacht (und wenn überhaupt erfährt man es erst im Nachhinein oder
in den Geschichtsbüchern). Andererseits wird vieles, was gerecht oder legal ist,
skandalisiert.
Ich habe jahrelang nach objektiven Kriterien dafür
gesucht, wann man von einem Skandal sprechen kann. Sind dir welche bekannt?
Objektive Kriterien für gesellschaftliche Phänomene wird es schwerlich geben, aber soziale
bspw. hinsichtlich Gerechtigkeit oder Legalität.
Kennst Du
Statistiken darüber, was bloß moralisch oder ideologisch skandalisiert wird im Unterschied
dazu, welche echten Skandale nur noch bekannt gemacht werden? Ich vermute ein extremes
Missverhältnis zwischen Skandalisierung und Bekanntmachung.
Mir sind keine solche Statistiken bekannt. Das würde aber voraussetzen, dass man im
Vorfeld klar unterscheiden könnte, was ein Skandal ist und was nicht.
Ich hatte doch Karl gegenüber ausgeführt, was ich meinte. Wie schon hinsichtlich des
Kriegsverständnisses scheinst Du Diskussionen nicht zu verfolgen, sondern dazu zu neigen,
sie neu zu beginnen. Ich halte Wiederholungen bekanntermaßen für nicht weiterführend.
IT