Am 15.06.2026 um 13:09 schrieb ingo_mack über PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at>at>:
Am 29.05.26 um 15:15 schrieb Ingo Tessmann über PhilWeb:
> Das ist zu vermuten gewesen: „The predictive
brain: Neural correlates of word expectancy align with large language model prediction
probabilities“:
Die Wissenschaft kennt dieses Problem als
„Texas-Sharpshooter-Fallacy“. Ein Muster wird entdeckt und anschließend so interpretiert,
als sei seine Bedeutung bereits bewiesen. Die Existenz eines geometrischen Zusammenhangs
wird dabei mit der Ursache dieses Zusammenhangs verwechselt.
Die neuronalen Korrelationen zwischen Worterwartungen stehen im Einklang mit
LLM-Vorhersagen. Was hat das mit der „Texas-Sharpshooter-Fallacy“ zu tun? Lediglich in den
Ergebnissen stimmen Gehirn und LLM überein. D.h. natürlich nicht, dass das Gehirn so wie
ein LLM bzw. das LLM so wie das Gehirn arbeitet. In den Ergebnissen gibt es
phänomenologische Übereinstimmungen, die den Erfolg der LLMs verständlich machen und
weitere Forschungen motivieren.
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