Am 16.06.2026 um 20:02 schrieb ingo_mack über PhilWeb
<philweb(a)lists.philo.at>at>:
> "/Was hat das mit der „Texas-Sharpshooter-Fallacy“ zu tun?"
ja, du hast Recht; ich habe das etwas
"umständlich" ausgedrückt. mein Sedna-Projekt (die Machart) hat nicht direkt das
Bild der (willkürlichen) Einschusslöcher in der Scheunenwand mit der anschliessend darum
herum gezeichneten Zielscheibe beschrieben. ich wollte, um im Bild zu bleiben, vielmehr
die Art des Scharfschützengewehrs und der verwendeten Munition dafür so genau wie möglich
beschreiben.
Warum versteigst Du Dich in ein „Sedna-Projekt“ und vertiefst Dich nicht in die Evolution?
Wie ginge aus der irdischen eine kosmologische natürliche Selektion hervor bzw. inwieweit
wohnt dem Weltall Lebenswelt inne? Über die Naivität, einfach das aus dem menschlichen
Zusammenleben herausinterpretierte Handlungsmodell auf den Kosmos zu übertragen, habe ich
mich wiederholt ausgelassen. Interessanter und plausibler erscheint mir die Annahme einer
kosmischen natürlichen Selektion, wie sie von Bryce DeWitt bereits 1980 diskutiert und von
Lee Smolin 1994 aufgegriffen wurde in: "The fate of black hole singularities and the
parameters of the standard models of particle physics and cosmology.“
Neuerdings haben Bassani und Magueijo in "How to make a Universe“ den Gedanken
fortgeführt. Smolin ging es um die Bestimmung der Standard-Modell-Parameter, während
nunmehr der Blick auf die physikalischen Gesetze erweitert wird, wobei Evolution auch
Selbstkonsistenz einschließt: "We establish the general conditions under which
evolution in the laws of physics and matter creation or destruction are closely
intertwined.“
Am 22. März 2026 hatte ich den Bogen gespannt von der „Sternenkuh" aus dem
prädynastischen Ägypten bis zu den Weltraumgedichten „Gestirne“ von Alexander Schnickmann.
Die jungsteinzeitliche Prunkpalette aus Girza stellt eine Verbindung zwischen dem
Sternbild Orion und der Göttin der Nacht her. Der Katholik Schnickmann scheint im Kapitel
Beetlejuice alias Betelgeuse daran anzuknüpfen. 1989 formulierte Bauval A MASTER-PLAN FOR
THE THREE PYRAMIDS OF GIZA BASED ON THE CONFIGURATION OF THE THREE STARS OF THE BELT OF
ORION, die Orofino ergänzt hat in "A quantitative astronomical analysis of the Orion
Correlation Theory.“ Jelitto hat darüber hinaus Korrelationen zwischen Planeten und
Pyramiden berechnet. Aber wie hängen Kosmologie, Evolutionstheorie, Geschichte und
Literatur genauer zusammen? So wie Science Fiction und Mythologie, wenn aus der
Vergangenheit in die Zukunft projiziert wird?
IT