Am 27.05.2026 um 23:54 schrieb Karl Janssen über
PhilWeb <philweb(a)lists.philo.at>at>:
Ja, ganz klar meine subjektive Angelegenheit, die ich allerdings mit Millionen anderer
Menschen teile.
Gemeinhin geht es beim Teilen darum, dass bekannt ist, was geteilt wird. Wie soll das für
subjektive Angelegenheiten, die ja nur den Subjekten bekannt sein können, möglich sein?
Deshalb hatte ich auf Massensuggestion verwiesen — und nunmehr kommt Selbstsuggestion
hinzu.
Dass Geistiges lediglich eine Metapher sein soll würde
einer sehr eigenwilligen Interpretation entsprechen, da eine Metapher dazu dient, einen
abstrakt sprachlichen Ausdruck bildlich umschrieben zu verdeutlichen.
Ich fasse Geistiges ebenso wie Emotionales allgemein als hirngeneriert auf, die innig
verschränkt und nur erlebbar sind. Insofern sind sprachliche Ausdrücke dafür nur
Metaphern. Das ist ebenso wie Deine folgende Umschreibung nicht schon eine Definition für
Geistiges, geschweige denn eine eindeutige.
Ein Geistiges an sich ist jedoch sprachlich eindeutig
definiert, nämlich ein nicht konkret messbares, greifbares und damit eindeutig
immaterielles Agens. Um solchermaßen Geistiges sprachlich zum Ausdruck bringen zu können,
bedient man sich einer Metapher und damit einer hinreichend geeigneten Umschreibung.
Du definierst Geistiges nicht, grenzt es lediglich dadurch etwas ein, dass es nicht
messbar, greifbar und materiell sein soll. Aber was soll es denn sein? Eine Vision oder
Ahnung vielleicht? Wie wäre es, damit zu beginnen, Geistiges philosophisch als Invariante
der Sinntransformationen im Denken aufzufassen? Per Abstraktionsverfahren könnte die
Metaphorik physiologisch wie logisch präzisiert werden. Soweit zur Philosophie. Auf
Gläubige einzugehen, halte ich auch für müßig.
IT